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Urlaub in der Kriegszone: Reisende sitzen in Nahost fest

BERLIN (dpa-AFX) - Die Flugzeuge starten nicht, die Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab, dafür gibt es immer wieder Raketenalarm: Tausende Urlauber aus der ganzen Welt sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest. Wann eine Ausreise für die Betroffenen wieder möglich sein wird, ist laut Außenminister Johann Wadephul gegenüber der "Bild" derzeit nicht absehbar.

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Das dürfte vor allem davon abhängen, wie sich der Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran in den nächsten Tagen entwickelt. Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran begonnen, bei denen auch Religionsführer und Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion, in der es US-Militärstützpunkte gibt.

Vereinigte Arabische Emirate übernehmen Hotelkosten

Daraufhin wurde etwa an den Flughäfen von Dubai der Flugverkehr bis auf weiteres ausgesetzt. Airports und nationale Fluggesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben der Generalbehörde für Zivilluftfahrt zufolge bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten.

Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt. Außerdem wollen die Vereinigten Arabischen Emirate "alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere" übernehmen, teilte die Behörde mit.

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In Saudi-Arabien verkündete das Außenministerium, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei.

Krisenhotline und Unsicherheit

Auch Reiseanbieter kümmern sich eigenen Angaben zufolge um ihre Gäste, vor allem vor Ort durch Reiseleiter. Dertour etwa hat zudem eine Krisenhotline eingerichtet - für festsitzende Reisende in Nahost wie auch für von Flugabsagen Betroffene weltweit. "Unser Krisenmanagement steht dazu im engen Austausch mit den zuständigen Behörden im In- und Ausland und mit den Fluggesellschaften sowie den Koordinierungseinheiten vor Ort", heißt es auf der Website.

Vorerst aber bleibt viel Unsicherheit - nicht nur bei der Frage, wann die Reise weitergehen kann. Eine Reisende aus Hamburg, die auf der Rückkehr von Malaysia mit der Airline Emirates in Dubai gestrandet ist, berichtete am Sonntag, dass sie von ihrem Hotel aus Rauchsäulen über der Stadt sieht. Mehrere Menschen hätten ihr erzählt, es habe am Flughafen Trümmer gegeben./DP/zb

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