"Hört auf, Bitcoin zu kaufen": Kommt diese MicroStrategy-Warnung zu spät?

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Bitcoin ist eine digitale Kryptowährung, die auf einer dezentralen Blockchain-Technologie basiert und sichere, anonyme und direkte Transaktionen zwischen Benutzern ermöglicht.
- ©unsplash.com

Die Ereignisse überschlagen sich, seit Strategy (ehemals: MicroStrategy) als führende Bitcoin-Treasury-Firma vor wenigen Wochen erstmals 32 BTC veräußerte. Jahrelang hatte Michael Saylor behauptet, ausschließlich Bitcoin kaufen zu wollen – “Buy and Hold forever. Warum auch das perfekte Asset gegen etwas Schlechteres eintauschen? Umso mehr erschütterte der BTC-Verkauf die Anhängerschaft des Permabullen.

Dass der 61-jährige US-Unternehmer dann von seinen früheren Aussagen plötzlich nichts mehr wissen wollte, trug ebenfalls wenig zur Beruhigung der Gemüter bei. In der Folge befindet sich die MSTR-Aktie im Sinkflug und muss auf Monatssicht einen brutalen Kursrückgang von fast 50 Prozent verkraften.

Doch vor allem die beliebte Vorzugsaktie, die eine aggressive Bitcoin-Akkumulation auch im Bärenmarkt ermöglichen sollte, macht derzeit Negativschlagzeilen. Stretch (STRC) verspricht einkommensorientierten Anlegern eine hohe Dividende von 11,5 Prozent – und einen stabilen Kurs von 100 US-Dollar. Stattdessen notierte STRC derzeit aber bei 76 US-Dollar, weit unter dem angestrebten Wert.

Michael Saylor verkündete unbeeindruckt am Montag die nächste Bitcoin-Akquisition seiner Treasury-Firma, dieses Mal im Umfang von 35 Millionen US-Dollar. Einem neuen CryptoQuant-Report zufolge könnte die Aufrechterhaltung der Bitcoin-Käufe jedoch ein schwerwiegender strategischer Fehler sein.

Lieber mehr Cash als Bitcoin in der Bilanz

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“Der Weg zurück zur 100 US-Dollarmarke ist nicht einfach”, zeigen sich die Analysten skeptisch. Die Dollar-Liquiditätsreserve von Strategy ist seit Anfang 2026 schließlich um 38 Prozent gesunken, wohingegen sich die annualisierten Dividendenverpflichtungen auf 1,2 Milliarden US-Dollar vervierfacht haben. Bedeutet: Die Dividendendeckung durch die Cashreserve ist von über 7 Jahren auf nur noch 14 Monate eingebrochen.

Auch die enormen Bitcoin-Bestände bieten “nur ein begrenztes Sicherheitspolster für Notfälle”, weil Strategy aktuell auf einem nicht-realisierten Verlust in Höhe von 10,6 Milliarden US-Dollar sitzt. Laut dem CryptoQuant-Report würde daher jeder erzwungene Verkauf von BTC zu den aktuellen Kursen “den Unternehmenswert für die Aktionäre zerstören”.

“Die strategische Priorität des Unternehmens sollte darin bestehen, den Kauf von Bitcoin vorübergehend auszusetzen und die Dollarreserve wieder aufzubauen”, heißt deshalb die klare Ansage an Michael Saylor. Das scheint dieser bereits erkannt zu haben, obwohl er offenbar nicht ganz von BTC-Zukäufen ablassen kann. “Strategy hat seine USD-Reserve um 300 Millionen US-Dollar auf 1,4 Milliarden US-Dollar aufgestockt und plant, diese weiter aufzufüllen”, erklärte Saylor. Ein erster Schritt in die richtige Richtung? Die Analysten erachten mittelfristig eine weitere Verdopplung für notwendig: “Der Wiederaufbau der Cashreserve auf etwa 2,8 Milliarden US-Dollar (24 Monate Deckung) ist eine notwendige Voraussetzung für die Erholung von STRC.”

Obwohl sich Strategy mit den Stretch-Dividendenverpflichtungen und der gleichzeitigen Reduktion der liquiden Dollarmittel offenbar verkalkuliert hat, müssen Bitcoin-Anleger vermutlich keine größeren Verkäufe in näherer Zukunft befürchten. “Strategy ist nicht verpflichtet, Bitcoin zu verkaufen, um den Kurs von STRC zu stützen”, hebt der CryptoQuant-Report hervor. Stattdessen könne man die derzeitige Dividendenrendite von 11,5 Prozent erhöhen oder neue MSTR-Aktien ausgeben, um dem Markt zu signalisieren, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Der abschließende Ratschlag für Michael Saylor: “Strategy sollte einen systematischen, fundamental orientierten Ansatz für den Zeitpunkt der Bitcoin-Käufe entwickeln, anstatt direkt zu kaufen, wann immer Kapital verfügbar ist”. Ob sich der Permabulle davon beeindrucken lässt? Auf der BTCPrague verkündete er mit der ihm eigenen Überzeugung: “Bitcoin wird die nächsten 1.000 Jahre überdauern“.


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