Devisen: Schlechte Zahlen aus Deutschland belasteten Euro
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch nach schlechten Konjunkturzahlen aus Deutschland auf sein niedrigstes Niveau seit sechs Monaten gefallen. Die eruopäische Gemeinschaftswährung notierte im späten Handel in New York um 23.00 Uhr bei 0,8568 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 0,8585 (Dienstag: 0,8685) US-Dollar festgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte in Deutschland im ersten Quartal 2001 zum gleichen Vorjahreszeitraum real nur noch um 1,6 Prozent zu. Dies war der schwächste Anstieg seit dem dritten Quartal 1999 mit 1,6 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. In Frankreich hat sich das Wirtschaftswachstum zum Jahresbeginn ebenfalls kräftig abgeschwächt. Im ersten Quartal 2001 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal nur noch um 0,5 Prozent zu, nach 0,8 Prozent im Vierteljahr zuvor. Dies gab das nationale Statistikamt am Mittwoch in Paris bekannt.
Die Entscheidung der Europäische Zentralbank (EZB), die Leitzinsen unverändert zu lassen, habe den Markt jedoch kaum beeinflusst, da dies von den Marktbeobachtern erwartet worden war. Für die Europäische Zentralbank dürften Zinssenkungen auch kaum zu vertreten sein, da auch das Preisniveau weiter steige.
Der Preisindex für die Lebenshaltung privater Haushalte in Deutschland ist im Mai 2001 um voraussichtlich 3,5% gestiegen. Dies sei die höchste Jahressteigerungsrate seit Dezember 1993, hatte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitgeteilt. Ein Anstieg der Inflationsrate in der Eurozone über 3% im Mai gelte als wahrscheinlich, sagten Volkswirte. Der Referenzwert der Europäische Zentralbank liegt bei 2%./js/bz
23.05. - 23:02 Uhr Artikel drucken | Artikel senden

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