Kurz vor der Zinsentscheidung: Warum Anleger den Euro jetzt mit Bedacht beobachten sollten

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Mehrere Stapel Euro-Münzen.
- pixabay.com

FRANKFURT - Der Kurs des Euro hat am Dienstag zum US-Dollar erneut etwas zugelegt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1660 Dollar (Dollarkurs) gehandelt; dies war etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1630 (Montag: 1,1640) Dollar fest; der Dollar kostete damit 0,8598 (0,8591) Euro.

Ruhige Ausschläge am Devisenmarkt

Die Kursausschläge hielten sich am Devisenmarkt in engen Grenzen. Der Euro profitierte von der anhaltenden Schwäche des Dollar. An den Finanzmärkten wird fest damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed am Mittwoch erneut die Leitzinsen senken wird. Bis zum Jahresende wird darüber hinaus eine weitere Lockerung der Geldpolitik in den USA erwartet, was den Dollar tendenziell belastet. Bei der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag wird hingegen nicht mit einer Änderung bei den Leitzinsen gerechnet.

Am Vorabend der Fed-Entscheidung

Bis zur Veröffentlichung der US-Zinsentscheidung wird am Devisenmarkt nicht mit größeren Kursbewegungen gerechnet. "Im Vorfeld der morgigen Fed-Entscheidung werden die wenigen anstehenden Konjunkturdaten kaum mehr für größere Bewegungen bei den Zinserwartungen sorgen", heißt es in einem Marktkommentar der Landesbank Hessen-Thüringen. Das in den USA im Oktober etwas besser als erwartet ausgefallene Verbrauchervertrauen bewegte den Devisenmarkt nicht.

Werte aus dem Artikel:

EZB-Referenzkurse und weitere Werte

Ausblick

Marktteilnehmer rechnen mit einer Zinssenkung der Fed am Mittwoch und mit einer weiteren Lockerung der US-Geldpolitik bis zum Jahresende, was tendenziell Druck auf den Dollar ausübt. Für die EZB wird bei der Sitzung am Donnerstag keine Änderung der Leitzinsen erwartet. Vor der US-Zinsentscheidung bleiben deutliche Bewegungen am Devisenmarkt nach Einschätzung der Marktteilnehmer eher aus.

Fazit für Anleger

Die Nachricht spricht für eine vorsichtige, konservative Vorgehensweise: Kurzfristig sollten Anleger größere Währungsspekulationen vermeiden und die Marktreaktionen rund um die Fed-Entscheidung abwarten. Wer bereits in dollar- oder euroexponierte Positionen investiert ist, kann eine Absicherung prüfen und auf Diversifikation achten, um mögliche Schwankungen zu begrenzen. Langfristig bleibt ein disziplinierter Anlageansatz sinnvoll, statt impulsiv auf vorübergehende Kursbewegungen zu reagieren.

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