Iran verkündet Schließung der Straße von Hormus

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Die Skyline von Teheran der Hauptstadt und größten Stadt des Iran, das sowohl ein politisches als auch kulturelles Zentrum des Landes darstellt.
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TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran will die Straße von Hormus wieder für die Durchfahrt aller Schiffe sperren. Das zentrale Militärkommando des Landes begründete den Schritt mit der Nichteinhaltung der Waffenruhe im Südlibanon, die im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vereinbart worden war.

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Laut der Erklärung ist auch die israelische Militärpräsenz im Südlibanon ein Grund für die Blockade. Diese gehört nicht zum Rahmenabkommen. Das Militärkommando drohte mit weiteren Maßnahmen, sollte Israels Armee die Kämpfe im Libanon fortsetzen.

Es ist noch unklar, wie die USA reagieren werden, ob sie beispielsweise wieder iranische Häfen blockieren.

Die Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region. Seit Freitag 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr/MESZ) soll laut einem US-Regierungsbeamten eigentlich eine Waffenruhe im Libanon gelten. Die Hisbollah und die israelische Armee machen sich gegenseitig für Verstöße verantwortlich.

Der Iran verlangt von den USA, Druck auf die israelische Führung auszuüben. Die israelische Armee erklärte jedoch, sie werde auch künftig gegen jede Bedrohung für den Staat Israel und die Soldaten vorgehen. Die Hisbollah erklärte, sie halte zwar weiterhin an der Waffenruhe fest, werde aber jedem Versuch entgegentreten, weiteres Land zu erobern.

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Für Teheran ist das Einbeziehen des Libanons in die Einigung mit den USA Teil einer neuen Sicherheitsdoktrin, wie der Nahost-Experte und Professor für Islamwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem, Simon Wolfgang Fuchs, der dpa sagte. Die Schicksale Teherans und Beiruts sollen dabei aneinander gekoppelt werden, so die Strategie. Iran habe auch gedroht, ein endgültiges Abkommen erst dann zu unterzeichnen, wenn Israel sich aus dem Südlibanon zurückziehe.

Der Iran hatte die Straße von Hormus nach Kriegsbeginn am 28. Februar weitgehend blockiert. Durch die Meerespassage werden rund 20 Prozent des globalen Energiehandels abgewickelt. Weil das Nadelöhr für Schiffe der einzige Zugang zum Persischen Golf und damit auch zu mehreren arabischen Golfstaaten ist, kann der Iran die Meerenge als Hebel in Konflikten benutzen. Die Schließung zeigte die Verwundbarkeit globaler Lieferketten und hatte massive Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte./da/DP/zb


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