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Aktien Wien Schluss: ATX verliert nach US-Zolldrohung leicht

WIEN (dpa-AFX) - Die jüngste Zolldrohung des US-Präsidenten Donald Trump hat den Wiener Aktienmarkt zum Wochenauftakt etwas belastet. Kräftigere Verluste zum Start wurden jedoch im Verlauf weitgehend eingedämmt. Zum Handelsende stand der ATX um 0,15 Prozent tiefer auf 4.476,60 Punkten. Die Konsolidierung nach dem Mehrjahreshoch setzte sich damit fort. Für den ATX Prime ging es um 0,22 Prozent auf 2.250,89 Zähler nach unten.

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ATX (Austrian Traded Index) 5.646,09 ATX (Austrian Traded Index) Chart -1,74%
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Ein ähnliches Bild gaben auch die anderen Börsen im Euroraum ab, wobei insbesondere exportorientierte Sektoren unter Druck kamen. Trump weitet mit Zöllen von 30 Prozent auf Importe aus der Europäischen Union und Mexiko seinen Handelskrieg gegen zwei wichtige Partner aus. Die neuen Abgaben sollen ab 1. August gelten, wie Trump am Samstag mitteilte. Die EU will die Verhandlungen mit den USA fortsetzen und parallel dazu Gegenmaßnahmen vorbereiten.

Experten zufolge wird am Markt davon ausgegangen, dass es sich bei dem jüngsten Schritt um eine Verhandlungstaktik Trumps handle und eine Einigung gefunden werden kann. "Irgendwann könnte jedoch jemandes Bluff auffliegen", warnen indes die Marktstrategen der Deutschen Bank und weiter: "Da die US-Risikomärkte in der Nähe ihrer Höchststände liegen und die Anleihemärkte derzeit relativ stabil sind, steht Trump weniger unter Druck, einen Rückzieher zu machen."

Mit Blick auf die Einzelwerte blieb die Nachrichtenlage zum Wochenstart ruhig. Zu den schwächeren Werten gehörten Aktien einiger Unternehmen, die direkt oder indirekt von den Zöllen betroffen wären. Andritz , SBO, Palfinger , Voestalpine und Wienerberger gaben zwischen 1,3 und 3,6 Prozent ab.

Höher schlossen hingegen Titel aus der Immobilien- und Versicherungsbranche, die wenig exportabhängig sind. CPI Europe und CA Immo gewannen 1,2 respektive 1,7 Prozent. Aufschläge von 2,4 beziehungsweise 1,7 Prozent verzeichneten die Versicherer VIG und Uniqa.

Keinen klaren Trend gab es bei den Banken. RBI gaben um 0,1 Prozent nach. Erste Group und Bawag gewannen hingegen bis zu 1,2 Prozent.

Zumtobel schlossen mit minus 1,9 Prozent auf 4,85 Euro schwächer als der Gesamtmarkt. Die Analysten von Erste Group Research haben ihr Kursziel für die Papiere des Vorarlberger Leuchtenherstellers angesichts niedrigerer Gewinnschätzungen von 6,6 auf 5,4 Euro gesenkt. Die Halteempfehlung wurde beibehalten. Zumtobel werde mit starken Abschlägen zu seinen Mitbewerbern gehandelt, meint Erste-Analyst Michael Marschallinger, jedoch seien diese Abschläge angesichts der schwachen Performance gerechtfertigt./spa/ste/APA/jha

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