BoJ hebt Zinsen an – Bitcoin und Krypto-Markt unter Druck
Der Krypto-Markt steht nach der Zinsentscheidung der Bank of Japan weiter unter Druck. Die Gesamtmarktkapitalisierung fällt auf den tiefsten Stand seit April, während das Sentiment weiter nachgibt.
Die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan hat unmittelbar für Unruhe am Krypto-Markt gesorgt. Die japanische Notenbank hob ihren Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent an. In der Folge gerieten Risikoanlagen unter Abgabedruck, während sich Anleger verstärkt aus gehebelten Positionen zurückzogen.
Bitcoin bewegte sich innerhalb einer Intraday-Spanne zwischen 84.000 und 89.000 US-Dollar und notiert damit rund zehn Prozent unter dem Monatsmaximum von 94.650 US-Dollar. Ethereum zeigte ebenfalls hohe Volatilität und schwankte zwischen 2.700 und 2.900 US-Dollar. Zu Redaktionsschluss legen die Kurse am Markt wieder leicht zu.
Die gesamte Marktkapitalisierung des Krypto-Sektors fiel laut CoinGecko im späten Handel auf rund 2,93 Billionen US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit April. Seit dem Allzeithoch von rund 4,4 Billionen US-Dollar Anfang Oktober entspricht dies einem Rückgang von etwa 33 Prozent. Im Jahresverlauf liegt der Gesamtmarkt nahezu vierzehn Prozent im Minus. Bereits am 9. April war die Marktkapitalisierung zeitweise auf rund 2,5 Billionen US-Dollar gefallen, bevor eine mehrmonatige Erholung einsetzte.
Parallel zur Kursentwicklung verschlechtert sich auch das Markt-Sentiment. Der Crypto Fear & Greed Index rutscht auf 16 Zähler und signalisiert damit weiterhin extreme Angst.
Auch an den Derivatemärkten zeigte sich der Risikoabbau. Innerhalb von 24 Stunden kam es zu Liquidierungen im Umfang von mehreren hundert Millionen US-Dollar, wobei Long-Positionen den Großteil ausmachten. Das Open Interest bei Bitcoin-Futures ging deutlich zurück, während die Funding Rates in den negativen Bereich rutschten. Marktbeobachter wie MN-Fund-Mitgründer Michaël van de Poppe verwiesen im Zusammenhang mit der BoJ-Entscheidung auf anhaltenden kurzfristigen Druck, bis sich die geldpolitischen Rahmenbedingungen stabilisieren.
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