Bitcoin steckt fest: Warum es zum Jahresende rutschig werden könnte
Bitcoin und der Krypto-Markt kommen nicht vom Fleck. Geringe Liquidität könnte über die Feiertage jedoch zu abrupten Kursbewegungen führen.
Der Krypto-Markt zeigt sich am frühen Sonntag stabil, bleibt jedoch von verhaltener Risikobereitschaft geprägt. Bitcoin notiert im Vergleich zum Vortag nahezu unverändert bei rund 88.000 US-Dollar. Auf Jahressicht ergibt sich ein Rückgang von zehn Prozent. Ethereum handelt mit etwa 2.977 US-Dollar weiterhin unter der Marke von 3.000 US-Dollar. XRP hält sich derweil mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent knapp unter der 2-Dollarmarke. Die Gesamtmarktkapitalisierung liegt knapp über drei Billionen US-Dollar.
Das allgemeine Sentiment bleibt angespannt. Mit aktuell 20 Zählern liegt der Fear and Greed Index weiterhin im Bereich “extremer Angst”. Analysten verweisen zudem auf anhaltende Leverage-Bereinigung, rückläufige Nachfrage und die traditionell dünne Liquidität in der Weihnachtszeit, die zu gedämpften Kurserwartungen führt.
Für etwas Hopium sorgten zuletzt die jüngsten US-Inflationsdaten für November. Mit rund 2,7 bis 2,8 Prozent lag der Verbraucherpreisindex deutlich unter den Erwartungen, auch der Kernindex entwickelte sich moderater. Das erhöht mittelfristig die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen im Jahr 2026 – und könnte Risikoanlagen wie Bitcoin Rückenwind verschaffen.
Trotz des potenziell günstigeren makroökonomischen Rahmens bleibt die kurzfristige Marktlage jedoch verhalten. Bitcoin bewegt sich in einer engen Spanne, die Liquidität ist niedrig und bereits moderate Orders können überproportionale Ausschläge verursachen. Die Kombination aus Feiertagsphase und enger Chartstruktur könnte das Risiko abrupter Bewegungen erhöhen.
Parallel setzt sich das Deleveraging im Derivatehandel fort. Negative Funding-Rates, sinkendes Open Interest und zunehmende Verlustrealisierung deuten darauf hin, dass der Markt weiter Positionen abbaut. Nach einer Weihnachtsrallye sieht es demnach derzeit nicht aus.
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