- Mitarbeiter von ZF reagierten positiv auf den Sanierungsplan.
- Bis 2027 sollen 500 Millionen Euro eingespart werden.
- 825 Stellen werden statt 2.800 bis 2030 abgebaut.
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Nach Ansicht des ersten Bevollmächtigten der IG Metall Saarbrücken, Patrick Selzer, habe bei der vierstündigen Sitzung eine "sehr harmonische, entspannte Stimmung" geherrscht.
825 statt 2.800 Stellen weniger
Bis 2027 sollen bei ZF mehr als 500 Millionen Euro eingespart werden, bis 2030 ist der Abbau von 7.600 Arbeitsplätzen in der E-Division geplant. Dafür soll diese Antriebssparte, zu der auch der saarländische Standort gehört, nicht abgespalten werden.
Der einst befürchtete Stellenabbau von 2.800 Arbeitsplätzen, der für Saarbrücken im Gespräch war, ist vom Tisch. So sollen von den aktuell rund 9.000 Stellen noch 825 abgebaut werden - unter anderem durch Altersteilzeitprogramme und das Auslaufen von Befristungen. Außerdem kann es für Mitarbeiter, die freiwillig ausscheiden, Abfindungen von bis zu 250.000 Euro geben.
Vereinbart wurde jedoch auch, dass die für April 2026 vorgesehene Entgelterhöhung von 3,1 Prozent auf Oktober 2026 verschoben wird. Zulagen ("Transformationsgeld") für 2025 und 2026 entfallen, und einige Sonderzahlungen sind verpflichtend in Tage umzusetzen.
Vorständin: Gemeinschaftliche Kraftanstrengung
Positiv sei nach Einschätzung der Arbeitnehmervertreter die Rede von Personalvorständin Lea Corzilius aufgenommen worden. "Es gibt ein neues Miteinander der Führungsebene, was ebenfalls dazu beigetragen hat, dass ein so gutes Ergebnis erzielt wurde", sagte IG-Metall-Bevollmächtigter Selzer. Corzilius habe den Eindruck vermittelt, dass man eine gemeinschaftliche Kraftanstrengung erzielt habe. Dennoch stünden noch immer große Herausforderungen vor ZF - von aktuellen Problemen bei der Lieferung von Halbleiterprodukten bis zum geplanten Verbrenner-Aus.
"Unterm Strich ist herausgekommen, dass es jetzt gilt, die Ärmel hochzukrempeln und Gas zu geben, damit man wieder das Unternehmen wird, das stark ist und in die Zukunft gehen kann", sagte Betriebsrat Sisamci. Wichtig sei jedoch, dass die Politik jetzt liefern müsse und sich dafür einsetze, dass auch Hybride, Range Extender oder synthetische Kraftstoffe nach 2035 zulässig sind. "Damit hätte man die Chance, bei bestehenden, aber auch neuen Kunden Aufträge zu generieren, um die Talsohle zu verlassen", sagte Selzer. Diese Hoffnung sei auch bei den Kollegen "spürbar angekommen"./ksp/DP/he
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