Auffällig ist an diesem Brief im Vergleich zu vorigen, dass Trump darin Brasilien den Umgang mit dem umstrittenen früheren Präsidenten Jair Bolsonaro vorwirft. Der rechte Ex-Präsident steht vor Gericht, weil er nach seiner Wahlniederlage 2022 einen Putschversuch gegen die Regierung seines Nachfolgers Lula geplant haben soll. Er weist die Vorwürfe zurück. Trump schrieb in dem Zollbrief, dass Bolsonaro in seiner Regierungszeit hoch respektiert gewesen sei. Der US-Präsident forderte: "Das ist eine Hexenjagd, die SOFORT! enden sollte".
Stunden zuvor hatte Trump bereits einen weiteren Schub an Briefen bekanntgemacht. Die Europäische Union war zunächst nicht darunter. Die neuen Briefe waren adressiert an Irak, Libyen, Algerien, Moldau, Philippinen, Brunei und Sri Lanka. Seit Montag macht der US-Präsident die neuen Zollregeln für Waren in die USA bekannt. Er rechtfertigt die Zölle mit einem bisherigen Ungleichgewicht.
Das ist der aktuelle Stand mit Start 1. August:
* Japan: 25 Prozent
* Südkorea: 25 Prozent
* Malaysia: 25 Prozent
* Kasachstan: 25 Prozent
* Südafrika: 30 Prozent
* Laos: 40 Prozent
* Myanmar: 40 Prozent
* Tunesien: 25 Prozent
* Bosnien und Herzegowina: 30 Prozent
* Indonesien: 32 Prozent
* Bangladesch: 35 Prozent
* Serbien: 35 Prozent
* Kambodscha: 36 Prozent
* Thailand: 36 Prozent
* Libyen: 30 Prozent
* Irak: 30 Prozent
* Algerien: 30 Prozent
* Moldau: 25 Prozent
* Philippinen: 20 Prozent
* Brunei: 25 Prozent
* Sri Lanka: 30 Prozent
* Brasilien: 50 Prozent/rin/DP/zb
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