MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Baumaschinen-Hersteller Wacker Neuson rechnet trotz des Iran-Kriegs und der hohen Ölpreise für 2026 mit besseren Geschäften. Das Marktumfeld deute nach einer Phase der Stagnation auf einen leichten Aufschwung hin, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Der Umsatz soll mindestens etwa stabil bleiben, der operative Gewinn steigen. Analysten hatten sich jedoch mehr ausgerechnet. An der Börse wurden die Neuigkeiten mit Kursverlusten quittiert.
Für dich zusammengefasst:
Wacker Neuson erwartet Umsatz von 2,2 bis 2,4 Mrd. Euro.
Die Aktie verlor fast drei Prozent auf 17,34 Euro.
Die Aktie des Unternehmens verlor zur Mittagszeit fast drei Prozent auf 17,34 Euro und gehörte damit zu den größeren Verlierern im MDax, dem Index der mittelgroßen Werte. Im Vergleich zum Jahreswechsel hat das Papier sogar schon fast 30 Prozent eingebüßt.
Dabei zeigte sich Vorstandschef Karl Tragl gemessen an der schwierigen Lage der Weltwirtschaft ausdrücklich optimistisch. So rechnet der Manager für 2026 mit einem Umsatz von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro - und damit eher mehr als die 2,22 Milliarden aus dem vergangenen Jahr. Zugleich soll ein größerer Teil des Erlöses als operativer Gewinn bei Wacker Neuson (Wacker Neuson Aktie) hängen bleiben: Die operative Marge vor Zinsen und Steuern soll sich von zuletzt 6,0 Prozent auf 6,5 bis 7,5 Prozent verbessern. Branchenexperten hatten jedoch im Schnitt Werte am oberen Ende der beiden Zielspannen erwartet.
Wie bereits seit Februar bekannt, ging der Umsatz des Baumaschinen-Herstellers 2025 um ein Prozent zurück, auch weil die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump viele Kunden vom Bestellen abhielt. Dennoch steigerte das Unternehmen seinen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um acht Prozent auf gut 132 Millionen Euro. Der Überschuss legte um neun Prozent auf gut 77 Millionen Euro zu.
Eine positive Überraschung für Anleger dürfte die Dividende sein: Die Aktionäre sollen für das vergangene Jahr 70 Cent je Aktie erhalten und damit 10 Cent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten nicht mit einer Dividendenerhöhung gerechnet./stw/niw/stk
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