Dt. Telekom - Im Wochenchart frei bis zum Tiefstand
von Holger Struck, M.M.Warburg & CO
Wollte man sich die charttechnische Beurteilung der Dt. Telekom - Aktie einfach machen, so würde man schlichtweg von einem völlig intakten Abwärtstrend sprechen. Dieser wird im oben dargestellten Wochenchart sogar noch geglättet. Die zahlreichen, auf Ebene der täglichen Darstellung der Kurse unternommenen, letztlich aber immer wieder gescheiterten Ausbruchsversuche nach oben, treten hier kaum zutage. Wer als Investor also ausschließlich diesen für die mittel- bis langfristige Einschätzung relevanten Chart betrachtet hätte, wäre seit dem Topkurs der Aktie bisher nie ernsthaft in Versuchung geraten, die Aktie auf immer tieferem Niveau (zurück-) zu kaufen. Bei der markttechnischen Standort-bestimmung des Titels fällt auf, daß die Dt. Telekom nach dem Tiefstand der Aktie im November 1997 sehr eindeutig in einen Aufwärtstrend übergegangen ist, der erst bei 104,9 € im März 2000 seinen Gipfel fand. Spätestens im Juni des letzten Jahres wurde dieser Aufwärtstrend zu Fall gebracht. Gleichzeitig wurde der gleitende 40-Wochen-Durchschnitt nachhaltig nach unten durchbrochen. Dieser entspricht der auf Tagesbasis zu einiger (nicht immer gerechtfertigten) Popularität gelangten 200-Tage-Durchschnittslinie. Im Chart ist in den eingekreisten Situationen gekennzeichnet, wie dieser gleitende, simple Kursdurchschnitt zweimal die Kursrückgänge im damals intakten Aufwärtstrend auffangen konnte, bevor er im Juni 2000 mit einem Verkaufssignal nach unten durchschritten wurde und wenig später selbst nach unten abdrehte. Seither kommt den waagerecht eingezeichneten Fibonacci-Retracement-Niveaus des ehemaligen Aufwärtstrends besondere Bedeutung als potentielle Auffangbereiche zu. Im Februar 2001 wurde auch das unterste, exakt 38,2 % der gesamten Aufwärtsbewegung vom Tief (14,51 €) bis zum historischen Hoch (104,9 €) ausmachende Retracement-Niveau gebrochen. Der exakte und erfolglose Pull-Back-Versuch an dieses bei 49,04 € angesiedelte Niveau dieser Linie im April ließ danach wenig Hoffnung auf bessere Zeiten übrig. Die in verschiedener Steilheit eingezeichneten, bei derzeit 20,9 € und 24,72 € verlaufenden Abwärtstrendgeraden vom historischen Höchststand blieben weiter intakt und führten den Kursverlauf in der vergangenen Woche unter 18 € - ein vom Top gerechneter Kursverlust von bisher 83 % ! Das im Abwärtstrend auf Wochenbasis kontinuierlich mit den fallenden Kursen ansteigende Handelsvolumen (unterhalb des Preischarts) bleibt negativ zu werten und deutet auf immer noch vorhandenen Verkaufsdruck hin. Auch wenn selbst die vorsichtigeren Kursziele der Fundamentalanalysten zuletzt mehrheitlich eine faire Unternehmensbewertung im Bereich von 25 – 28 € ausweisen, wäre nun aus markttechnischen Gegebenheiten das Wiedererreichen des Tiefs von 14,51 € aus 1997 sogar der Normalfall. Die ganz unten gezeigte, positive Divergenz im MACD-Indikator läßt zwar auf bessere Zeiten hoffen, gilt aber derzeit nur als Voreinstellung, nicht als Kaufsignal.
von Holger Struck, M.M.Warburg & CO
Wollte man sich die charttechnische Beurteilung der Dt. Telekom - Aktie einfach machen, so würde man schlichtweg von einem völlig intakten Abwärtstrend sprechen. Dieser wird im oben dargestellten Wochenchart sogar noch geglättet. Die zahlreichen, auf Ebene der täglichen Darstellung der Kurse unternommenen, letztlich aber immer wieder gescheiterten Ausbruchsversuche nach oben, treten hier kaum zutage. Wer als Investor also ausschließlich diesen für die mittel- bis langfristige Einschätzung relevanten Chart betrachtet hätte, wäre seit dem Topkurs der Aktie bisher nie ernsthaft in Versuchung geraten, die Aktie auf immer tieferem Niveau (zurück-) zu kaufen. Bei der markttechnischen Standort-bestimmung des Titels fällt auf, daß die Dt. Telekom nach dem Tiefstand der Aktie im November 1997 sehr eindeutig in einen Aufwärtstrend übergegangen ist, der erst bei 104,9 € im März 2000 seinen Gipfel fand. Spätestens im Juni des letzten Jahres wurde dieser Aufwärtstrend zu Fall gebracht. Gleichzeitig wurde der gleitende 40-Wochen-Durchschnitt nachhaltig nach unten durchbrochen. Dieser entspricht der auf Tagesbasis zu einiger (nicht immer gerechtfertigten) Popularität gelangten 200-Tage-Durchschnittslinie. Im Chart ist in den eingekreisten Situationen gekennzeichnet, wie dieser gleitende, simple Kursdurchschnitt zweimal die Kursrückgänge im damals intakten Aufwärtstrend auffangen konnte, bevor er im Juni 2000 mit einem Verkaufssignal nach unten durchschritten wurde und wenig später selbst nach unten abdrehte. Seither kommt den waagerecht eingezeichneten Fibonacci-Retracement-Niveaus des ehemaligen Aufwärtstrends besondere Bedeutung als potentielle Auffangbereiche zu. Im Februar 2001 wurde auch das unterste, exakt 38,2 % der gesamten Aufwärtsbewegung vom Tief (14,51 €) bis zum historischen Hoch (104,9 €) ausmachende Retracement-Niveau gebrochen. Der exakte und erfolglose Pull-Back-Versuch an dieses bei 49,04 € angesiedelte Niveau dieser Linie im April ließ danach wenig Hoffnung auf bessere Zeiten übrig. Die in verschiedener Steilheit eingezeichneten, bei derzeit 20,9 € und 24,72 € verlaufenden Abwärtstrendgeraden vom historischen Höchststand blieben weiter intakt und führten den Kursverlauf in der vergangenen Woche unter 18 € - ein vom Top gerechneter Kursverlust von bisher 83 % ! Das im Abwärtstrend auf Wochenbasis kontinuierlich mit den fallenden Kursen ansteigende Handelsvolumen (unterhalb des Preischarts) bleibt negativ zu werten und deutet auf immer noch vorhandenen Verkaufsdruck hin. Auch wenn selbst die vorsichtigeren Kursziele der Fundamentalanalysten zuletzt mehrheitlich eine faire Unternehmensbewertung im Bereich von 25 – 28 € ausweisen, wäre nun aus markttechnischen Gegebenheiten das Wiedererreichen des Tiefs von 14,51 € aus 1997 sogar der Normalfall. Die ganz unten gezeigte, positive Divergenz im MACD-Indikator läßt zwar auf bessere Zeiten hoffen, gilt aber derzeit nur als Voreinstellung, nicht als Kaufsignal.