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Bitcoin unter Schock: Massiver Miner-Ausfall in den USA bremst Netzwerk aus

Ein extremer Wintersturm in den USA legt große Teile der Bitcoin Hashrate lahm und treibt die Blockzeiten über den Sollwert.
  • Ein großflächiger Wintersturm in den Vereinigten Staaten hat seit dem vergangenen Freitag zu erheblichen Einschränkungen im Bitcoin Mining geführt. Aufgrund extremer Kälte, Schnee und Eis haben zahlreiche Mining-Unternehmen ihren Stromverbrauch reduziert, um die regionalen Stromnetze zu entlasten.
  • Besonders stark betroffen ist der Mining Pool Foundry USA, der gemessen an der Hashrate als größter Pool weltweit gilt. Laut Daten von miningpoolstats.stream sank die angeschlossene Rechenleistung von Foundry USA innerhalb weniger Tage von rund 328 Exahashes pro Sekunde auf etwa 139 Exahashes pro Sekunde.
  • Nach Angaben von The Block entfallen damit derzeit etwa 23 Prozent der globalen Mining Pool Hashrate auf Foundry USA.
  • Insgesamt gingen schätzungsweise rund 200 Exahashes pro Sekunde an Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk temporär offline. Dieser Einbruch führte dazu, dass neue Bitcoin-Blöcke langsamer erzeugt werden als vom Protokoll vorgesehen.
  • Daten von Mempool zeigen durchschnittliche Blockzeiten von etwa zwölf Minuten und damit deutlich über dem Zielwert von zehn Minuten. Die nächste automatische Anpassung der Mining-Schwierigkeit wird aktuell mit einer Absenkung um 16 Prozent erwartet.
  • Auch andere US-lastige Mining Pools meldeten Rückgänge. Luxor verzeichnete im selben Zeitraum einen Rückgang seiner Hashrate von etwa 45 auf rund 26 Exahashes pro Sekunde. Kleinere Abnahmen wurden zudem bei Antpool und Binance Pool beobachtet, obwohl diese Pools geografisch breiter aufgestellt sind.
  • Der Vorfall unterstreicht die Rolle von Bitcoin Minern als flexible Stromabnehmer. Viele Betreiber nehmen an sogenannten Demand-Response-Programmen teil, die es erlauben, den Betrieb bei Netzengpässen kurzfristig zu unterbrechen oder Strom ins Netz zurückzuführen. Vergleichbare wetterbedingte Abschaltungen wurden bereits Anfang 2024 in Texas dokumentiert, als die Hashrate zeitweise um etwa 25 Prozent sank.
  • Für den Bitcoin-Kurs hat die verlangsamte Blockproduktion zunächst keine unmittelbaren technischen Auswirkungen. Historische Daten zeigen, dass wetterbedingte Hashrate-Rückgänge und längere Blockzeiten in der Vergangenheit nicht zwangsläufig mit nachhaltigen Kursbewegungen einhergingen. Der Bitcoin-Handel läuft unabhängig von der Blockzeit kontinuierlich weiter, da Börsenaktivität und Preisbildung nicht direkt an die Geschwindigkeit der Blockerzeugung gekoppelt sind.
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