Devisen: Euro gerät unter Druck - 'Fed stellt Preisstabilität an erste Stelle'

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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat nach den geldpolitischen Aussagen der US-Notenbank Fed seine Tagesverluste deutlich ausgeweitet. Die Gemeinschaftswährung wurde am Mittwoch im US-Handel zuletzt bei 1,1510 Dollar (Dollarkurs) gehandelt und damit gut einen Cent tiefer als im asiatischen Geschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1591 (Dienstag: 1,1594) Dollar festgesetzt.

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Wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs rührte die Fed ein weiteres Mal den Leitzins nicht an. Der Zentralbankrat stimmte geschlossen für eine erneute Zinspause. Damit bleibt die Spanne zum vierten Mal in diesem Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent.

Unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh gab es damit nicht die von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkung, was den Dollar entsprechend stützte. Zudem rechnet die Fed für das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bislang.

Mit dem neuen Notenbank-Präsidenten habe sich auch der Wortlaut des Statements verändert, schrieb Thomas Altmann, Leiter des Portfoliomanagements von QC Partners. Die Fed des Kevin Warsh stelle die Preisstabilität ganz klar an die erste Stelle. Im letzten Statement war Altmann zufolge noch von einem Streben nach Preisstabilität die Rede. Jetzt heiße es, dass die Fed Preisstabilität liefern wird. "In der Sprache der Notenbanker, in der jedes einzelne Wort zählt, ist diese Veränderung ein Quantensprung", sagte Altmann. Auf sinkende Zinsen müssten Anleger wohl bis zum Jahr 2028 warten./la/men

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