Medien: Viele Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon

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Die Flagge Israels.
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BEIRUT/TEL AVIV (dpa-AFX) - Trotz einer vereinbarten Waffenruhe berichten libanesische Medien über zahlreiche israelische Luftangriffe mit mindestens 35 Toten. Die israelische Armee und die Hisbollah machen sich gegenseitig für die Kämpfe und Verstöße gegen die Feuerpause verantwortlich.

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Der libanesische Zivilschutz teilte mit, dass allein in der Stadt Nabatija 16 Leichen geborgen worden seien. Laut Gesundheitsministerium wurden bei einem Luftangriff auf die Stadt Qennarit mindestens sieben Menschen getötet und 13 weitere verletzt.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA wurden bei Angriffen in der Stadt Sohmor vier Menschen getötet, drei weitere in der Stadt Arabsalim, zwei weitere bei einem Drohnenangriff in der Stadt Rihan sowie eine Frau im Gebiet von Tyros.

Nach Angaben der libanesischen Armee wurden auch zwei Militärangehörige getötet. Die Armee warf Israel vor, mit ihren Angriffen jede Lösung zu verhindern, die eine Wiederherstellung von Stabilität im Libanon ermöglichen würde.

Bereits am Vortag sollen laut Ministerium 83 Menschen bei israelischen Angriffen getötet worden sein.

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Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Israelische Armee: Mehr als 50 Geschosse abgefeuert

Die israelische Armee warf der Hisbollah wiederholte Verstöße gegen die Feuerpause vor. In der Nacht habe sie mehr als 50 Geschosse auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert. Daraufhin seien Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Hisbollah angegriffen worden, um Bedrohungen zu beseitigen. Die Armee werde auch künftig gegen jede Bedrohung für den Staat Israel und die Soldaten vorgehen.

Dagegen erklärte die Miliz, sie habe auf einen Vormarsch der israelischen Truppen reagiert. Weiter hieß es, die Hisbollah halte zwar weiterhin an der Waffenruhe fest, werde aber jedem Versuch entgegentreten, weiteres Land zu erobern.

Nach Angaben eines US-Regierungsmitarbeiters gilt eigentlich seit Freitag 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr/MESZ) eine Waffenruhe. Diese wurde bereits wenige Minuten nach Inkrafttreten mehrfach gebrochen.

Die militärische Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hisbollah belastet die Verhandlungen zwischen der US-Regierung und dem Iran. Ein bilaterales Rahmenabkommen sieht eigentlich eine Waffenruhe an allen Fronten vor - also auch im Libanon./da/DP/zb


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