große Mengen ausgerechnet in der Schlussauktion mit richtig vielen Aktien schmeissen wollte, könnte das Ziel gewesen sein, daß der niedrigere Schlusskurs im Tagesverlauf eben nicht mehr ausgeglichen werden hätte können. Was durchaus für gewisse Effekte hätte sorgen können.
Bei der Short-Attacke am 23.9.2022 geschah dies mitten am Tage, ich vermute, das Ziel war stopp-loss auszulösen, in dem Moment wo der Aktienkurs kurz unter 3 steht, aber genau dies hat eben nicht geklappt. Unter 3 wurden letztlich nur Winzigkeiten gehandelt und zwei Tage später stand der Kurs nachrichtenlos direkt über 10% höher.
Sollte die Theorie stimmen, wäre das heute möglicherweise so abgelaufen:
Der Leerverkäufer bietet in der Schlussauktion eine extrem große Menge an Aktien unlimittiert zum Verkauf an, weil es in wenigen Minuten direkt vollendet sein muss, könnte er die Ansicht gehabt haben, daß sich nicht so viele Käufer finden würden und der Aktienkurs sicherlich deutlich stärker fallen müsste.
Damit würde ein Signal entstehen, selbst bei Siegen geht es runter, selbst am Tag der HV geht es runter und morgen geht es Ex-Dividende eh 6 Cent runter, danach folgt die unmittelbare Sorge für die kommende Niederlage gegen Bayern und wir haben Kurse unter 3.
Ich weiß, das alles klingt wirklich seltsam behämmert. So dumm kann man kaum sein.
Aber rein faktisch ist die Dummheit an der Börse insbesondere bei der BVB Aktie überhaupt nicht mehr zu überbieten gewesen, bei dem was faktisch passiert ist. Es gab einen Bombenanschlag und der Attentäter hatte sich extra vorher mit Put Scheinen eingedeckt. Das ist Fakt. Der Spieler Bartra wurde verletzt und fiel wochenlang aus, die Mannschaft war traumatisiert und verlor ein wichtiges CL Heimspiel, aber direkt nach dem Bombenanschlag, wo also noch gar nicht gespielt wurde, ging der Aktienkurs 0,6% hoch. Die Auswirkung des Bombenanschlags war also fatalerweise völlig verfehlt, weil der Markt eben nicht so reagierte wie erhofft.
Und bei der Leerverkaufsattacke vom 23.9.2022 hatte der Leerverkäufer definitiv verloren, weil unter 3 überhaupt keine stopp loss Order waren.
Es gibt generell kaum stopp loss Order. "Der Aktionär" hat in gefühlt hunderten Artikeln noch und nöcher wiederholt: Stopp loss bei 3,10 beachten. Das wurde kurzzeitig durchbrochen, aber anscheinend hat da keiner stopp loss gesetzt, nichts wesentliches ist da passiert.
Fazit:
Wenn es tatsächlich eine Short Attacke war, könnte sich der Leerverkäufer damit verspekuliert haben. Es wäre nicht das erste Mal.