WIEN (dpa-AFX) - Nach drei Verlusttagen in Folge hat sich die Wiener Börse am Donnerstag wieder erholt. Unterstützung kam dabei von den Überseebörsen, wo Äußerungen aus der US-Notenbank Fed den Anlegern Anlass gaben, ihre Wetten auf eine Zinsanhebung der US-Notenbank Mitte September wieder etwas zurückzuschrauben.
Für dich zusammengefasst:
Der Wiener Börse erholt sich nach drei Verlusttagen.
Der ATX liegt zum Sitzungsende bei 6.800,72 Punkten.
Die Aktien der Vienna Insurance Group steigen um 3,1 Prozent.
Zum Sitzungsende lag der österreichische Leitindex ATX 0,67 Prozent im Plus auf 6.800,72 Punkten. Damit wurde die schwache Entwicklung der Vortage wieder ausgebügelt. Nach dem Rekordhoch vom Wochenstart bei gut 6.845 Einheiten hatten steigende Ölpreise und Anleiherenditen die Anleger verunsichert, Kaufimpulse waren in Wien zudem ausgeblieben. Der ATX Prime gewann am Donnerstag 0,60 Prozent auf 3.340,20 Zähler. Auch die europäischen Leitbörsen legten zu.
Aktien von Zumtobel reagierten zwischenzeitlich mit einem kräftigen Kursplus auf ein verbessertes Ergebnis bei stagnierendem Umsatz, brachten jedoch nur einen Gewinn von 0,2 Prozent über die Ziellinie. Die Analysten der Erste Group sprachen von gemischten Ergebnissen. Die Margenentwicklung in den Sparten Lighting und Components sei ermutigend, doch ein enttäuschendes Ebit und die anhaltende Umsatzstagnation würden die positiven Aspekte einschränken.
Keine Kursreaktion brachte die Ankündigung der Neuzusammensetzung des ATX mit sich, die Änderungen hatten sich zuletzt bereits angedeutet. Per 21. September kehrt Mayr-Melnhof nach einem Jahr in den österreichischen Leitindex zurück und löst damit die SBO ab. Bei Titeln von Mayr-Melnhof gab es ein Minus von 0,5 Prozent zu sehen, während die SBO-Papiere unverändert schlossen.
Unter den Schwergewichten gewannen Voestalpine -Aktien 1,9 Prozent und folgten damit einem freundlichen europäischen Branchenumfeld. Erste Group und Bawag verbesserten sich um bis zu 1,6 Prozent. OMV büßten dagegen 1,9 Prozent ein.
Klare Zuwächse verzeichneten die Versicherer. Aktien der Vienna Insurance Group verteuerten sich um 3,1 Prozent und die UNIQA legten 4,2 Prozent zu./spa/sto/APA/jha
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