Devisen: Eurokurs legt zum US-Dollar etwas zu

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag etwas zugelegt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1740 US-Dollar gehandelt. Sie lag damit etwas höher als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1749 (Freitag: 1,1712) US-Dollar fest. Der Dollar (Dollarkurs) kostete damit 0,8511 (0,8538) Euro.

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Hinweis

Die Unsicherheit mit Blick auf den Iran-Krieg bleibt hoch. Diplomatische Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sagte eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Straße von Hormus bleibt damit fast vollständig geschlossen.

In der Woche stehen eine Reihe von Notenbankentscheidungen an, die durch die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs beeinflusst werden dürften. Den Reigen eröffnet die Bank of Japan am Dienstag. Am Mittwoch folgen die Notenbanken aus den USA (Fed) und Kanada. Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England anberaumt.

Bei der Fed zeichne sich eine unveränderte Zinspolitik ab, schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Mehrheit der Notenbanker, einschließlich Präsident Jerome Powell, wolle wegen des Inflationsanstiegs im Zuge des Iran-Krieges vorerst auf Zinssenkungen verzichten. Auch marktseitig werde ein Schritt nahezu ausgeschlossen, was auch damit zu begründen sei, dass die Konjunktur in den USA einen widerstandsfähigen Eindruck hinterlasse.

Etwas anders ist die Situation der Helaba zufolge bei der EZB, die wegen der Verfehlung des Inflationsziels zunehmend unter Druck gerate. Handlungsbereitschaft werde zwar signalisiert, viele Notenbank-Vertreter wollten aber nicht voreilig sein und zunächst weitere Daten abwarten.

Werte aus dem Artikel:

Konjunkturindikatoren aus Deutschland wirkten sich kaum auf den Euro aus. Angesichts des Krieges im Iran und seiner Folgen auch für die Geldbeutel der Menschen sinkt die Kauflust hierzulande immer weiter. Das Konsumklima ist der neuesten Studie der Institute NIM und GfK zufolge zuletzt erneut abgesackt. Die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichen den niedrigsten Wert seit Februar 2023.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86580 (0,86803) britische Pfund, 187,06 (186,71) japanische Yen und 0,9210 (0,9199) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.691 Dollar. Das waren rund 16 Dollar weniger als am Freitag./jsl/he


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