Ifo-Institut: Optimisten unter Firmen in der Minderheit
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nur eine kleine Minderheit der deutschen Unternehmen blickt trotz etwas besserer Konjunkturaussichten zuversichtlich auf das nächste Jahr. Nur knapp 15 Prozent der Firmen rechnen 2026 mit einer Verbesserung ihrer Lage, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Eine Mehrheit von 59 Prozent rechnet demnach mit keiner Veränderung, und 26 Prozent fürchten eine Verschlechterung. "Die Unternehmen bleiben sehr zurückhaltend, von Aufbruchstimmung ist weit und breit nichts zu sehen", sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe.
Das Wirtschaftsforschungsinstitut befragt für seine Konjunkturerhebungen allmonatlich mehrere tausend Unternehmen. In der Industrie als wichtigstem Wirtschaftszweig ist der Anteil der optimistischen Unternehmen demnach mit 18,2 Prozent geringfügig höher als im Schnitt.
Besonders viele Pessimisten in Bau und Handel
Trübselig ist die Stimmung hingegen in der Baubranche: Ein Drittel (33,2 Prozent) der Betriebe rechnet mit einer Verschlechterung ihrer Lage. Nur 10,3 Prozent erwarten bessere Geschäfte - obwohl die Bundesregierung umfangreiche Investitionen plant. "Die Zahlen sind insofern überraschend, als die Branche eigentlich auf das angekündigte Infrastrukturpaket hoffen könnte", sagte Wohlrabe. Im Handel ist der Pessimismus ähnlich weit verbreitet: 32,5 Prozent erwarten 2026 schlechtere Geschäfte.
Sowohl Ifo als auch andere Wirtschaftsforschungsinstitute und die Bundesbank erwarten wegen des Konjunkturpakets der Bundesregierung 2026 und 2027 nach dreijähriger Stagnation wieder etwas Wachstum der Wirtschaftsleistung./cho/DP/nas
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