FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Krieges verlockt am Montag die Anleger zu Aktienkäufen. Der Schwung ließ aber etwas nach und so konnte der Dax nicht dauerhaft über die Marke von 25.000 Punkten zurückkehren. Zur Mittagszeit stand der Leitindex noch mit 1,1 Prozent im Plus bei 24.906 Punkten. Zu seinem Rekordhoch von 25.507 Punkten blieb er auf Abstand.
Für dich zusammengefasst:
Dax konnte nicht über 25.000 Punkte zurückkehren.
MDax stieg am Montag um 2,1 Prozent auf 32.743 Punkte.
Tui und Lufthansa reagierten mit starken Kursgewinnen.
Für den MDax ging es am Montag etwas schwungvoller um 2,1 Prozent hoch auf 32.743 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ist den deutschen Indizes mit einem erneuten Rekordstand einen Schritt voraus. In Asien waren die Börsen zuvor auch gestiegen und in New York zeichnet sich ebenfalls eine höhere Eröffnung ab.
Nach wochenlangem Hin und Her konnten sich die Kriegsparteien auf eine Absichtserklärung einigen, die eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsieht. Das bestätigten neben der US-Regierung und dem Iran auch der Vermittler Pakistan. Die Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atomprogramm zum Thema haben.
Die Anleger nehmen die Absichten gerne zur Kenntnis, da nachgebende Ölpreise Konjunktur- und Inflationssorgen dämpfen. Gut für die Stimmung war auch der Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX , der den Anlegern am Freitag im New Yorker Handel deutliche Kursgewinne eingebracht hatte.
"Trotz dieser zweifelsohne guten Nachrichten bleiben einige Unwägbarkeiten und offene Fragen", kommentierte am Morgen der Finanzanalyst Yannik Mosbach vom Bankhaus Metzler die Lage. "Die Verhandlungen über die Atomfrage dürften heikel werden und ein Kompromiss wahrscheinlich schwer zu finden sein", warnt auch Michael Nizard von Edmond de Rothschild Asset Management. In den Augen der Anleger sei aber zunächst die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Öllieferungen das wichtigste Thema.
Im Frankfurter Aktienhandel standen die Gewinne bei Einzelwerten am Montag auf einer breiten Basis. Relativ deutlich reagierten Werte aus den Tourismus- und Luftfahrtbranchen auf die Neuigkeiten: Titel von Tui , Lufthansa oder Airbus schnellten im Größenbereich von 5,4 bis 6,6 Prozent hoch.
Im europäischen Technologiesektor blieb die Stimmung marktgerecht gut. Allerdings scherte hier der Infineon (Infineon Aktie) -Kurs mit einem kleinen Abschlag etwas aus. Ein Börsianer verwies auf eine Gerichtsentscheidung in China, bei den es laut einem Medienbericht um verletzte Patentrechte des chinesischen Unternehmens Innoscience bei bestimmten Leistungshalbleitern geht.
Dagegen sorgte der mögliche Frieden im Iran bei Öl- und Energiewerten für einen Dämpfer, wie das Minus von 1,8 Prozent bei dem Dax-Mitglied RWE zeigte. Als Hersteller von Ölalternativen waren die Titel des Biospirt-Herstellers Verbio in den vergangenen Monaten ein Profiteur des Iran-Kriegs gewesen. Sie setzten nun ihren jüngsten Abwärtstrend mit einem Abschlag von 2,5 Prozent fort.
Auch das Interesse an Rüstungswerten wie Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) wurde von den nachlassenden geopolitischen Sorgen gebremst. Die Rheinmetall -Aktien sanken zuletzt um 2,6 Prozent. Nach einem Medienbericht sorgt sich der Dax-Konzern nach dem Aus für ein deutsch-französisches Kampfflugzeug nun auch um das gemeinsames Panzerprojekt MGCS.
Im MDax gehörte DWS neben den Rüstungswerten Renk und Hensoldt mit einem Abschlag von einem Prozent zu den wenigen, schwächeren Werten. Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs reagierte am Montag mit einer Verkaufsempfehlung auf die jüngste Kurserholung und erste Schwächesignale bei den Triebfedern des Fondsanbieters./tih/jha/
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11ML5
, DE000NB52R34
, DE000NB59L82
, DE000NB43QQ8
, DE000NB2RWP3
, DE000NB4YXV1
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.