Guten Tag an alle DAB-Bank-Aktionäre und Forumteilnehmer!
ich habe mal den Quartalsbericht (1.Quartal 2008) der DAB Bank näher unter die Lupe genommen. Ich möchte mit den folgenden Zeilen wieder mal frischen Wind ins Forum bringen und zur Diskussion anregen!
Zunächst eimal:
Das 1.Quartal war für die DAB ein Rekordquartal. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 13,487 Mio., der Konzerngewinn bei 9,285 Mio. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,12 €. Die Erwartungen (die sehr opimitischen Einschätzungen der DAB gehen im Gesamtjahr 2008 von eine Gewinn i.H.v. 0,50 € je Aktie aus) wurden somit zu gut einem Viertel erfüllt.
Interessant ist wie die Gewinnsteigerung von ca. 1 Mio. (zum Vorjahresquartal) zustande gekommt:
Der Provisionsgewinn (Kerngeschäft I) fiel um satte 9,912 Mio. (!!!) von 38,909 Mio. im VJQ auf 28,997 Mio. Schuld ist natürlich die gesunkene Zahl des Transaktionen; hierbei wirkt sich die Finanzkrise und die damit verbundene Zurückhaltung der Kunden aus.
Hingegen entwickelte sich der Zinsgewinn (Kerngeschäft II) sehr erfreulich. Er stieg um 3,561 Mio.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen (2007 Verlust 1,35 Mio.; 2008 Gewinn 1,93 Mio.) stieg um 3,287 Mio. Auffallend ist der "Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträge" der 3,287 Mio. zum Ergebnis beiträgt. Die Verwaltungskosten konnte zum VJQ um 1,550 Mio. gesenkt werden.
Insgesamt ergibt sich ein um 1,27 Mio. gesteigerter Konzerngewinn.
Zum Ausblick nimmt die DAB wie folgt Stellung - Zitat:
"Im ersten Quartal 2008 haben wir trotz des schwierigen Marktumfeldes unsere Jahresziele nicht aus den Augen verloren. SOllte das schwache Marktumfeld sich aber auch im zweiten Halbjahr fortsetzen, so wird es zunehmend schwieriger werden, die Jahresziele zu erreichen."
Ich möchte es nicht hoffen, aber ein solcher Ausblick könnte ein Vorbote für eine evtl. Gewinnwarnung sein.
Wenn sich das Provisionsgeschäft (Kerngeschäft I) nicht deutlich besser entwickelt, dann wird das erwartete Ergebnis nicht zu erreichen sein!
Zudem kommt: "Historisch" gesehen ist das 1.Quartal bei der DAB das beste Quartal (siehe 2005-2007). Sollte sich das nicht ändern führt dies unweigerlich zur Ergebnisverfehlung.
Im Falle einer Gewinnwarnung bleibt nur die Hoffnung das die Aktie darauf genauso wenig reagiert wie sie es bei positiven Ereignissen tut ;-)
Mittelfristig sieht es jedenfalls deutlich besser für die Aktie aus. Selbst wenn das Ergebnis für das Gesamtjahr nicht erreicht werden sollte (0,40 € bis 0,45 €) liegt das KGV nach jetzigem Stand der Aktie bei 13 bis 14. Sollte das Gewinnziel erreicht werden ergibt sich ein KGV von unter 12!
Damit ist die Aktie noch relativ günstig bewertet.
Sollte die DAB den Gewinn für 2008 wieder voll auszahlen ergibt sich eine Dividendenrendite von 6,7 Prozent bis 8,4 Prozent (je nach Gewinn 0,40 € bis 0,50 €).
Zudem könnte die Dividende evtl. wieder steuerfrei ausgezahlt werden. Der Verlustvortrag sank nach der steuerfreien Dividende 2007 um ca. 10 Mio. auf jetzt noch 12 Mio. Da wäre also noch etwas Luft!
Spätestens 2009 dürfte die Dividende dann aber der Abgeltungssteuer unterliegen.
Und zuletzt bleibt immer noch ein mögliche Squeeze Qut durch die UniCredito.
In Bankenkreisen wird spekuliert, dass zwei der drei Vorstände kurz vor dem Ausscheiden stünden. Würde sich dieses Gerücht bewahrheiten, sei als Grund eine von Italien ausgehende Neuordnung des Managements als Vorbereitung für einen Verkauf oder eine Fusion naheliegend.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Falkland
ich habe mal den Quartalsbericht (1.Quartal 2008) der DAB Bank näher unter die Lupe genommen. Ich möchte mit den folgenden Zeilen wieder mal frischen Wind ins Forum bringen und zur Diskussion anregen!
Zunächst eimal:
Das 1.Quartal war für die DAB ein Rekordquartal. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 13,487 Mio., der Konzerngewinn bei 9,285 Mio. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,12 €. Die Erwartungen (die sehr opimitischen Einschätzungen der DAB gehen im Gesamtjahr 2008 von eine Gewinn i.H.v. 0,50 € je Aktie aus) wurden somit zu gut einem Viertel erfüllt.
Interessant ist wie die Gewinnsteigerung von ca. 1 Mio. (zum Vorjahresquartal) zustande gekommt:
Der Provisionsgewinn (Kerngeschäft I) fiel um satte 9,912 Mio. (!!!) von 38,909 Mio. im VJQ auf 28,997 Mio. Schuld ist natürlich die gesunkene Zahl des Transaktionen; hierbei wirkt sich die Finanzkrise und die damit verbundene Zurückhaltung der Kunden aus.
Hingegen entwickelte sich der Zinsgewinn (Kerngeschäft II) sehr erfreulich. Er stieg um 3,561 Mio.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen (2007 Verlust 1,35 Mio.; 2008 Gewinn 1,93 Mio.) stieg um 3,287 Mio. Auffallend ist der "Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträge" der 3,287 Mio. zum Ergebnis beiträgt. Die Verwaltungskosten konnte zum VJQ um 1,550 Mio. gesenkt werden.
Insgesamt ergibt sich ein um 1,27 Mio. gesteigerter Konzerngewinn.
Zum Ausblick nimmt die DAB wie folgt Stellung - Zitat:
"Im ersten Quartal 2008 haben wir trotz des schwierigen Marktumfeldes unsere Jahresziele nicht aus den Augen verloren. SOllte das schwache Marktumfeld sich aber auch im zweiten Halbjahr fortsetzen, so wird es zunehmend schwieriger werden, die Jahresziele zu erreichen."
Ich möchte es nicht hoffen, aber ein solcher Ausblick könnte ein Vorbote für eine evtl. Gewinnwarnung sein.
Wenn sich das Provisionsgeschäft (Kerngeschäft I) nicht deutlich besser entwickelt, dann wird das erwartete Ergebnis nicht zu erreichen sein!
Zudem kommt: "Historisch" gesehen ist das 1.Quartal bei der DAB das beste Quartal (siehe 2005-2007). Sollte sich das nicht ändern führt dies unweigerlich zur Ergebnisverfehlung.
Im Falle einer Gewinnwarnung bleibt nur die Hoffnung das die Aktie darauf genauso wenig reagiert wie sie es bei positiven Ereignissen tut ;-)
Mittelfristig sieht es jedenfalls deutlich besser für die Aktie aus. Selbst wenn das Ergebnis für das Gesamtjahr nicht erreicht werden sollte (0,40 € bis 0,45 €) liegt das KGV nach jetzigem Stand der Aktie bei 13 bis 14. Sollte das Gewinnziel erreicht werden ergibt sich ein KGV von unter 12!
Damit ist die Aktie noch relativ günstig bewertet.
Sollte die DAB den Gewinn für 2008 wieder voll auszahlen ergibt sich eine Dividendenrendite von 6,7 Prozent bis 8,4 Prozent (je nach Gewinn 0,40 € bis 0,50 €).
Zudem könnte die Dividende evtl. wieder steuerfrei ausgezahlt werden. Der Verlustvortrag sank nach der steuerfreien Dividende 2007 um ca. 10 Mio. auf jetzt noch 12 Mio. Da wäre also noch etwas Luft!
Spätestens 2009 dürfte die Dividende dann aber der Abgeltungssteuer unterliegen.
Und zuletzt bleibt immer noch ein mögliche Squeeze Qut durch die UniCredito.
In Bankenkreisen wird spekuliert, dass zwei der drei Vorstände kurz vor dem Ausscheiden stünden. Würde sich dieses Gerücht bewahrheiten, sei als Grund eine von Italien ausgehende Neuordnung des Managements als Vorbereitung für einen Verkauf oder eine Fusion naheliegend.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Falkland