FRANKFURT (dpa-AFX) - Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie und befragt nun die Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 21. September können sich Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage beteiligen: https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro. Wahrscheinlich Ende 2026 wird der EZB-Rat einen Vorschlag auswählen. Bis die Menschen die neuen Banknoten in Händen halten, wird dann noch einige Zeit vergehen.
Für dich zusammengefasst:
Europäer können an einer Umfrage zu Euro-Banknoten teilnehmen.
Die EZB hat zwei Themen für die neuen Banknoten festgelegt.
Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben.
Euro-Banknoten seien mehr als ein Zahlungsmittel, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Vorstellung der von Grafikdesignern gestalteten Vorschläge. Es sei der Notenbank wichtig, die Stimme des Volkes dazu zu hören: "Die Banknoten gehören Ihnen." Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union.
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel appelliert: "Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung einzubringen und die Zukunft des Euro mitzugestalten." Je mehr Menschen abstimmten, "desto besser spiegeln die Euro-Banknoten künftig die Vielfalt und die Werte Europas wider".
Berühmte Persönlichkeiten oder Flüsse und Vögel
In einer Vorauswahl für die Motive der neuen Banknoten hatte die EZB bereits Anfang vergangenen Jahres zwei Themen festgelegt. Für jedes liegen nun jeweils fünf Umsetzungsvorschläge vor:
* "Europäische Kultur": Auf der Vorderseite der Scheine sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo Da Vinci (Vinci Aktie) verewigt. Die Rückseiten zeigen etwa Darstellungen von Straßenkünstlern oder einem Sängerfest.
* "Flüsse und Vögel": Fokus ist in diesem Fall die
"Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas". Unter anderem Eisvogel und Weißstorch kommen zu Ehren. Auf der Rückseite der Scheine werden europäische Institutionen abgebildet, zum Beispiel das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB.
Neue Sicherheitsmerkmale in Arbeit
Die EZB hatte Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestoßen. Notenbanken entwickeln regelmäßig neue Banknotenserien, um Kriminellen das Handwerk zu erschweren. "Mit verbesserten und innovativen Sicherheitsmerkmalen wollen wir den Fälschern immer einen Schritt voraus sein", sagt Bundesbank-Präsident Nagel.
Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Ziel ist, dass die Scheine länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein.
Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Die Motive auf den aktuellen Euro-Banknoten sind - anders als bei den früheren nationalen Währungen wie der D-Mark - eher nüchtern: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt./ben/DP/jha
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