Aktien Frankfurt: Leichte Verluste - Dax-Erholung hängt fest

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch anfängliche Gewinne eingebüßt und ist ins Minus gedreht. Der deutsche Leitindex verlor bis zum Mittag 0,5 Prozent auf 25.460 Punkte. Etwas auf die Stimmung drückte, dass die Ölpreise ihre Verluste aus dem frühen Handel teilweise wieder wettgemacht hatten.

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Hinweis

Tags zuvor bereits hatte sich die Dax-Erholung exakt an seiner 50-Tage-Durchschnittslinie festgelaufen, die den mittelfristigen Trend beschreibt. Letztlich hatte das Börsenbarometer kaum verändert geschlossen. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab zur Wochenmitte um 0,4 Prozent auf 31.400 Punkte nach.

Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, bleibt skeptisch: "Auf dem Parkett werden zwei entgegengesetzte Entwicklungen diskutiert: ein neuer Anlauf, den Irankonflikt doch noch diplomatisch zu lösen, und die politische Unsicherheit, die aus den jüngsten Wahlen in Deutschland entstanden ist." Als Resultat bleibe unter dem Strich nur eine Pattsituation zwischen Käufern und Verkäufern.

Die politische Unsicherheit in Deutschland lässt dem Experten zufolge internationale Anleger derzeit einen großen Bogen um deutsche Aktien machen. Man fordere Gewissheit, dass die politische Stabilität auf Bundesebene gewahrt bleiben kann, nachdem die regierenden Parteien auf Landesebene herbe Wahlniederlagen erlitten hatten.

Die Anleger blicken auch auf den Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in den USA. Mikko Huotari, Direktor des China-Instituts Merics, dämpfte derweil die Erwartungen an den Gipfel. "Xi braucht in Washington keinen Durchbruch. Er braucht mehr Zeit - und dasselbe gilt für Washington", sagte Huotari. Im Mittelpunkt dürfte deshalb stehen, eine neue Eskalation zu vermeiden. Besonders dringend ist das beim Handel.

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 25.296 +0,06%
MDAX (Performance) 30.486,21 +0,45%

Die USA und China liefern sich beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) einen Wettlauf um die leistungsfähigsten Modelle, Computerchips und Rechenzentren. Washington versucht zu verhindern, dass China Zugang zu den modernsten KI-Chips und der Technik zu ihrer Herstellung erhält.

Unter den Einzelwerten hierzulande stand unter anderem Siltronic (Siltronic Aktie) im Blick. Wacker Chemie hatte seinen Anteil an dem Hersteller von Halbleiter-Wafern weiter reduziert. Die Papiere von Siltronic fielen am MDax-Ende um drei Prozent. Demgegenüber zogen die Anteilsscheine von Wacker Chemie an der Index-Spitze um zwei Prozent an.

Als klares Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax sackten die Aktien von KWS Saat um mehr als neun Prozent ab. Umsatz und operatives Ergebnis blieben im Geschäftsjahr 2025/26 hinter den Analystenschätzungen zurück. Auch der Ausblick des Saatgutherstellers dürfte Anlegern kaum für eine bessere Stimmung reichen, vor allem nach dem zuletzt guten Lauf der Anteilsscheine, erklärte ein Händler.

Zudem bewegten Analystenkommentare die Kurse. So verloren im Dax die Papiere der Gea Group (GEA Group Aktie) fast ein Prozent, nachdem sich Bernstein Research teils verhalten zu den Aktien des Anlagenbauers für die Milch- und Lebensmittelindustrie geäußert hatte. Nach der jüngsten Ankündigung eines Aktienrückkaufs sowie der Anhebung der Ziele für 2026 gebe es vorerst keine Treiber mehr, schrieb Experte Benjamin Thielmann.

Zu Krones hieß es von Bernstein-Analyst Benjamin Thielmann, dass die Aussichten für das Umsatz- und Auftragswachstum des Abfüllanlagen-Herstellers für 2027 verhalten ausfallen dürften. Und: Das Umsatzziel für das Jahr 2028 wackle. Die Anteilsscheine von Krones fielen um knapp drei Prozent./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---


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