Trump intensiviert Fed-Machtkampf – wird Bitcoin der Gewinner des Duells?
Mit der Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook setzt Trump weiter auf Eskalation. Wie Bitcoin von seinem Machtkampf mit der Fed profitieren könnte.
Der sich weiter zuspitzende Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und der Federal Reserve sorgt für Nervosität an den Weltfinanzmärkten. Während die Unabhängigkeit der US-Notenbank infrage gestellt wird, rückt Bitcoin als Alternative in den Vordergrund.
Bereits am gestrigen Dienstag hatte Trump eine Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook wegen angeblichen Hypothekenbetrugs unterzeichnet. Die unter Biden ernannte Notenbankerin wies die Vorwürfe zurück und will sich vor Gericht verteidigen.
Eric Johnston von Cantor Fitzgerald erklärt nun in einem CNBC-Interview, dass Bitcoin und andere Risiko-Assets von der Einflussnahme des US-Präsidenten profitieren könnten.
Dabei beruft er sich vor allem auf “günstigere Kredite, eine erhöhte Geldmenge, institutionelle Akzeptanz und legislative Unterstützung” als bullishe Vorzeichen für die Krypto-Leitwährung: “All dies dürfte sich weiterhin sehr positiv auf Bitcoin auswirken, und wir gehen davon aus, dass sich die derzeitige Rally fortsetzen wird.”
Im Moment des Schreibens handelt Bitcoin bei 111.900 US-Dollar, ein Kurszuwachs von 2,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Dennoch stiehlt Ethereum dem großen Herausforderer derzeit die Show, was nicht zuletzt den ETH-Treasury-Firmen zu verdanken ist. Mehr dazu im BTC-ECHO Marktupdate.
Laut Johnston sei Bitcoin prädestiniert dafür, von einem Anstieg der Liquidität und damit einhergehend der Risikobereitschaft der Anleger zu profitieren. Fed-Chef Jerome Powell hatte in der vergangenen Woche erste Zinssenkungen im September in Aussicht gestellt.
Trump bekundete in der Vergangenheit mehrfach seinen Unmut über den hawkishen Kurs der US-Notenbank. Der Leitzins liegt seit Dezember in der Zinsspanne von 4,25 bis 4,50 Prozent, weil Powell offenbar einen neuerlichen Anstieg der Inflationsrate befürchtet.
Strike-CEO und Bitcoin-Maximalist Jack Mallers kritisierte eine mögliche Lockerung der Geldpolitik. In einem X-Post erklärt er: “Willkommen beim US-amerikanischen Kapitalismus mit chinesischen und argentinischen Merkmalen. Wer Schwellenländer-Spiele spielt, gewinnt auch Schwellenländer-Preise. Wir haben einen Open-Source-Ausstieg entwickelt: Bitcoin.”
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