"Die Inflationsrate lag im Euroraum nach Angaben des Statistikamts Eurostat im Mai nur noch um 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist die niedrigste Rate seit Juni 2016. Die Kernrate blieb 0,9 Prozent hingegen unverändert. Im Monatsvergleich ging das Preisniveau im Mai um 0,1 Prozent zurück. „Der weitere Rückgang der Inflation in der Eurozone im Mai brachte die Jahresrate auf einen Wert von nahezu Null, und der Abwärtsdruck auf die Preise wird anhalten, während die Nachfrage schwach bleibt und die Arbeitslosigkeit steigt, kommentierte das Analysehaus Capital Economics. Die Kernrate blieb im Mai 0,9 Prozent hingegen unverändert.
Nach Einschätzung der DZ Bank koppeln sich die Finanzmärkte immer weiter von der Realwirtschaft ab. Die Assetklassen profitierten von den weltweit niedrigen Zinsen, den sehr niedrigen Zinserwartungen bei gleichzeitig unerschöpflicher Bereitstellung von Liquidität, hieß es in einem Kommentar von Chefvolkswirt Stefan Bielmeier. Dazu kämen die staatlichen Hilfspaketen. Die Folge seien hohe Bewertungen in allen Assetklassen. „Hohe Bewertungen waren zu keiner Zeit ein Risikofaktor. Wichtig war, dass die Zentralbanken jederzeit bereit sind die Finanzmärkte zu stützen. Doch die Handlungsfähigkeit und die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken werden im Zeitablauf sinken“, erwartet Bielmeier. Somit werde man in der Zukunft den Punkt erreichen, dass die Bewertung der Märkte durch den Glauben an die Zentralbanken nicht mehr gedeckt sei."
Quelle: www-godmode-trader.de