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WOCHENAUSBLICK: Dax dürfte sich mit Stabilisierung weiter schwertun

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem kräftigen Kursrutsch der vergangenen Tage könnte der deutsche Aktienmarkt auch in der neuen Woche unter Druck bleiben. "Der Dax scheint erst dann zu einer Bodenbildung fähig zu sein, wenn sich die aktuell erhitzten Gemüter wieder beruhigt haben", schrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Dieser Zeitpunkt scheine noch nicht erreicht zu sein. Selbst gute Nachrichten hätten zuletzt nicht mehr für steigende Kurse gereicht, zum Beispiel starke Quartalszahlen von Nvidia .

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Das Vorzeigeunternehmen rund um Künstliche Intelligenz konnte die Sorgen der Anleger vor zu hohen Bewertungen im Technologiesektor nicht zerstreuen. "Der KI-Hype wirkt plötzlich so verletzlich wie noch nie zuvor", sagte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Die Diskussionen dürften daher in der neuen Woche weitergehen. Der Dax müsse nun den Kampf um die 23.000-Punkte-Marke führen. "Rutscht der deutsche Leitindex nachhaltig darunter, steht die Tür nach unten sperrangelweit offen", so Molnar.

Von seinem Rekordhoch bei 24.771 Punkten Anfang Oktober hat sich der Dax mittlerweile deutlich entfernt. Die kurzzeitig noch einmal aufgekeimte Hoffnung auf eine Jahresendrally dürfte endgültig dahin sein. Statt auf diese Rally zu warten, scheinen viele Anleger aus Sorge vor Negativnachrichten ihre Gewinne zu sichern, hieß es von Experten der LBBW. Auch aus saisonalen Gründen kämen aktuell kaum neue Käufer in den Markt, ergänzte Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners: "Richtung Jahresende wollen viele keine neuen Positionen mehr eingehen."

Das dürfte auch mit geldpolitischem Gegenwind zusammenhängen. Der jüngste Arbeitsmarktbericht aus den USA hatte die ohnehin schwindende Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung im Dezember gedämpft. Nach dem Teilstillstand der Regierungsgeschäfte werden wichtige Konjunkturdaten erst mit Verzögerung nachgeholt, was der Fed eine Entscheidungsfindung erschweren dürfte.

Besonderer Fokus liegt also auf Einzelhandelsumsätzen und Erzeugerpreisdaten, die beide am Dienstag auf der Agenda stehen. Da diese eigentlich interessanten Indikatoren aber nur Septemberzahlen sein werden, sei ihre Relevanz Ende November eingeschränkt, gab Patrick Franke von Helaba zu Bedenken. Der Datenstrom fließe zwar langsam wieder, sei aber noch ein Rinnsal. Bis zur Normalisierung werde es noch eine Weile dauern.

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Hierzulande steht mit dem Ifo-Geschäftsklimaindex direkt zu Wochenbeginn ein Daten-Höhepunkt an. Martin Roth von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) erwartet den Ifo-Index leicht höher auf einem Jahreshoch, das im längerfristigen Vergleich allerdings immer noch niedrig sei. "Aufschwung sieht anders aus", schrieb Roth. Am Freitag stehen dann Inflations- und Arbeitsmarktdaten an. Bereits am Donnerstag wird außerdem das GfK-Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Die Berichtssaison der Unternehmen liegt in den letzten Zügen. Aus der Dax-Familie legt lediglich der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown am Mittwoch Quartalszahlen vor. Jahreszahlen des britischen Billigfliegers Easyjet könnten am Dienstag auch für andere Fluggesellschaften interessant werden. Am selben Tag blickt die Autobranche zudem auf Daten zu den Pkw-Neuzulassungen im Oktober in Europa.

Gegen Ende der Woche sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt schließlich weitgehend auf sich allein gestellt. Wegen des Erntedankfests bleiben die US-Börsen am Donnerstag geschlossen, am Freitag wird nur verkürzt gehandelt. Das sorgt oft auch schon an den Tagen zuvor für einen reduzierten Handel und entsprechend ausgedünnte Märkte./niw/bek/he/men

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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