BitMEX-Gründer Arthur Hayes sieht Parallelen zu Januar 2025: Bitcoin droht im August demnach ein weiterer herber Rückschlag.
Bitmex-Gründer Arthur Hayes hat vor einem möglichen Bitcoin-Kurssturz auf 90.000 US-Dollar im Laufe des Sommers gewarnt.
In einem aktuellen Essay schreibt er: “Ich glaube, dass der Markt von jetzt an, bis zur Rede von Jerome Powell in Jackson Hole im August, seitwärts bis leicht nach unten tendieren wird”, so Hayes. “Der Downside liegt bei 90.000 bis 95.000 US-Dollar”.
Der Grund: Eine kurze Zwischenphase der knappen Liquidität. Sobald Trumps erwarteter “Big Beautiful Bill“ das Schuldenlimit der USA anhebt, wird das Finanzministerium die Staatskasse (TGA) auffüllen – was kurzfristig Liquidität abschöpft, so seine Theorie.
Bitcoin, der erfahrungsgemäß stark auf Liquiditätsereignisse reagiert, könnte demnach an Boden verlieren. Gestützt wird diese These durch die Saisonalität der Krypto-Leitwährung.
August und September sind laut Daten von Coinglass die schwächsten Monate von BTC – mit Kurseinbußen von jeweils 8 und 4,35 Prozent im Median.
Mittel- bis langfristig rechnet der Bitmex-Gründer jedoch mit einem massiven Kursanstieg, befeuert durch Stablecoins als neue geldpolitische Waffe und einen strategischen Shift in der Staatsfinanzierung.
Der zentrale Mechanismus ist dabei die geplante Ausgabe von Stablecoins durch große US-Banken.
Durch regulatorische Erleichterungen – insbesondere Ausnahmen von der sogenannten SLR (Supplemental Leverage Ratio) – können Banken bald enorme Mengen an US-Staatsanleihen kaufen, ohne dafür Eigenkapital vorhalten zu müssen.
Laut Hayes lassen sich so potenziell bis zu 6,8 Billionen US-Dollar an Einlagen in T-Bills lenken.
Diese Liquidität könnte somit nicht nur helfen, das Defizit zu finanzieren, sondern auch “Risiko-Assets” wie Bitcoin und Tech-Aktien massiv befeuern.
Mit seiner letzten Prognose lag Hayes übrigens nicht ganz daneben: Bereits im Dezember 2024 sagte er einen Bitcoin-Crash rund um die Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2025 voraus.
Tatsächlich verlor BTC daraufhin über 30 Prozent an Wert und markierte im April bei rund 73.000 US-Dollar seinen vorläufigen Tiefpunkt – bevor der nächste Aufschwung einsetzte.
NEU: Arthur Hayes im Interview
Das große Bitcoin-Paradox: 1 Mio. in Sicht – aber nicht für jeden? | Arthur Hayes exklusiv
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