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| Geld/Brief | - / - |
| Spread | - |
| Schluss Vortag | 67,00 € |
| Gehandelte Stücke | 5 |
| Tagesvolumen Vortag | - |
| Tagestief 63,00 € Tageshoch 72,50 € | |
| 52W-Tief 53,50 € 52W-Hoch 72,50 € | |
| Jahrestief 58,50 € Jahreshoch 72,50 € | |
| Umsatz in Mio. | 337,31 € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | 49,06 € |
| Jahresüberschuss in Mio. | 32,53 € |
| Umsatz je Aktie | - |
| Gewinn je Aktie | - |
| Gewinnrendite | +12,13% |
| Umsatzrendite | +9,64% |
| Return on Investment | +6,27% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | - |
| KGV (Kurs/Gewinn) | - |
| KBV (Kurs/Buchwert) | - |
| KUV (Kurs/Umsatz) | - |
| Eigenkapitalrendite | +12,13% |
| Eigenkapitalquote | +51,68% |
| Auszahlungen/Jahr 1 |
| Keine Senkung seit 3 Jahre |
| Stabilität der Dividende 0,68 (max 1,00) |
| Jährlicher 4,13% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 2,96% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 59,4% (auf den Gewinn/FFO) quote 5013,2% (auf den Free Cash Flow) |
| Datum | Dividende |
| 26.05.2025 | 1,90 € |
| 10.06.2024 | 1,65 € |
| 24.07.2023 | 1,45 € |
| 23.05.2022 | 1,65 € |
| 25.05.2021 | 1,60 € |
| 01.06.2020 | 1,60 € |
| 11.06.2019 | 1,60 € |
| 25.06.2018 | 1,60 € |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 65,00 € | +3,17% | 63,00 € | 20.04.26 | |
| Frankfurt | 72,50 € | +8,21% | 67,00 € | 20.04.26 | |
| München | 67,00 € | 0 % | 67,00 € | 20.04.26 | |
| Stuttgart | 65,00 € | +0,78% | 64,50 € | 20.04.26 | |
| L&S RT | 69,25 € | +1,84% | 68,00 € | 20.04.26 | |
| Quotrix | 68,50 € | -2,14% | 70,00 € | 20.04.26 | |
| Gettex | 68,00 € | -2,86% | 70,00 € | 20.04.26 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 20.04.26 | 72,50 | 363 |
| 17.04.26 | 67,00 | 0 |
| 16.04.26 | 67,00 | 1.608 |
| 15.04.26 | 62,50 | 0 |
| 14.04.26 | 63,50 | 0 |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 63,50 € | +14,17% |
| 1 Monat | 59,50 € | +21,85% |
| 6 Monate | 59,00 € | +22,88% |
| 1 Jahr | 59,00 € | +22,88% |
| 5 Jahre | 71,00 € | +2,11% |
| Marktkapitalisierung | 641,11 Mio. € |
| Aktienanzahl | 10,51 Mio. |
| Streubesitz | 2,00% |
| Währung | EUR |
| Land | Deutschland |
| Sektor | Nichtzyklischer Konsum |
| Branche | Nahrungsmittel |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +98,00% | Weitere |
| +2,00% | Streubesitz |
Die Südwestdeutsche Salzwerke AG ist für mich zum Stand 17.4.2026 ein gutes, aber kein billiges Unternehmen. SWS ist kein Wachstumswunder und keine Modestory, sondern ein sehr spezieller deutscher Nischenwert mit realen Vermögenswerten, starker regionaler Verankerung und schwer replizierbaren Assets: Salzbergwerke, Salinen, Entsorgungsinfrastruktur, Logistik und die Marke Bad Reichenhaller. Der Konzern sitzt in Heilbronn, wurde 1971 aus der Fusion von Salzwerk Heilbronn AG und Südwestdeutsche Salz AG gebildet, baut aber auf deutlich älteren Wurzeln auf; in Berchtesgaden wird seit 1517 Salz gewonnen, und das Heilbronner Bergwerk fördert seit über 125 Jahren. (Südwestdeutsche Salzwerke AG)
Genau darin liegt die Stärke des Unternehmens. Wer Salzwerke dieser Qualität, Genehmigungen, Lagerstätten, Marken und Entsorgungsrechte besitzt, hat einen echten Burggraben. Das Heilbronner Salzbergwerk gilt laut Unternehmen als größtes in Westeuropa, die Produktions- und Veredelungsstandorte in Heilbronn, Bad Friedrichshall, Bad Reichenhall und Berchtesgaden bilden eine robuste industrielle Basis. Dazu kommt, dass die Marke Bad Reichenhaller 2025 laut Geschäftsbericht ihren Marktanteil im deutschen Lebensmitteleinzelhandel weiter steigern konnte und intern ausdrücklich als Wachstumstreiber bezeichnet wird. Die Kehrseite ist ebenso klar: Das Auftausalzgeschäft hängt stark vom Wetter ab, Industriesalz von der Konjunktur der chemischen Industrie, und das ganze Geschäft ist energieintensiv, reguliert und kapitalintensiv. Milde Winter können Preise, Umsatz und Ergebnis spürbar drücken. (Südwestdeutsche Salzwerke AG)
Fundamental sieht SWS solide aus. 2025 stieg der Konzernumsatz leicht auf 343,8 Mio. Euro, das EBIT sank auf 37,8 Mio. Euro, bereinigt um Sondereinflüsse lag es bei 45,0 Mio. Euro, und der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich auf 33,8 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei 3,20 Euro. Das Eigenkapital stieg auf 283,3 Mio. Euro, die offizielle Eigenkapitalquote lag bei 49,2 Prozent; bereinigt um SuedLink-Effekte weist SWS 66,7 Prozent aus. Die operative Ertragskraft ist über mehrere Jahre bemerkenswert stabiler, als man es bei einem winterabhängigen Salzgeschäft erwarten würde: Das bereinigte EBIT lag 2023 bei 44,9 Mio. Euro, 2024 bei 49,1 Mio. Euro und 2025 wieder bei 45,0 Mio. Euro. Das spricht für ein robustes Grundgeschäft, auch wenn einzelne Jahre wetter- und zyklusbedingt ausschlagen können.
Wichtig für die nächsten Jahre ist das Projekt SuedLink. SWS errichtet im Salzbergwerk Heilbronn untertägig eine Kabeltrasse samt Schächten und Infrastruktur für TransnetBW. Das ist strategisch interessant, weil es die vorhandene Untertagekompetenz monetarisiert. Gleichzeitig verzerrt es aber die Zwischenjahre: Das Unternehmen selbst schreibt, dass sich SuedLink 2026 weiter spürbar auf Vermögens- und Finanzlage sowie auf den Cashflow auswirken wird, während die wesentlichen Umsätze aus dem Projekt erst nach Abschluss der Errichtungsphase, nach heutigem Stand im Jahr 2028, ergebniswirksam werden. Das heißt übersetzt: Ein Teil der aktuellen Belastung steht schon in den Zahlen, ein Teil des ökonomischen Nutzens noch nicht. Das ist Chance und Risiko zugleich.
Der Ausblick für 2026 ist ordentlich, aber nicht euphorisch. SWS erwartet für 2026 einen Konzernumsatz mindestens auf Vorjahresniveau bis plus 10 Prozent. Das Auftausalzgeschäft profitierte laut Bericht in den ersten Wochen 2026 von sehr winterlichen Bedingungen im gesamten Absatzgebiet, für Speise- und Gewerbesalz erwartet das Unternehmen leicht höhere Umsätze, für Industriesalz Stabilität und für Entsorgung leichte Zuwächse. Trotzdem liegt die offizielle Prognose für das EBIT vor Sondereinflüssen nur bei 35 bis 55 Mio. Euro. Das ist eine breite Spanne und zeigt, dass Wetter, Energie, Transport, Konjunktur und Projektverlauf die kurzfristige Ergebnisqualität weiterhin stark beeinflussen. Positiv ist immerhin, dass das Unternehmen selbst aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken für 2026 sieht.
Die Aktie selbst ist der Knackpunkt. Am 17.4.2026 lag der Kurs je nach Handelsplatz und Datendienst ungefähr bei 67,00 bis 68,75 Euro. Ende 2025 lag der offizielle Schlusskurs laut Geschäftsbericht noch bei 60,00 Euro. Gleichzeitig gibt es nur 10.507.500 Aktien, davon befinden sich 49 Prozent beim Land Baden-Württemberg, 49 Prozent bei der Stadt Heilbronn und nur 2 Prozent im Streubesitz. Das macht die Aktie extrem markteng. Genau deshalb sollte man Kursbewegungen und Bewertungskennzahlen hier nie so glatt interpretieren wie bei liquiden Standardwerten. Auf Basis des 2025er Ergebnisses von 3,20 Euro je Aktie, des Buchwerts von grob 27 Euro je Aktie und der vorgeschlagenen Dividende von 1,90 Euro ist die Aktie auf dem Niveau vom 17.4.2026 mit einem KGV von grob 21, einem KBV von rund 2,5 und einer Dividendenrendite von nur knapp 3 Prozent für mein Empfinden eher fair bis leicht ambitioniert bewertet. Für ein hochwertiges, aber langsam wachsendes, wetterabhängiges und kapitalintensives Unternehmen ist das kein Schnäppchen mehr. (markets.businessinsider.com)
Mein Urteil lautet deshalb: Südwestdeutsche Salzwerke ist operativ eine gute Substanzaktie mit solider Bilanz, ordentlicher Dividende, besonderen Vermögenswerten und einem gewissen Schutz durch knappe Assets und die dominierende Eigentümerstruktur. Aber gerade diese Eigentümerstruktur begrenzt auch die Fantasie. Die Aktie ist kein klassischer Übernahmekandidat, kein Liquiditätsliebling und kein Wert, der ohne Weiteres ein hohes dauerhaftes Bewertungsniveau rechtfertigt. Aus den heutigen Zahlen leite ich deshalb ein 12-Monats-Basiskursziel von 69 Euro ab, mit einem Bärenfall von 55 Euro und einem Bullenfall von 82 Euro. Der Bärenfall wäre für mich plausibel bei erneut mildem Winter, schwacher Chemiekonjunktur und enttäuschender Margenentwicklung; der Bullenfall setzt eine gute Wintersaison, stabile Industrie, weiteres Wachstum in der Entsorgung und Vertrauen in SuedLink voraus. Über 5 Jahre halte ich, nominal und inklusive eines normalen Inflationsumfelds, eher einen Bereich von 80 bis 95 Euro für realistisch; über 10 bis 15 Jahre wären 90 bis 120 Euro möglich, aber eher als stetige Entwicklung mit Dividendenbeitrag als als Kursrakete. Anders gesagt: gutes Unternehmen, mäßig spannende Aktie, auf dem damaligen Kursniveau eher etwas für geduldige Dividenden- und Substanzanleger als für Schnäppchenjäger.
Autor: ChatGPT