NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch etwas zurückgefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Nachmittag 68,81 US-Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Oktober sank um 30 Cent auf 65,29 Dollar (Dollarkurs).
"Nach wie vor richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer auf mögliche Lieferausfälle aus Russland", schreibt gleichwohl Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. "Der Grund sind die schärferen US-Sanktionen sowie die gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine auf die Energieinfrastruktur." So hat die Ukraine zuletzt immer wieder russische Raffinerien angegriffen. Indien ist bisher allerdings nicht bereit, dem wachsenden Druck der US-Regierung wegen der Käufe von russischem Öl (Rohöl) nachzugeben.
An den Märkten steht also vor allem weiterhin das hohe Rohölangebot im Blick. Zuletzt hatten Staaten, die im Ölverbund Opec+ organisiert sind, eine weitere Anhebung der Fördermenge ab September angekündigt. Allerdings erwarten Händler bei dem Treffen von Vertretern des erweiterten Ölkartells an diesem Wochenende keine weitere Anhebung.
Seit Jahresbeginn haben die Ölpreise nachgegeben. Neben der Ausweitung der Fördermenge belastet tendenziell auch die schwächelnde chinesische Wirtschaft die Ölpreise. China ist der weltweit größte Importeur von Rohöl./jsl/la/mis
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.