95 Prozent der Autobatterien kämen derzeit aus Asien, sagte Friedrich. "Die Politik in Europa muss sich fragen, ob sie angesichts der sich wandelnden geopolitischen Lage weiterhin in diesem Maße von Asien abhängig bleiben möchte." Die Schwierigkeiten bei Northvolt dürften nicht das Aus für eine europäische Zellfertigung bedeuten. "Es zeigt, dass es nicht nur reicht, ein klares Bekenntnis zur E-Mobilität abzugeben."
Mit dem Insolvenzantrag des schwedischen Mutterkonzerns ist auch die Zukunft der geplanten Fabrik in Schleswig-Holstein ungewiss. Der Betrieb in Deutschland soll zwar fortgesetzt werden. Doch das vor knapp einem Jahr gestartete Milliardenprojekt ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des schwedischen Mutterkonzerns.
Der hoch verschuldete Batteriehersteller Northvolt hat bei einem Stockholmer Gericht Insolvenzantrag gestellt. Der Schritt umfasst alle schwedischen Einheiten, nicht aber die deutschen und amerikanischen Tochtergesellschaften. Die Bauarbeiten für die Fabrik bei Heide sollen vorerst weitergehen.
Anfang 2024 hatte die EU-Kommission für das Werk in Schleswig-Holstein Fördermittel und Garantien über 902 Millionen Euro genehmigt. Bereits erhalten hat Northvolt rund 600 Millionen Euro von der staatlichen Förderbank KfW, für die Bund und Land je zur Hälfte bürgen. Die Pleite könnte für den Bund und das Land Schleswig-Holstein also teuer werden./akl/DP/zb
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