Aktien Wien Schluss: ATX entfernt sich weiter vom Rekordhoch

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WIEN (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Stabilisierungsversuch ist der ATX am Freitag schon wieder unter Abgabedruck geraten. Erneute Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten rund um den Globus dämpften vor dem Wochenende allgemein die Risikofreude am Markt. Der österreichische Leitindex schloss um 1,27 Prozent tiefer auf 6.406,17 Punkten. Damit fiel das Börsenbarometer weiter von seinem zu Wochenbeginn erreichten Rekordhoch ab, womit sich auf Wochensicht ein Verlust von 1,9 Prozent ergibt.

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"Nach dem starken Anstieg im Juni zeichnet sich eine Abschwächung des Aufwärts-Momentums ab", schrieb Hans Engel, Analyst bei der Bank Erste Group. Während die technische Situation kurzfristig überkauft wirke, bleibe der mittelfristige Aufwärtstrend beim ATX aber intakt.

Für den ATX Prime ging es am Freitag um 1,28 Prozent auf 3.152,29 Zähler hinab und auch im europäischen Umfeld wurden Verluste verbucht. Hier sorgten sich die Anleger einmal mehr vor übertriebenen Bewertungen bei KI-Profiteuren, womit sich die gestrige Kurserholung nach erfreulichen Micron-Zahlen als Strohfeuer erwies.

Christian Stocker, Aktienstratege bei der Unicredit, sieht mit Blick auf den hibbeligen Halbleitersektor aber noch keinen grundlegenden Bruch. Demnach spiegle die jüngste Volatilität eine Bewertungsprüfung, Gewinnmitnahmen und eine von Kapitalflüssen getriebene Positionierung vor dem Hintergrund steigender Zinsen wider.

In Wien zeigte sich dies bei AT&S-Papieren . Die diesjährigen ATX-Überflieger kamen um weitere 3,4 Prozent zurück, womit sie auf Wochensicht kumuliert knapp 15 Prozent abgaben. Auf Jahressicht hat sich der Kurs aber immer noch versechsfacht.

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Mit Blick auf die weiteren Einzelwerte wurde der ATX auch von den Finanzwerten belastet. Besonders Erste-Group-Anteile kamen um 1,5 Prozent vom gestrigen Rekordhoch zurück. Schwächer entwickelten sich zudem Bau- und bauähnliche Papiere, sowie die Ölaktien.

Unter den schwachen Industrieaktien gaben Voestalpine weitere 3,1 Prozent ab. Zur Belastung trug wohl auch die trübe Stimmung im Automobilsektor bei, nach einem Bericht über einen geplanten massiven Stellenabbau beim Autobauer VW .

Dafür bestritten die Titel der Emerald Horizon im Nebenwerte-Segment ein erfolgreiches Börsendebüt. Sie stiegen am ersten Handelstag um rund ein Drittel gegenüber dem Referenzpreis. Mit einem Schlusskurs von 1.010 Euro erreichte das Energietechnikunternehmen eine Marktkapitalisierung von gut einer Milliarde Euro./spa/sto/APA/zb


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