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Ex-Mining-Riese Bitfarms will alle Bitcoin verkaufen: Das steckt hinter dem Strategiewechsel

Erst will Bitfarms die restlichen 1.827 Bitcoin abstoßen, dann sollen auch die Mining-Geräte weg. Welche Rolle KI bei der gewagten Strategie spielt.

Der Trend könnte im April 2026 deutlicher nicht sein: Während Bitcoin und der Krypto-Markt stagnieren, erfreut sich der KI-Bereich größerer Popularität als je zuvor. Auch Bitfarms zieht die Reißleine im Bitcoin-Geschäft und stößt bereits aktiv Teile seiner BTC-Bestände ab. Schon 2025 realisierte der Miner rund 28,2 Millionen US-Dollar Gewinne durch Verkäufe, was klar für einen Strategiewechsel spricht. Aktuell hält das Unternehmen noch rund 1.827 BTC im Wert von 124 Millionen US-Dollar, doch diese Reserve dürfte weiter schrumpfen.

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Die fünf größten börsennotierten BTC-Miner I Quelle: companiesmarketcap

Langfristig will sich Bitfarms vollständig von Bitcoin trennen. CEO Ben Gagnon macht keinen Hehl aus den Absichten: “Mit der Zeit werden wir kein Bitcoin mehr haben.” Verkäufe sollen allerdings gezielt in starken Marktphasen erfolgen, während das Mining-Geschäft bis dato noch genutzt wird, um freien Cashflow zu maximieren. Erst nach der BTC-Reserve soll dann schließlich auch die Hardware abgestoßen werden.

KI-Investments ersetzen das Bitcoin Mining

Parallel baut Bitfarms massiv neue Strukturen auf. Statt dem Mining rückt künftig der Bereich KI-Infrastruktur in den Fokus, gestützt auf eine Entwicklungs-Pipeline von 2,2 Gigawatt in Nordamerika. Einnahmen aus diesem neuen KI-Geschäft könnten schon ab 2027 fließen. Nicht zuletzt organisatorisch vollzieht das Unternehmen den Wandel und verabschiedet sich mit der Umfirmierung zu “Keel Infrastructure” sowie dem neuen Ticker KEEL bald endgültig von seiner alten Identität als Bitcoin-Miner.

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Der Umbau bei Bitfarms steht exemplarisch für die ganze Mining-Branche. Laut CoinShares lagen die durchschnittlichen Kosten für einen Bitcoin bei börsennotierten Minern Ende 2025 bei fast 80.000 US-Dollar und damit deutlich über dem Marktpreis. Viele Unternehmen setzen deshalb lieber auf KI-Rechenzentren, zumal dort langfristige Verträge und deutlich höhere Margen winken. Wie es insgesamt um die Bitcoin-Miner steht, lest ihr in diesem Artikel: “MARA und Co. im Überlebenskampf“.

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