dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 258

Ärztepräsident fordert Zucker- und Alkohol-Abgabe

BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, wirbt für eine neue Abgabe auf Alkohol, Tabak und Zucker. Bei einer wirkungsvollen zweckgebundenen Verwendung könnte sich wahrscheinlich "eine Mehrheit dem anschließen", sagte Reinhardt bei einer Neujahrspressekonferenz der Bundesärztekammer in Berlin. "Es wäre sinnvoll, das zu tun und die daraus entstehenden Einnahmen dem Gesundheitswesen zuzuführen."

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Anheuser-Busch NV 56,12 € Anheuser-Busch NV Chart +3,81%
Zugehörige Wertpapiere:
Diageo plc 18,65 € Diageo plc Chart +2,19%
Zugehörige Wertpapiere:
Heineken NV 69,76 € Heineken NV Chart +2,77%
Zugehörige Wertpapiere:
Pernod Ricard SA 74,22 € Pernod Ricard SA Chart +2,40%
Zugehörige Wertpapiere:
Südzucker AG 9,135 € Südzucker AG Chart +0,05%
Zugehörige Wertpapiere:

Reinhardt bedauerte, dass Lobbygruppen auf so eine Forderung hin Verbotsvorwürfe erhöben. Der Allgemeinarzt verwies auf Großbritannien, wo infolge einer Zuckersteuer zuckerhaltige Getränke teurer geworden seien. Diabeteszahlen könnten so sinken. "Das erfordert einen gewissen politischen Mut", räumte Reinhardt ein.

"Lebenswerte, gesunde Lebensjahre"

Geworben werden könne aber etwa damit, dass mit solchen Mitteln zum Beispiel gesundes Verhalten im Kindergarten oder im Grundschulalter angeregt werden könnte. So könnten "lebenswerte, gesunde Lebensjahre" gewonnen werden. Angesichts klarerer wissenschaftlicher Hinweise auf die Wirksamkeit sei es dafür "hohe Zeit".

Zur Finanzstabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen forderte Reinhardt unter anderem die Entlastung der Beitragszahlerinnen und

-zahler von den Kosten für die Versicherung der

Bürgergeldbeziehenden. Er bekräftigte das Ziel von konkreten Vorschlägen zu den GKV-Finanzen bis Ende März. Die dafür eingesetzte Regierungskommission tage noch in der laufenden Woche, wie er als Mitglied berichtete.

Warken versus Lauterbach

Als Hauptunterschied zwischen Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Vorgänger Karl Lauterbach (SPD) nannte Reinhardt ihre größere Bereitschaft, auf die Gesprächspartnerinnen und -partner aus dem Gesundheitswesen konkret einzugehen. Diese sei bei dem Mediziner Lauterbach nicht so stark ausgeprägt gewesen - was aber "nicht böse" gemeint sei. Warken ist laut Reinhardt in ihrem Amt angekommen./bw/DP/mis

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend