Vorrangig für Kiew sei die Ausweitung des Gefangenenaustausches und die Rückholung von Kindern, die Russland aus den besetzten Gebieten verschleppt habe, sagte Selenskyj. Zudem will er, dass über ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen wird. Der Kreml hatte das nicht ausgeschlossen, fordert allerdings vorab eine Einigung auf einen Friedensplan.
Die russische Delegation wird erneut von Präsidentenberater und Ex-Kulturminister Wladimir Medinski angeführt. Chefunterhändler auf ukrainischer Seite bleibt auch nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister Rustem Umjerow. Selenskyj hatte ihn zum Sekretär des nationalen Sicherheitsrats ernannt und mit der Aufstellung der neuen Delegation beauftragt.
Bisher Gefangenenaustausche und Rückgaben toter Soldaten
Es ist bereits die dritte Runde direkter Gespräche zwischen den Kriegsparteien seit Mai. Zuvor hatte es seit 2022 keine Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew gegeben. Beim letzten Treffen in Istanbul Anfang Juni wurden der Austausch von Kriegsgefangenen sowie die Rückgabe toter Soldaten vereinbart.
Für einen Frieden ist Russland bislang von seinen Maximalforderungen nicht abgerückt, dazu zählen der Verzicht der Ukraine auf den Nato-Beitritt und der vollständige Rückzug Kiewer Truppen aus den von Moskau annektierten Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson. Bereits 2014 hatte Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert. Das Land führt seit mehr als drei Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine./mau/DP/he
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