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Zollrisiken, China-Druck, Sparprogramm: Warum HSBC bei VW trotzdem auf Kauf bleibt

HSBC senkt das Kursziel für Volkswagen leicht, bleibt aber optimistisch. Entscheidend ist nicht der Markt – sondern ob der Konzern seine eigenen Baustellen endlich in den Griff bekommt.
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Volkswagen AG Vz 86,22 € Volkswagen AG Vz Chart +0,87%
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132 Euro traut HSBC den Volkswagen-Aktien weiter zu – obwohl das Institut sein Kursziel von zuvor 136 Euro leicht gekappt hat. Für die Vorzugsaktie ergibt sich vom Schlusskurs bei 91,72 Euro damit noch immer ein Aufwärtspotenzial von knapp 44 Prozent, für die Stammaktie vom Kurs bei 93,25 Euro gut 42 Prozent. An der Kaufempfehlung für beide Anteilsklassen hält die Bank fest.

Die zentrale Botschaft: VW soll sich in einem schwierigen Automarkt zunehmend selbst helfen. Die Analysten erwarten kein glänzendes Branchenumfeld. Schwacher Volumentrend, ein höherer Anteil margenärmerer Elektroautos, Gegenwind durch Wechselkurse und Rohstoffe sowie wachsender Konkurrenzdruck aus China belasten das Bild. Trotzdem sehen sie Volkswagen im europäischen Vergleich nicht schlecht positioniert, weil der Konzern bei Kosten und Strukturen erste Fortschritte macht. So gingen die Verluste der Softwareeinheit Cariad im Jahresvergleich um 10 Prozent zurück, zugleich sank die Mitarbeiterzahl in Deutschland um rund 9.000. Im Report heißt es dazu wörtlich: „VW’s self-help story is only just beginning.“

Für 2026 rechnet HSBC mit dem nächsten Schritt. Nach einem berichteten operativen Gewinn von 8,9 Milliarden Euro im Jahr 2025 sollen es 2026 rund 15,5 Milliarden Euro werden, 2027 dann gut 19 Milliarden Euro. Die operative Marge könnte 2026 auf 4,8 Prozent steigen. Zusätzliche Impulse sollen aus Einsparungen in den Kernmarken, bei Audi und aus sinkender Komplexität kommen. Auch beim Mittelzufluss wird HSBC zuversichtlicher: Der erwartete Auto-Netto-Cashflow von 5,4 Milliarden Euro könnte sich sogar als vorsichtig erweisen.

Dass das Kursziel trotzdem sinkt, liegt vor allem an Porsche. HSBC bewertet die VW-Beteiligung an Porsche AG niedriger als bisher, nachdem sich dort der Ausblick eingetrübt hat. Belastend wirken laut Report höhere Sonderkosten, eine strengere Strategie in China und Kosten rund um neue Modelle wie den Cayenne EV. Dadurch fällt der rechnerische Wert der Porsche-Beteiligung in der Sum-of-the-Parts-Bewertung kleiner aus – und zieht das VW-Kursziel nach unten.

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Für die Aktie bleibt die Lage damit klar: Die Fantasie liegt weniger in einem Branchenaufschwung als in der Hoffnung auf ein erfolgreicheres Umbauprogramm. Gelingt es VW, Kosten zu drücken, Investitionen sauberer zu steuern und die Organisation zu verschlanken, könnte der Bewertungsabschlag schrumpfen. Scheitert der Konzern dagegen an Zollrisiken, China-Druck, teuren Modellanläufen oder neuen Belastungen aus Altlasten, dürfte die Geduld des Marktes schnell wieder enden.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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