Am Ölmarkt warten die Anleger auf mögliche Ergebnisse des Besuchs des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Russland bei Präsident Wladimir Putin, bei dem es auch um mögliche Sanktionen gegangen sein dürfte. Das Gespräch habe etwa drei Stunden gedauert, teilte der Kreml mit. Einzelheiten zu dem Treffen wurde zunächst nicht genannt.
Witkoffs Besuch kommt kurz vor Ablauf einer Frist, die US-Präsident Donald Trump der Moskauer Führung für ein Ende des Angriffskriegs auf die Ukraine gesetzt hat. Ansonsten droht er mit Sanktionen gegen Russland und Länder, die russisches Öl (Rohöl) kaufen. Trump hat unterdessen ein Dekret unterzeichnet, laut dem zusätzliche Zölle gegenüber Indien in Höhe von 25 Prozent erhoben werden. Damit steigt der Zollsatz für viele indische Produkte auf insgesamt 50 Prozent. Dies stützte die Ölpreise.
Die in der vergangenen Woche in den USA gefallenen Rohöllagerbestände stützten die Ölpreise. Sie waren um 3,0 Millionen auf 423,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) gesunken. Analysten hatten im Schnitt mit einem unveränderten Stand gerechnet. Auch die Benzin- und Lagerbestände gaben nach.
Zuvor waren die Ölpreise etwa eine Woche kontinuierlich gefallen. In dieser Zeit ist Brent-Öl um mehr als fünf Dollar je Barrel billiger geworden. Hintergrund ist eine Erhöhung der Fördermenge durch Länder des Ölverbunds Opec+, die ab September umgesetzt werden soll./jsl/he
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