- Dax-Entwicklung ist in der neuen Woche ungewiss.
- Iran sperrte die Straße von Hormus erneut.
- Am Dienstag informiert Beiersdorf über Umsatzentwicklung.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Dax
Später sperrte der Iran die Straße allerdings erneut. Teheran begründet das mit der US-Blockade von iranischen Häfen und Schiffen, die aus diesen auslaufen oder diese ansteuern wollen. US-Präsident Donald Trump warf dem Iran seinerseits einen eklatanten Verstoß gegen die Vereinbarung über die Waffenruhe vor.
Widersprüchliche Meldungen gab es auch zu einem möglichen zweiten Verhandlungsgespräch zwischen den USA und Teheran. Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch hatte Trump seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen angekündigt. Seine Vertreter seien am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social ohne Angaben zur Zeitzone zu machen. Der halb-offiziellen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge wird der Iran allerdings an den Verhandlungen solange nicht teilnehmen, wie die Seeblockade der USA anhält.
Am Sonntag deutete der von IG erhobene Dax-Indikator auf Verluste hin. Diese bewegten sich allerdings im Vergleich zu den zuletzt üblichen deutlichen Schwankungen in einem überschaubaren Rahmen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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"Auch an den übrigen Börsenplätzen stehen die Ampeln wieder auf Grün, nachdem Donald Trump Hoffnungen auf eine Einigung mit dem Iran geweckt hat", hatte Aktienstratege Frank Klumpp von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) noch am Freitag geschrieben. Besonders beeindruckend sei die Kursrally in den USA mit Rekorden für den marktbreiten S&P 500
Der japanische Nikkei-225
Derweil "stecken in den aktuellen Kursen schon viele Vorschusslorbeeren", warnt Klumpp vor zu hohen Erwartungen. Denn die Belastungen aus dem Iran-Krieg seien noch schwierig zu beziffern, und an den Ölmärkten bleibe die Lage angespannt.
Die Experten der Landesbank Helaba erinnerten daran, dass die Aktienkurse zu Kriegsbeginn Ende Februar zwar sichtbar nachgegeben hätten, aber nicht so deutlich wie bei früheren Krisen. "Panik war in den klassischen Angstindikatoren wie der impliziten Aktienvolatilität zu keinem Zeitpunkt festzustellen", betonen sie. Und offenbar hätten die jüngsten Entspannungssignale vielen Anlegern gereicht, um auf dem etwas niedrigeren Bewertungsniveau wieder einzusteigen.
Da ein optimistisches Nahost-Szenario schon eingepreist scheine, "baut sich für die kommenden Wochen ein gewisses Enttäuschungspotenzial auf", hieß es im Helaba-Wochenausblick vom Freitag weiter. Denn seit Beginn des Kriegs habe es nach Hoffnungsschimmer immer wieder Enttäuschungen gegeben, sodass es "bis zu einer dauerhaften Friedenslösung ein steiniger Weg werden dürfte".
In die gleiche Kerbe hieb Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater. Er macht zwar Fortschritte bei den Gesprächen aus, insbesondere zwischen dem US-Kriegspartner Israel und dem Libanon, von dem aus die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz operiert. "Aber über Ankündigungen und Kommentierungen des US-Präsidenten hinaus liegen noch keine konkreten Ergebnisse vor", gibt er zu bedenken.
Laut Marktanalyst Timo Emden zeigt sich der deutsche Aktienmarkt weiterhin "erstaunlich robust" gegenüber dem anhaltenden Nahost-Konflikt. Die Investoren setzten darauf, dass die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zumindest vorerst halte und "mittelfristig in ein tragfähiges Friedensabkommen münden könnte". Das stütze "die Risikobereitschaft vieler Investoren, die geopolitische Risiken derzeit eher ausblenden als neu einpreisen".
Neben diesen Unsicherheiten begrenzt Helaba zufolge auch die hohe Bewertung vieler Aktienindizes das weitere Potenzial. Vor diesem Hintergrund rücke die anlaufende Quartalsberichtssaison wieder stärker in den Fokus der Anleger.
Zu Beginn der neuen Woche ist die deutsche Unternehmensagenda noch weitgehend leer. Am Dienstag informiert der Konsumgüterkonzern Beiersdorf
Am Donnerstag folgen der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius
Potenziell marktbewegende Konjunkturdaten dürften laut Dekabank-Volkswirt Kater weiterhin im Schatten der Entwicklungen im Nahen Osten stehen. Stimmungsindikatoren aus Deutschland sollten "Aufschluss darüber geben, ob die Unternehmen die Lage ähnlich optimistisch sehen wie die Teilnehmer an den Finanzmärkten". Am Dienstag stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen an, am Donnerstag Einkaufsmanagerdaten von S&P Global und am Freitag das Ifo-Geschäftsklima./gl/ajx/he
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX und Stefan Heider, dpa-AFX ---
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