Einige Monaten war 3com der Minusperformer in meinem arg gebeutelten Langfristdepot (wird am Wo-Ende wieder aktualisiert) auf
alex.nextbyte.de
Zu früh gekauft, ein sehr schlechtes Quartalsergebnis sowie die Bin-Laden-Panik sorgten schnell für noch viel billigere Kurse, welche allerdings nun hoffentlich bald endgültig der Vergangenheit angehören sollten. 3com ist momentan immer noch leicht unter Buchwert zu haben, obwohl der Kurs in den letzten Wochen so stark angezogen hat, allerdings auch (noch!!!) zurecht, denn die Verbindlichkeiten sind hoch und von der Profitabilität ist man noch ein großes Stück entfernt. Vergleicht man jedoch mit Konkurrenzunternehmen oder der Technologiebranche insgesamt, fällt sofort die deutlich niedrigere fundamentale Bewertung auf. 3com hat sich in der Vergangenheit einige Schlampigkeiten in der Produktpalette erlaubt (Kompatibilitätsprobleme etc.), sollte aber mit einigen Anstrengungen und weiterem Kostenminimieren dank des immer noch guten Markennamens (fast jedes große Unternehmen hat irgendwo 3com-Switches in Gebrauch :-) bald wieder profitabel sein.
Achtung: Keine Kaufempfehlung (wg. bereits guter Performance in den letzten Wochen und der allg. Wirtschaftslage), aber 3com sollte in keiner US-Tech-Stocks-Watchlist fehlen.
cu, seth
Hier noch der Artikel der den heutigen Kursschub erklären dürfte:
Wallstreet Online-Nachricht
Mittwoch, 19.12.2001, 09:44
3Com verringert Verluste stärker als erwartet
Der Hersteller von Netzwerk-Equipment 3Com hat in seinem Bemühen um eine Erholung nach dem Abschwung des Telekom-Sektors in diesem Jahr einen Teilerfolg erzielt. Mit minus 47 Mio. Dollar oder 14 Cent je Aktie vor außerordentlichen Kosten fällt der Verlust des kalifornischen Konzerns wesentlich niedriger aus als die Analysten der Wall Street erwartet haben (minus 22 Cent/Aktie). Vor einem Jahr lag das Ergebnis des zweiten Geschäftsquartals noch bei minus 51,1 Mio. Dollar bzw. 15 Cent pro Anteilsschein. Nach Angaben der Unternehmensführung ist die Entwicklung vor allem auf Maßnahmen zur Kostensenkung und die wieder anziehenden Umsätze zurückzuführen. Zuletzt war 3Com im dritten Geschäftsquartal 2000 profitabel. Die Erlöse kommen insgesamt auf 394 Mio. Dollar nach 390 Mio. Dollar im vergangenen Quartal. Damit verbucht 3Com den ersten sequenziellen Umsatzanstieg seit der Ankündigung der Restrukturierungspläne im Januar. Nach Aussage der Kalifornier haben alle Geschäftsbereiche zugelegt, auch wenn das Geschäft mit Unternehmensnetzen nur um ein Prozent gewachsen ist. Besser lief der Bereich PC-Karten (plus 6 Prozent), der noch von der Comm Works-Sparte übertroffen wird, die um 8 Prozent anstieg.
Trotz der andauernden Schwäche der US-Wirtschaft und insbesondere der Telekommunikationsbranche rechnet das 3Com-Management damit, dass die Rentabilität wieder in Sichtweite ist. Die Gewinnschwelle soll mit Ende des vierten Geschäftsquartals erreicht sein, das bis zum 31. Mai 2002 dauert. Denn 3Com habe noch deutliches Einsparpotenzial, das über die bisher erreichten 200 Mio. Dollar hinaus gehe und auch weitere Entlassungen beinhalten könnte. Bis Ende November haben die Kalifornier 6.000 Mitarbeiter gefeuert, rund die Hälfte der bisherigen Belegschaft. Die Analysten von Gerhard Klauer Mattison & Co. halten 3Coms Turnaround-Ziele für zu optimistisch. Das Management arbeite gut mit den neuen Aufträgen, doch das erscheint den Experten nicht genug, um den andauernden Abschwung des Telekom-Sektors und die weiter niedrigen Investitionen in Informations-Technologie auszugleichen. Die 3Com-Aktie hat sich im Handelsverlauf am Dienstag um 5,4 Prozent auf 5,31 Dollar verbessert und steigt außerbörslich weiter auf 6,05 Dollar.
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Zu früh gekauft, ein sehr schlechtes Quartalsergebnis sowie die Bin-Laden-Panik sorgten schnell für noch viel billigere Kurse, welche allerdings nun hoffentlich bald endgültig der Vergangenheit angehören sollten. 3com ist momentan immer noch leicht unter Buchwert zu haben, obwohl der Kurs in den letzten Wochen so stark angezogen hat, allerdings auch (noch!!!) zurecht, denn die Verbindlichkeiten sind hoch und von der Profitabilität ist man noch ein großes Stück entfernt. Vergleicht man jedoch mit Konkurrenzunternehmen oder der Technologiebranche insgesamt, fällt sofort die deutlich niedrigere fundamentale Bewertung auf. 3com hat sich in der Vergangenheit einige Schlampigkeiten in der Produktpalette erlaubt (Kompatibilitätsprobleme etc.), sollte aber mit einigen Anstrengungen und weiterem Kostenminimieren dank des immer noch guten Markennamens (fast jedes große Unternehmen hat irgendwo 3com-Switches in Gebrauch :-) bald wieder profitabel sein.
Achtung: Keine Kaufempfehlung (wg. bereits guter Performance in den letzten Wochen und der allg. Wirtschaftslage), aber 3com sollte in keiner US-Tech-Stocks-Watchlist fehlen.
cu, seth
Hier noch der Artikel der den heutigen Kursschub erklären dürfte:
Wallstreet Online-Nachricht
Mittwoch, 19.12.2001, 09:44
3Com verringert Verluste stärker als erwartet
Der Hersteller von Netzwerk-Equipment 3Com hat in seinem Bemühen um eine Erholung nach dem Abschwung des Telekom-Sektors in diesem Jahr einen Teilerfolg erzielt. Mit minus 47 Mio. Dollar oder 14 Cent je Aktie vor außerordentlichen Kosten fällt der Verlust des kalifornischen Konzerns wesentlich niedriger aus als die Analysten der Wall Street erwartet haben (minus 22 Cent/Aktie). Vor einem Jahr lag das Ergebnis des zweiten Geschäftsquartals noch bei minus 51,1 Mio. Dollar bzw. 15 Cent pro Anteilsschein. Nach Angaben der Unternehmensführung ist die Entwicklung vor allem auf Maßnahmen zur Kostensenkung und die wieder anziehenden Umsätze zurückzuführen. Zuletzt war 3Com im dritten Geschäftsquartal 2000 profitabel. Die Erlöse kommen insgesamt auf 394 Mio. Dollar nach 390 Mio. Dollar im vergangenen Quartal. Damit verbucht 3Com den ersten sequenziellen Umsatzanstieg seit der Ankündigung der Restrukturierungspläne im Januar. Nach Aussage der Kalifornier haben alle Geschäftsbereiche zugelegt, auch wenn das Geschäft mit Unternehmensnetzen nur um ein Prozent gewachsen ist. Besser lief der Bereich PC-Karten (plus 6 Prozent), der noch von der Comm Works-Sparte übertroffen wird, die um 8 Prozent anstieg.
Trotz der andauernden Schwäche der US-Wirtschaft und insbesondere der Telekommunikationsbranche rechnet das 3Com-Management damit, dass die Rentabilität wieder in Sichtweite ist. Die Gewinnschwelle soll mit Ende des vierten Geschäftsquartals erreicht sein, das bis zum 31. Mai 2002 dauert. Denn 3Com habe noch deutliches Einsparpotenzial, das über die bisher erreichten 200 Mio. Dollar hinaus gehe und auch weitere Entlassungen beinhalten könnte. Bis Ende November haben die Kalifornier 6.000 Mitarbeiter gefeuert, rund die Hälfte der bisherigen Belegschaft. Die Analysten von Gerhard Klauer Mattison & Co. halten 3Coms Turnaround-Ziele für zu optimistisch. Das Management arbeite gut mit den neuen Aufträgen, doch das erscheint den Experten nicht genug, um den andauernden Abschwung des Telekom-Sektors und die weiter niedrigen Investitionen in Informations-Technologie auszugleichen. Die 3Com-Aktie hat sich im Handelsverlauf am Dienstag um 5,4 Prozent auf 5,31 Dollar verbessert und steigt außerbörslich weiter auf 6,05 Dollar.