Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1636 (Dienstag: 1,1630) Dollar (Dollarkurs) fest. Der Dollar kostete damit 0,8594 (0,8598) Euro.
Bis zur Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der Fed um 19 Uhr werden keine stärkeren Kursbewegungen erwartet. Experten erwarten, dass die Fed die Leitzinsen erneut um 0,25 Prozentpunkte auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent senken wird.
Im Fokus der Anleger dürfte vor allem die Stellungnahme der Fed zur Zinsentscheidung und Aussagen von Notenbankpräsident Jerome Powell auf der Pressekonferenz stehen. "Interessant wird sein, inwiefern die Kommunikation der Fed signalisiert, dass eine Zinssenkung im Dezember zu erwarten ist", heißt es in einer Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
Die Fed hatte im September erstmals in diesem Jahr die Leitzinsen gesenkt. Angesichts der teilweisen Schließung von Regierungsbehörden werden derzeit kaum Konjunkturdaten veröffentlicht. Der "Shutdown" lasse "die Fed datenseitig zu einem Großteil im Blindflug agieren", schreibt die Helaba.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Commerzbank-Expertin Antje Praefcke erwartet auch nach der Entscheidung keine großen Ausschläge am Devisenmarkt: Schließlich habe der Markt eine Zinssenkung um 0,25 Punkte seitens der Fed "vollständig eingepreist". Dies gelte auch für die Sitzung im Dezember. Der Arbeitsmarkt trübe sich schon seit einigen Monaten ein. "Mit der heutigen Zinssenkung reagiert die Fed also lediglich auf zunehmende Risiken am Arbeitsmarkt."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf:
Die Feinunze Gold (Goldkurs) (etwa 31,1 Gramm) legte deutlich zu und kostete zuletzt 4.009 Dollar. Das waren etwa 57 Dollar mehr als am Vortag.
Da der Markt eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte offenbar bereits eingepreist hat und vor der Bekanntgabe nur geringe Kursbewegungen erwartet werden, ist ein konservatives Vorgehen ratsam. Kurzfristig empfiehlt es sich, auf die Aussagekraft der Fed-Kommunikation und auf Jerome Powells Pressekonferenz zu achten, bevor größere Devisenpositionen aufgebaut oder aufgelöst werden.
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