Bitcoin hat den Start in den November mit deutlichen Verlusten begonnen und ist am Dienstagmorgen unter die psychologisch wichtige Marke von 105.000 US-Dollar gefallen. Zuletzt notierte die größte Kryptowährung bei 104.380 US-Dollar, was einem Rückgang von über 3 Prozent auf 24-Stunden-Sicht und 8,5 Prozent im Wochenvergleich entspricht. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der bereits im Oktober – dem schlechtesten seit zehn Jahren – an Dynamik gewonnen hatte.
Laut Daten von CoinGlass wurden am Montag in Folge des Preissturzes über eine Milliarde US-Dollar an gehebelten Positionen im Kryptomarkt liquidiert. Der Marktwert aller digitalen Assets fiel damit auf rund 3,6 Billionen US-Dollar.
Technische Schwäche – Bruch der 200-Tage-Linie signalisiert Risiko weiterer Verluste
Technische Analystin Katie Stockton, Gründerin von Fairlead Strategies, warnte in einer aktuellen Analyse, dass Bitcoin unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie gefallen ist – ein Signal, das auf eine mögliche Ausweitung der Korrektur hindeutet.
"Wir gehen davon aus, dass die Korrekturphase Bitcoin noch einige Wochen fest im Griff haben wird", schrieb Stockton in einer Mitteilung. Ihr nächstes technisches Unterstützungsniveau sieht sie bei rund 94.200 US-Dollar. Langfristig bleibe das Momentum jedoch positiv – sollte sich die Aufwärtsstruktur fortsetzen, könnte Bitcoin auf Sicht mehrerer Monate ein Kursziel von 134.500 US-Dollar ansteuern.
Auch Alex Kuptsikevich, Chefmarktanalyst bei FxPro, sieht die jüngste Schwächephase als potenziellen Test des Marktbodens: "Bitcoins wiederholte Tests der 200-Tage-Linie zeigen eine fragile Unterstützung. Ein tieferer Rücksetzer kann nicht ausgeschlossen werden, doch falls sich das Muster von April wiederholt, könnten Käufer bald wieder Fuß fassen."
Fed-Kommentar dämpfen Risikoappetit
Der jüngste Rückgang folgt auf die zurückhaltenden Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell, ob im Dezember eine weitere Zinssenkung folgt.
"Powells vorsichtiger Ton hat die Risikobereitschaft deutlich eingetrübt", sagte Rachel Lin, CEO der Derivateplattform SynFutures. "Bitcoins erster roter Oktober seit sieben Jahren ist ein Weckruf, aber ich sehe darin eher eine gesunde Konsolidierung als eine Trendwende. Langfristige Halter akkumulieren weiterhin, und die ETF-Zuflüsse bleiben stabil."
Trotz der jüngsten Verluste bleibt der Markt auf Fundamentaldaten fixiert. Tom Lee, Mitgründer von FundStrat Capital und Vorsitzender von Bitmine, betonte am Montag: "Fundamentaldaten führen derzeit die Preise im Kryptomarkt. Nach der Konsolidierung rechne ich mit einer Rallye bis Jahresende. Bitcoin könnte bis zu 200.000 US-Dollar erreichen, Ethereum bis 2026 auf 7.000 US-Dollar steigen."
Saisonale Stärke könnte Bitcoin stützen
Trotz der anhaltenden Volatilität sehen Marktbeobachter Chancen auf eine Stabilisierung. Historisch betrachtet gehört der November zu den stärksten Monaten für Bitcoin – in neun der letzten zwölf Jahre schloss der Monat im Plus.
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