Bitcoin rüstet mit BIP 360 gegen Quantencomputer auf
BIP 360 markiert den Beginn einer offenen Debatte darüber, wie sich Bitcoin langfristig gegen Quantencomputer absichern kann.
Die Bitcoin-Community antwortet auf die Angst vor Quantencomputern. Mit BIP 360 hat man einen ersten konkreten Lösungsvorschlag auf den Tisch gebracht. Dieser wurde offiziell in das Bitcoin-Entwicklerarchiv aufgenommen. Damit stößt man eine öffentliche Diskussion über mögliche Schutzmaßnahmen an.
Hintergrund sind Sorgen, dass Quantencomputer eines Tages heutige Verschlüsselungsmethoden knacken könnten. Im schlimmsten Fall könnten dadurch private Schlüssel berechnet und Bitcoin gestohlen werden.
BIP 360 schlägt eine neue technische Struktur vor, die Bitcoin besser gegen solche Szenarien wappnen soll. Wichtig: Die Aufnahme ins Entwicklerarchiv bedeutet noch keine Umsetzung. Sie ist lediglich der erste Schritt in einem offenen Prüf- und Diskussionsprozess.
Die Autoren sehen den Vorschlag als Vorbereitung auf eine Zukunft, in der leistungsfähigere Computer neue Sicherheitsanforderungen stellen. Auch Regierungen und Sicherheitsbehörden arbeiten bereits an sogenannten quantensicheren Verschlüsselungsverfahren, die bestehende Standards in den kommenden Jahren ersetzen sollen.
CoinShares hält die Angst vor einem baldigen “Quanten-Crash” bei Bitcoin für übertrieben. Laut einer aktuellen Analyse seien nur rund 10.200 BTC realistisch gefährdet – deutlich weniger als oft behauptet. Moderne Adressen seien besser geschützt, zudem bleibe ausreichend Zeit für technische Upgrades, falls Quantencomputer tatsächlich leistungsfähig genug werden. Kritiker wie Charles Edwards und Nic Carter warnen jedoch vor Selbstzufriedenheit.
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