Bereits in der Vergangenheit hat sich der Cardano-Gründer mehrfach kritisch zu Ethereum geäußert. Die beiden Kryptowährungen verfolgen einen unterschiedlichen Ansatz bei der Architektur von Smart Contracts. Während Ethereum mit einem klassischen Account-Modell arbeitet, setzt Cardano mit eUTXO auf ein erweitertes UTXO-Modell.
It's not like I've been literally working on this topic for over 10 years of my life and launched a cryptocurrency that was number three on coinmarketcap with millions of users to deploy it. It's literally a crime in the Ethereum inner circles to mention Cardano. EUTXO is the… https://t.co/3F3l6cg0JE
Die nun vorgebrachte Idee von Wahrstätter sieht vor, künftig UTXO-ähnliche Transaktionen auf der Ethereum-Chain möglich zu machen. Der Ansatz soll vor allem bei einfachen Zahlungen helfen, das sogenannte State-Growth-Problem zu lösen. Aktuell vergrößern selbst kleine Transaktionen den Ether-State, der von Nodes dauerhaft gespeichert und überprüft werden muss. Mit dem UTXO-Ansatz ließen sich solche Zahlungsvorgänge weniger datenintensiv darstellen und die Belastung für die Netzwerkstruktur reduzieren.
Hoskinson sieht in Wahrstätters Vorschlag eine Bestätigung für Cardanos technischen Ansatz. Bereits seit Jahren setzen sie mit eUTXO auf ein erweitertes UTXO-Modell, das ursprünglich an Bitcoins Transaktionslogik anknüpfte, aber für Smart Contracts weiterentwickelt wurde. Die Überlegungen im Ethereum Umfeld zu UTXOs bedienen sich damit an einer zentralen Infrastruktur des Cardano Systems. Eine direkte Kopie ist dies jedoch nicht. Das derzeitige Account-Modell bliebe bei Ethereum für Smart Contracts bestehen und würde zu einem hybriden Modell mit UTXO-Elementen für bestimmte Zahlungsvorgänge.
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