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Bitcoin fällt auf 68.000 US-Dollar: Das steckt hinter dem erneuten Abverkauf

Die Krypto-Leitwährung rutscht wieder unter 70.000 US-Dollar. Gewinnmitnahmen, schwache US-Arbeitsmarktdaten und der Irankrieg setzen den Kurs unter Druck.

Bitcoin hat nach dem Anstieg auf ein Ein-Monats-Hoch bei 74.000 US-Dollar deutlich an Momentum verloren. Freitagnachmittag sank der Kurs auf rund 68.000 US-Dollar. Neben massiven Gewinnmitnahmen kurzfristiger Anleger belasten auch enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten sowie eine Aussage des US-Präsidenten die Stimmung an den Märkten.

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Kurzfristige Bitcoin-Anleger realisieren Gewinne

Wie aus Daten der Analyseplattform CryptoQuant hervorgeht, haben kurzfristige Halter innerhalb von 24 Stunden mehr als 27.000 BTC im Wert von rund 1,8 Milliarden US-Dollar mit Gewinn an Börsen transferiert. Dabei handelt es sich um einen der stärksten Ausschläge der vergangenen Monate.

Besonders relevant ist dabei die Gruppe der Anleger, die Bitcoin vor ein bis vier Wochen gekauft hat. Deren durchschnittlicher Realisierungspreis liegt den Daten zufolge bei rund 68.000 US-Dollar. Damit zählen sie derzeit zu den wenigen kurzfristigen Investoren, die überhaupt im Plus liegen. Ein Teil dieser Marktteilnehmer scheint die jüngste Erholung daher genutzt zu haben, um Gewinne mitzunehmen, statt auf weiter steigende Kurse zu setzen.

Forderung nach bedingungsloser Kapitulation

Bereits zur Wochenmitte hatten Marktbeobachter vor einer möglichen “Bull Trap” gewarnt. Das Kursmuster erinnerte an die Entwicklung im Januar, als Bitcoin zunächst auf 98.000 US-Dollar ausbrach, bevor eine scharfe Gegenbewegung einsetzte.

Auch diesmal scheiterte der nachhaltige Ausbruch. Der Rücksetzer beschleunigte sich am Freitag zusätzlich, nachdem US-Präsident Donald Trump den Iran zur bedingungslosen Kapitulation aufgefordert hatte. Die Aussagen sorgten zugleich für einen deutlichen Anstieg des Ölpreises und verstärkten die Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Schwache US-Arbeitsmarktdaten

Zusätzlichen Druck bekam Bitcoin durch die neuesten Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die US-Wirtschaft verlor im Februar 92.000 Stellen, obwohl Ökonomen im Vorfeld mit einem Stellenaufbau von 58.000 gerechnet hatten. Die Arbeitslosenquote stieg demnach zugleich auf 4,4 Prozent.

Damit deutet sich eine spürbare Abkühlung des Arbeitsmarktes an. Normalerweise gelten schwächere Konjunkturdaten als potenziell positiv für Risiko-Assets wie Bitcoin, weil sie Zinssenkungen durch die US-Notenbank wahrscheinlicher machen. Die Märkte blieben jedoch zurückhaltend. Laut CME FedWatch rechnen Anleger derzeit weiterhin nur mit einer Zinssenkung im Jahr 2026.

Die Reaktion fiel entsprechend negativ aus. Neben Bitcoin gerieten auch US-Aktien unter Druck. Der S&P 500 und der Nasdaq gaben mehr als ein Prozent nach, während Gold als sicherer Hafen rund 1,5 Prozent zulegen konnte.

Bitcoin bleibt in fragiler Verfassung

Unter dem Strich zeigt sich der Bitcoin-Markt derzeit widersprüchlich. Auf der einen Seite sorgen institutionelle Zuflüsse, ETF-Nachfrage und politische Hoffnung auf regulatorische Fortschritte für Unterstützung. Auf der anderen Seite belasten kurzfristige Gewinnmitnahmen, gescheiterte Ausbruchsversuche und makroökonomische Unsicherheit das Kursbild.

Dass Bitcoin den Sprung über 70.000 US-Dollar erneut nicht behaupten konnte, dürfte kurzfristig als Warnsignal gewertet werden. Solange die Kryptowährung keine stabile Rückeroberung dieser Marke schafft, bleibt das Risiko weiterer Rücksetzer bestehen.

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