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Ölpreise fallen deutlich - Notierungen unter 100 US-Dollar

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag mit der Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesunken. Im Tagesverlauf weiteten sie frühe Verluste weiter aus und fielen deutlicher unter die Marke vom 100 US-Dollar.

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Zuletzt wurde für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee 97,45 US-Dollar gezahlt und damit fast 2 Prozent weniger als am Vortag. Noch stärker fiel der Preis für Rohöl aus den USA. Hier ging die Notierung um mehr als 3 Prozent auf 95,66 Dollar (Dollarkurs) zurück.

Neue Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben nach Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance "große Fortschritte" gemacht. Nun allerdings sei Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm. Nach den abgebrochenen Friedensverhandlungen am Wochenende arbeitet Pakistan an einer Wiederaufnahme der Gespräche. Islamabad wolle die Gespräche so bald wie möglich, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Diplomatenkreisen.

Die Entwicklungen in Nahost bleiben das bestimmende Thema am Ölmarkt. Nach Einschätzung von Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist aber weiter "völlig unklar, ob sich in den kommenden Tagen eine Lösung des Konflikts finden lässt".

Hinzu kommt die Blockade der US-Marine der Straße von Hormus, die am Montag begonnen hat. "Die US-Marineaktion wird den wirtschaftlichen Druck auf den Iran sicherlich erhöhen", kommentierten Experten des Center for Strategic and International Studies. Allerdings sei der Iran nicht der einzige Akteur, der die wirtschaftlichen Folgen zu spüren bekommt. "Eine US-Blockade wird auch den Druck auf die Energiepreise verschärfen und der Weltwirtschaft weiteren Schaden zufügen", hieß es weiter.

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Wegen des Iran-Kriegs rechnet die Internationalen Energieagentur (IEA) in diesem Jahr erstmals seit der Corona-Krise 2020 wieder mit einem Rückgang der globalen Nachfrage nach Rohöl. Ein durch den Iran-Krieg verursachter Ölpreisschock habe das Wachstum der Nachfrage vorerst beendet, wie aus dem Monatsbericht der IEA hervorgeht. "Der Iran-Krieg hat die globalen Aussichten für den Ölverbrauch grundlegend verändert."/jkr/la/he

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