Südwestdeutsche Salzwerke AG

Aktie
WKN:  734660 ISIN:  DE0007346603 Branche:  Nahrungsmittel Land:  Deutschland
72,50 €
+5,50 €
+8,21%
20.04.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
641,11 Mio. €
Streubesitz
2,00%
KGV
-
Dividende
1,90 EUR
Dividendenrendite
3,02%
Index-Zuordnung
-
Südwestdeutsche Salzwerke Aktie Chart

SWS Unternehmensbeschreibung

Die Südwestdeutsche Salzwerke AG ist ein vertikal integrierter Salzproduzent mit Fokus auf Stein- und Siedesalz für Verkehrssicherung, Industrie- und Gewerbekunden sowie den Lebensmittelsektor. Das Unternehmen betreibt in Deutschland unter anderem das Salzbergwerk Heilbronn, eines der größten untertage betriebenen Steinsalzbergwerke Westeuropas, sowie die Werke Bad Friedrichshall und Berchtesgaden. Über Beteiligungen und Kooperationen ist die Gesellschaft zusätzlich im Handels- und Logistikgeschäft für Auftausalz in Deutschland, Österreich und angrenzenden Regionen aktiv. Die strukturelle Nachfrage nach Auftausalz, Industrialsalz und Speisesalz verleiht dem Geschäftsmodell eine vergleichsweise konjunkturresistente Basis.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell der Südwestdeutsche Salzwerke AG basiert auf der Gewinnung, Verarbeitung und Distribution von Salz entlang einer integrierten Wertschöpfungskette. Im Zentrum stehen der untertägige Abbau von Steinsalz, die Herstellung von Siedesalz aus Sole sowie nachgelagerte Veredelungsprozesse zu marktspezifischen Produkten. Der Schwerpunkt liegt auf der Versorgung öffentlicher und privater Auftraggeber mit Auftausalz für den Winterdienst, ergänzt um technische Salze für chemische Industrie, Wasseraufbereitung und verschiedene industrielle Anwendungen. Hinzu kommt Speisesalz für den Lebensmittelhandel sowie Spezialsalze für Gewerbe und Landwirtschaft. Das Unternehmen kombiniert langfristige Lieferverträge mit saisonal schwankenden Abrufen, wodurch eine gewisse Planbarkeit der Auslastung gegeben ist, zugleich aber Witterungsrisiken bestehen. Die Logistik – insbesondere Lagerkapazitäten, Umschlagplätze und Bahnhofsstandorte – ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells und sichert die Belieferungsfähigkeit in Witterungsspitzen, was sich positiv auf die Verhandlungsmacht gegenüber Nachfragern auswirken kann.

Mission und Unternehmensausrichtung

Die Mission der Südwestdeutsche Salzwerke AG lässt sich aus der Unternehmenskommunikation und Produktpositionierung als Bereitstellung von Salzlösungen für Sicherheit, Industrie und Ernährung mit hoher Versorgungssicherheit und Qualitätsstandard beschreiben. Im Zentrum steht die Sicherung der Verkehrsinfrastruktur im Winter durch eine zuverlässige Bereitstellung von Auftausalz. Ergänzend verfolgt das Unternehmen das Ziel, durch effiziente Rohstoffnutzung und technische Optimierung eine nachhaltige und ressourcenschonende Rohstoffgewinnung zu gewährleisten. Sicherheit im Bergbau, Gesundheitsschutz und langfristige Standortsicherung in den Regionen Heilbronn-Franken, Oberschwaben und Berchtesgadener Land werden dabei als wesentliche Leitlinien betrachtet. Die Unternehmensausrichtung ist traditionell mittelständisch geprägt, mit Fokus auf Stabilität, Kontinuität und langfristige Kundenbeziehungen, weniger auf aggressive Expansion.

Produkte, Dienstleistungen und Marken

Das Produktportfolio der Südwestdeutsche Salzwerke AG umfasst mehrere anwendungsorientierte Segmente. Im Mittelpunkt steht Auftausalz für Kommunen, Straßenbauverwaltungen, Autobahn- und Flughafenbetreiber sowie private Winterdienstleister. Im Industrie- und Gewerbebereich liefert das Unternehmen Steinsalz, Siedesalz und hochreine Salzqualitäten für die chemische Industrie, die Herstellung von Laugen, die Wasserenthärtung sowie weitere industrielle Prozesse. Im Lebensmittelbereich bietet die Gesellschaft Speisesalz und jodierte Speisesalzvarianten unter etablierten Marken an, die im Einzelhandel und im Großverbrauchersegment platziert sind. Ergänzende Dienstleistungen umfassen Logistiklösungen, Lagerhaltung in strategisch verteilten Silos und Zwischenlagern, Just-in-time-Belieferung in der Wintersaison sowie beratende Leistungen zur optimalen Ausbringung von Auftausalz. Das Unternehmen positioniert sich damit als Systemanbieter für Salz und salzbasierte Anwendungen, mit besonderem Schwerpunkt auf Versorgungssicherheit und Lieferlogistik.

Geschäftsbereiche und Struktur

Die operative Struktur der Südwestdeutsche Salzwerke AG folgt im Wesentlichen einer Gliederung entlang der Kernaktivitäten Rohstoffgewinnung, Produktion und Vertrieb. Zentrale Einheiten bilden das Bergwerk Heilbronn mit umfangreichen Steinsalzreserven, die Werke Bad Friedrichshall und Berchtesgaden mit Fokus auf Stein- und Siedesalz sowie nachgelagerte Verpackungs- und Veredelungseinheiten. Auf der Vermarktungsseite ist das Geschäft üblicherweise in Verkehrssicherungssalze, Industriesalze und Speisesalz gegliedert, wobei spezifische Vertriebsteams die jeweiligen Kundensegmente betreuen. Über Beteiligungen und Vertriebsgesellschaften ist der Konzern darüber hinaus im internationalen Handelsgeschäft für Auftausalz tätig, insbesondere in Mittel- und Osteuropa. Die interne Organisation kombiniert bergbauliche Kompetenz, chemisch-technische Produktion und logistikgetriebene Distributionsstrukturen mit einer klassischen Holding-Struktur auf Konzernebene.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale der Südwestdeutsche Salzwerke AG liegen in der Kombination aus großen, geologisch gesicherten Lagerstätten, langjähriger bergbaulicher Expertise und einer ausgebauten Logistikinfrastruktur in Süddeutschland. Das Salzbergwerk Heilbronn mit umfangreichen Vorräten verschafft dem Unternehmen einen langfristigen Rohstoffzugang und skalenbedingte Kostenvorteile. Die geografische Nähe zu wichtigen Abnahmeregionen wie Baden-Württemberg, Bayern und angrenzenden Ländern reduziert Transportdistanzen und stärkt die Wettbewerbsposition gegenüber weiter entfernten Produzenten. Als Burggraben wirkt zudem der kapital- und genehmigungsintensive Charakter des untertägigen Bergbaus: Zugang zu geeigneten Lagerstätten, bergrechtliche Genehmigungen, hohe Anlaufinvestitionen und langjährige Sicherheitsauflagen stellen signifikante Markteintrittsbarrieren dar. In der Wintersaison sind etablierte Lieferbeziehungen mit Kommunen und Straßenverwaltungen, verbunden mit Kapazitätszusagen und Lagerverträgen, ein weiterer Schutzwall gegenüber neuen Wettbewerbern. Die integrierte logistische Infrastruktur mit Silos, Bahnanschlüssen und Hafenumschlagspunkten sorgt in Kälteperioden für eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit, was in einem witterungsabhängigen Markt ein entscheidender Differenzierungsfaktor ist.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Im europäischen Salzmarkt trifft die Südwestdeutsche Salzwerke AG auf mehrere bedeutende Wettbewerber. In Deutschland zählen die K+S Gruppe mit ihren Salzbetrieben, inklusive der Marke esco – european salt company, sowie die CIECH-Gruppe mit Salzaktionen in Polen zu den relevanten Anbietern. International konkurriert das Unternehmen mit global agierenden Salzproduzenten aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Osteuropa, die sowohl Stein- als auch Meersalz und Siedesalz liefern. Der Wettbewerb ist in den Segmenten Auftausalz und Industriesalz durch hohe Volumina bei begrenzten Margen gekennzeichnet, sodass Effizienz in Bergbau, Energieeinsatz und Logistik entscheidend ist. In der DACH-Region ist der Markt tendenziell oligopolistisch geprägt: Eine begrenzte Zahl großer Anbieter teilt sich öffentliche Ausschreibungen und langfristige Kontrakte für den Winterdienst. Im Speisesalzgeschäft ist der Wettbewerb breiter, mit mehreren Markenanbietern und Eigenmarken des Einzelhandels; hier spielt Markenbekanntheit und Qualitätswahrnehmung, aber auch Preispositionierung eine Rolle. Für institutionelle Anleger ist relevant, dass die Preissetzungsmacht im Salzmarkt begrenzt ist und Kostenvorteile einen großen Teil der Wettbewerbsdifferenz ausmachen.

Management, Eigentümerstruktur und Strategie

Die Südwestdeutsche Salzwerke AG weist eine ausgeprägt öffentliche und regionale Eigentümerstruktur auf: Wesentliche Anteile befinden sich traditionell im Besitz der Länder Baden-Württemberg und Bayern sowie kommunaler Gebietskörperschaften und weiterer institutioneller Träger. Diese Struktur prägt den strategischen Fokus auf Versorgungssicherheit, Standortsicherung und langfristige Stabilität gegenüber kurzfristiger Gewinnmaximierung. Das Management verfolgt eine konservative, risikoaverse Strategie mit Schwerpunkt auf dem Kerngeschäft Salz. Investitionen konzentrieren sich auf die Sicherung und Optimierung der bestehenden Bergwerks- und Produktionsstandorte, auf Automatisierung, Effizienzsteigerung sowie auf Infrastrukturprojekte im Bereich Lagerkapazitäten und Transportlogistik. Themen wie Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz im Bergbau und umweltgerechte Rohstoffnutzung haben angesichts der Eigentümerstruktur und des regulatorischen Umfelds einen hohen Stellenwert. Akquisitionsgetriebene Wachstumsstrategien oder Diversifikationen in nicht verwandte Geschäftsbereiche spielen bislang eine untergeordnete Rolle; stattdessen steht die schrittweise Weiterentwicklung des bestehenden Geschäftsportfolios im Vordergrund.

Branchen- und Regionalanalyse

Die Südwestdeutsche Salzwerke AG agiert im europäischen Salzsektor, einem Grundstoffmarkt mit relativ stabiler Basisknachfrage. In der DACH-Region und in Mitteleuropa ist die Nachfrage nach Auftausalz stark witterungsabhängig und unterliegt saisonalen Schwankungen; langfristig bleibt die strukturelle Nachfrage durch den hohen Ausbaugrad der Verkehrsnetze jedoch erhalten. Klimatrends mit milderen Wintern können tendenziell zu geringeren Volumina führen, werden jedoch regelmäßig durch Extremwetterphasen mit erhöhtem Bedarf überlagert. Im Industriesalzsegment sind die Absatzmengen stärker an die Entwicklung der chemischen Industrie und der Wasserwirtschaft gekoppelt. In Süddeutschland profitiert das Unternehmen von einer dichten industriellen Basis, einer starken kommunalen Nachfrage und einer guten Verkehrsanbindung per Straße, Schiene und Binnenschiff. Regulatorische Entwicklungen – etwa im Bereich Umweltauflagen, Grundwasserschutz und Bergrecht – beeinflussen die Kostenstruktur, führen aber gleichzeitig zu höheren Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber. Insgesamt bewegt sich die Gesellschaft in einem reifen Markt mit moderatem Wachstum, in dem Effizienz, Liefertreue und regionale Nähe die wesentlichen Differenzierungsfaktoren darstellen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln der Südwestdeutsche Salzwerke AG reichen in die historischen Salzgewinnungsaktivitäten in Süddeutschland zurück, insbesondere in den Regionen Heilbronn und Berchtesgaden, in denen Salzabbau und Soleförderung seit Jahrhunderten eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielen. Im 20. Jahrhundert kam es schrittweise zur Bündelung verschiedener staatlicher und regionaler Salzbetriebe in gemeinschaftlich getragenen Unternehmensstrukturen. Die heutige Südwestdeutsche Salzwerke AG entstand aus der Zusammenführung dieser Aktivitäten zu einem modernen, industriell geführten Salzkonzern mit öffentlicher Mehrheitsbeteiligung. In den vergangenen Jahrzehnten prägten der Ausbau des Heilbronner Steinsalzbergwerks, die Entwicklung neuer Förder- und Abbautechniken sowie die Professionalisierung von Logistik und Vertrieb das Unternehmensbild. Parallel dazu wurden touristische Nutzungen einzelner Bergwerksbereiche – etwa Besucherbergwerke – entwickelt, die das industrielle Kerngeschäft ergänzen und die regionale Verankerung des Unternehmens stärken. Über die Zeit hat sich die Gesellschaft von einer regionalen Saline zu einem bedeutenden Salzproduzenten in Mitteleuropa entwickelt, ohne ihren Fokus auf Süddeutschland als Kernmarkt aufzugeben.

Besonderheiten, Nachhaltigkeit und Tourismus

Eine Besonderheit der Südwestdeutsche Salzwerke AG ist die Verbindung von industriellem Bergbau mit touristischen und kulturellen Aktivitäten. Standorte wie das Salzbergwerk Berchtesgaden fungieren zugleich als Besucherbergwerke und touristische Attraktionen, wodurch das Unternehmen eine hohe regionale Sichtbarkeit und Akzeptanz genießt. Dies ist aus Investorensicht relevant, da gesellschaftliche Akzeptanz bei rohstoffnahen Geschäftsmodellen einen wichtigen immateriellen Vermögenswert darstellt. Im Bereich Nachhaltigkeit setzt das Unternehmen auf eine effiziente Nutzung der Rohstoffreserven, kontinuierliche Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen in der Produktion sowie auf Maßnahmen zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser. Bergbauliche Sicherheitsstandards, Grubensicherheit und der langfristige Umgang mit untertägigen Hohlräumen spielen eine zentrale Rolle im Risikomanagement. Darüber hinaus fungieren Teile der Bergwerke als Untertage-Lagerstätten für verschiedene Zwecke, was zusätzliche Erlösquellen eröffnen kann. Die Kombination aus Rohstoffgewinnung, Verkehrssicherung, touristischer Nutzung und regionaler Infrastrukturverantwortung verleiht der Gesellschaft ein vielschichtiges Profil, das sich von rein renditeorientierten Rohstoffunternehmen unterscheidet.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen eines Investments in die Südwestdeutsche Salzwerke AG in der stabilen Grundnachfrage nach Salz, den hohen Markteintrittsbarrieren und der öffentlichen Eigentümerstruktur. Die breite Verankerung bei Ländern und Kommunen deutet auf eine langfristig orientierte Unternehmensführung mit begrenztem Risiko kurzfristig risikoreicher Strategiewechsel hin. Der Zugang zu großen, gesicherten Lagerstätten, die bestehende Infrastruktur und die starke Marktstellung im süddeutschen Raum begünstigen eine resiliente Cashflow-Generierung über Konjunkturzyklen hinweg. Zusätzliche Chancen können aus Effizienzsteigerungen im Bergbau, einer weiteren Optimierung der Logistik sowie aus einem moderaten Ausbau höhermargiger Spezial- und Speisesalzprodukte resultieren. Auch der fortschreitende Infrastruktur- und Verkehrsnetzausbau sowie eine mögliche Intensivierung internationaler Vermarktungsaktivitäten bieten Potenzial, wenngleich in begrenztem Rahmen. Für Portfolioansätze, die auf substanzstarke, rohstoffnahe Basisinvestments setzen, kann die Gesellschaft als defensiver Baustein mit regionalem Fokus betrachtet werden.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Den Chancen stehen spezifische Risiken gegenüber, die ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte. Witterungsrisiken sind wesentlich: Milder verlaufende Winterperioden können zu geringeren Verkäufen von Auftausalz führen und die Ergebnisvolatilität erhöhen. Gleichzeitig kann ein intensiver Preiswettbewerb um öffentliche Ausschreibungen die Margen im Volumengeschäft belasten. Regulatorische Risiken im Bergbau, im Umweltrecht und im Wasserrecht können zu höheren Investitionsanforderungen, Auflagen oder Nutzungseinschränkungen führen. Zudem ist der Salzmarkt strukturell von begrenzter Wachstumsdynamik geprägt, sodass überdurchschnittliche Ertragssteigerungen nur schwer zu realisieren sind. Energiepreis- und Logistikkosten stellen weitere Unsicherheitsfaktoren dar, da sie einen erheblichen Anteil der Kostenstruktur ausmachen. Schließlich kann die dominante öffentliche Eigentümerstruktur zwar Stabilität fördern, gleichzeitig aber die Flexibilität unternehmerischer Entscheidungen begrenzen und Renditeerwartungen institutioneller Minderheitsaktionäre überordnen. Konservative Anleger sollten deshalb die Rolle der öffentlichen Anteilseigner, die langfristige Regulierungsperspektive im Bergbau und die Witterungsabhängigkeit des Kerngeschäfts in ihre Risikoabwägung integrieren, ohne diese Faktoren überzu- oder zu unterschätzen.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 67,00 €
Gehandelte Stücke 5
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 63,00 €
Tageshoch 72,50 €
52W-Tief 53,50 €
52W-Hoch 72,50 €
Jahrestief 58,50 €
Jahreshoch 72,50 €

Community: Diskussion zur SWS Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge beschreiben die Südwestdeutsche Salzwerke AG als spezialisierten, kapital‑ und energieintensiven Salzproduzenten mit schwer replizierbaren untertägigen Vermögenswerten (Salzbergwerke, Salinen, Entsorgungsinfrastruktur, Marke Bad Reichenhaller), stabiler operativer Ertragskraft trotz Wetterabhängigkeit und mit starker regionaler Verankerung.
  • Fundamental werden solide Bilanzkennzahlen (2025: Umsatz rund 344 Mio. €, bereinigtes EBIT etwa 45 Mio. €, Ergebnis je Aktie 3,20 €, hohes Eigenkapital) sowie der Einfluss des SuedLink‑Projekts — kurzfristig belastend für Cashflow und Ergebnis, langfristig potenziell wertschaffend — und eine verhaltene Prognose für 2026 (Umsatz min. Vorjahr bis +10 %, EBIT vor Sondereinflüssen 35–55 Mio. €) hervorgehoben.
  • Die Aktie wird wegen hoher Eigentümerkonzentration (Land und Stadt je 49 %), sehr geringem Streubesitz und eingeschränkter Liquidität als schwer handelbar eingeschätzt; die Bewertung Mitte April 2026 (ca. 67–69 €) mit KGV ≈21, KBV ≈2,5 und Dividendenrendite knapp 3 % gilt als marktgerecht bis leicht ambitioniert, weshalb die Gesamtmeinung die SWS‑Aktie als substanzstarke, aber eher defensive Dividenden‑/Substanzposition mit begrenztem kurzfristigem Kurspotenzial einstuft (12‑Monats‑Ziel ~69 €, Bären-/Bullenfälle 55/82 €, langfristig 80–120 € je nach Zeithorizont).
Hinweis
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SWS Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 337,31 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 49,06 €
Jahresüberschuss in Mio. 32,53 €
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -
Gewinnrendite +12,13%
Umsatzrendite +9,64%
Return on Investment +6,27%
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite +12,13%
Eigenkapitalquote +51,68%

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 3 Jahre
Stabilität der Dividende 0,68 (max 1,00)
Jährlicher 4,13% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 2,96% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 59,4% (auf den Gewinn/FFO)
quote 5013,2% (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
26.05.2025 1,90 €
10.06.2024 1,65 €
24.07.2023 1,45 €
23.05.2022 1,65 €
25.05.2021 1,60 €
01.06.2020 1,60 €
11.06.2019 1,60 €
25.06.2018 1,60 €
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SWS Termine

Keine Termine bekannt.

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

SWS Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 65,00 +3,17%
63,00 € 20.04.26
Frankfurt 72,50 +8,21%
67,00 € 20.04.26
München 67,00 0 %
67,00 € 20.04.26
Stuttgart 65,00 +0,78%
64,50 € 20.04.26
L&S RT 69,25 +1,84%
68,00 € 20.04.26
Quotrix 68,50 -2,14%
70,00 € 20.04.26
Gettex 68,00 -2,86%
70,00 € 20.04.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
20.04.26 72,50 363
17.04.26 67,00 0
16.04.26 67,00 1.608
15.04.26 62,50 0
14.04.26 63,50 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 63,50 € +14,17%
1 Monat 59,50 € +21,85%
6 Monate 59,00 € +22,88%
1 Jahr 59,00 € +22,88%
5 Jahre 71,00 € +2,11%

Unternehmensprofil SWS

Die Südwestdeutsche Salzwerke AG ist ein vertikal integrierter Salzproduzent mit Fokus auf Stein- und Siedesalz für Verkehrssicherung, Industrie- und Gewerbekunden sowie den Lebensmittelsektor. Das Unternehmen betreibt in Deutschland unter anderem das Salzbergwerk Heilbronn, eines der größten untertage betriebenen Steinsalzbergwerke Westeuropas, sowie die Werke Bad Friedrichshall und Berchtesgaden. Über Beteiligungen und Kooperationen ist die Gesellschaft zusätzlich im Handels- und Logistikgeschäft für Auftausalz in Deutschland, Österreich und angrenzenden Regionen aktiv. Die strukturelle Nachfrage nach Auftausalz, Industrialsalz und Speisesalz verleiht dem Geschäftsmodell eine vergleichsweise konjunkturresistente Basis.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell der Südwestdeutsche Salzwerke AG basiert auf der Gewinnung, Verarbeitung und Distribution von Salz entlang einer integrierten Wertschöpfungskette. Im Zentrum stehen der untertägige Abbau von Steinsalz, die Herstellung von Siedesalz aus Sole sowie nachgelagerte Veredelungsprozesse zu marktspezifischen Produkten. Der Schwerpunkt liegt auf der Versorgung öffentlicher und privater Auftraggeber mit Auftausalz für den Winterdienst, ergänzt um technische Salze für chemische Industrie, Wasseraufbereitung und verschiedene industrielle Anwendungen. Hinzu kommt Speisesalz für den Lebensmittelhandel sowie Spezialsalze für Gewerbe und Landwirtschaft. Das Unternehmen kombiniert langfristige Lieferverträge mit saisonal schwankenden Abrufen, wodurch eine gewisse Planbarkeit der Auslastung gegeben ist, zugleich aber Witterungsrisiken bestehen. Die Logistik – insbesondere Lagerkapazitäten, Umschlagplätze und Bahnhofsstandorte – ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells und sichert die Belieferungsfähigkeit in Witterungsspitzen, was sich positiv auf die Verhandlungsmacht gegenüber Nachfragern auswirken kann.

Mission und Unternehmensausrichtung

Die Mission der Südwestdeutsche Salzwerke AG lässt sich aus der Unternehmenskommunikation und Produktpositionierung als Bereitstellung von Salzlösungen für Sicherheit, Industrie und Ernährung mit hoher Versorgungssicherheit und Qualitätsstandard beschreiben. Im Zentrum steht die Sicherung der Verkehrsinfrastruktur im Winter durch eine zuverlässige Bereitstellung von Auftausalz. Ergänzend verfolgt das Unternehmen das Ziel, durch effiziente Rohstoffnutzung und technische Optimierung eine nachhaltige und ressourcenschonende Rohstoffgewinnung zu gewährleisten. Sicherheit im Bergbau, Gesundheitsschutz und langfristige Standortsicherung in den Regionen Heilbronn-Franken, Oberschwaben und Berchtesgadener Land werden dabei als wesentliche Leitlinien betrachtet. Die Unternehmensausrichtung ist traditionell mittelständisch geprägt, mit Fokus auf Stabilität, Kontinuität und langfristige Kundenbeziehungen, weniger auf aggressive Expansion.

Produkte, Dienstleistungen und Marken

Das Produktportfolio der Südwestdeutsche Salzwerke AG umfasst mehrere anwendungsorientierte Segmente. Im Mittelpunkt steht Auftausalz für Kommunen, Straßenbauverwaltungen, Autobahn- und Flughafenbetreiber sowie private Winterdienstleister. Im Industrie- und Gewerbebereich liefert das Unternehmen Steinsalz, Siedesalz und hochreine Salzqualitäten für die chemische Industrie, die Herstellung von Laugen, die Wasserenthärtung sowie weitere industrielle Prozesse. Im Lebensmittelbereich bietet die Gesellschaft Speisesalz und jodierte Speisesalzvarianten unter etablierten Marken an, die im Einzelhandel und im Großverbrauchersegment platziert sind. Ergänzende Dienstleistungen umfassen Logistiklösungen, Lagerhaltung in strategisch verteilten Silos und Zwischenlagern, Just-in-time-Belieferung in der Wintersaison sowie beratende Leistungen zur optimalen Ausbringung von Auftausalz. Das Unternehmen positioniert sich damit als Systemanbieter für Salz und salzbasierte Anwendungen, mit besonderem Schwerpunkt auf Versorgungssicherheit und Lieferlogistik.

Geschäftsbereiche und Struktur

Die operative Struktur der Südwestdeutsche Salzwerke AG folgt im Wesentlichen einer Gliederung entlang der Kernaktivitäten Rohstoffgewinnung, Produktion und Vertrieb. Zentrale Einheiten bilden das Bergwerk Heilbronn mit umfangreichen Steinsalzreserven, die Werke Bad Friedrichshall und Berchtesgaden mit Fokus auf Stein- und Siedesalz sowie nachgelagerte Verpackungs- und Veredelungseinheiten. Auf der Vermarktungsseite ist das Geschäft üblicherweise in Verkehrssicherungssalze, Industriesalze und Speisesalz gegliedert, wobei spezifische Vertriebsteams die jeweiligen Kundensegmente betreuen. Über Beteiligungen und Vertriebsgesellschaften ist der Konzern darüber hinaus im internationalen Handelsgeschäft für Auftausalz tätig, insbesondere in Mittel- und Osteuropa. Die interne Organisation kombiniert bergbauliche Kompetenz, chemisch-technische Produktion und logistikgetriebene Distributionsstrukturen mit einer klassischen Holding-Struktur auf Konzernebene.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale der Südwestdeutsche Salzwerke AG liegen in der Kombination aus großen, geologisch gesicherten Lagerstätten, langjähriger bergbaulicher Expertise und einer ausgebauten Logistikinfrastruktur in Süddeutschland. Das Salzbergwerk Heilbronn mit umfangreichen Vorräten verschafft dem Unternehmen einen langfristigen Rohstoffzugang und skalenbedingte Kostenvorteile. Die geografische Nähe zu wichtigen Abnahmeregionen wie Baden-Württemberg, Bayern und angrenzenden Ländern reduziert Transportdistanzen und stärkt die Wettbewerbsposition gegenüber weiter entfernten Produzenten. Als Burggraben wirkt zudem der kapital- und genehmigungsintensive Charakter des untertägigen Bergbaus: Zugang zu geeigneten Lagerstätten, bergrechtliche Genehmigungen, hohe Anlaufinvestitionen und langjährige Sicherheitsauflagen stellen signifikante Markteintrittsbarrieren dar. In der Wintersaison sind etablierte Lieferbeziehungen mit Kommunen und Straßenverwaltungen, verbunden mit Kapazitätszusagen und Lagerverträgen, ein weiterer Schutzwall gegenüber neuen Wettbewerbern. Die integrierte logistische Infrastruktur mit Silos, Bahnanschlüssen und Hafenumschlagspunkten sorgt in Kälteperioden für eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit, was in einem witterungsabhängigen Markt ein entscheidender Differenzierungsfaktor ist.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Im europäischen Salzmarkt trifft die Südwestdeutsche Salzwerke AG auf mehrere bedeutende Wettbewerber. In Deutschland zählen die K+S Gruppe mit ihren Salzbetrieben, inklusive der Marke esco – european salt company, sowie die CIECH-Gruppe mit Salzaktionen in Polen zu den relevanten Anbietern. International konkurriert das Unternehmen mit global agierenden Salzproduzenten aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Osteuropa, die sowohl Stein- als auch Meersalz und Siedesalz liefern. Der Wettbewerb ist in den Segmenten Auftausalz und Industriesalz durch hohe Volumina bei begrenzten Margen gekennzeichnet, sodass Effizienz in Bergbau, Energieeinsatz und Logistik entscheidend ist. In der DACH-Region ist der Markt tendenziell oligopolistisch geprägt: Eine begrenzte Zahl großer Anbieter teilt sich öffentliche Ausschreibungen und langfristige Kontrakte für den Winterdienst. Im Speisesalzgeschäft ist der Wettbewerb breiter, mit mehreren Markenanbietern und Eigenmarken des Einzelhandels; hier spielt Markenbekanntheit und Qualitätswahrnehmung, aber auch Preispositionierung eine Rolle. Für institutionelle Anleger ist relevant, dass die Preissetzungsmacht im Salzmarkt begrenzt ist und Kostenvorteile einen großen Teil der Wettbewerbsdifferenz ausmachen.

Management, Eigentümerstruktur und Strategie

Die Südwestdeutsche Salzwerke AG weist eine ausgeprägt öffentliche und regionale Eigentümerstruktur auf: Wesentliche Anteile befinden sich traditionell im Besitz der Länder Baden-Württemberg und Bayern sowie kommunaler Gebietskörperschaften und weiterer institutioneller Träger. Diese Struktur prägt den strategischen Fokus auf Versorgungssicherheit, Standortsicherung und langfristige Stabilität gegenüber kurzfristiger Gewinnmaximierung. Das Management verfolgt eine konservative, risikoaverse Strategie mit Schwerpunkt auf dem Kerngeschäft Salz. Investitionen konzentrieren sich auf die Sicherung und Optimierung der bestehenden Bergwerks- und Produktionsstandorte, auf Automatisierung, Effizienzsteigerung sowie auf Infrastrukturprojekte im Bereich Lagerkapazitäten und Transportlogistik. Themen wie Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz im Bergbau und umweltgerechte Rohstoffnutzung haben angesichts der Eigentümerstruktur und des regulatorischen Umfelds einen hohen Stellenwert. Akquisitionsgetriebene Wachstumsstrategien oder Diversifikationen in nicht verwandte Geschäftsbereiche spielen bislang eine untergeordnete Rolle; stattdessen steht die schrittweise Weiterentwicklung des bestehenden Geschäftsportfolios im Vordergrund.

Branchen- und Regionalanalyse

Die Südwestdeutsche Salzwerke AG agiert im europäischen Salzsektor, einem Grundstoffmarkt mit relativ stabiler Basisknachfrage. In der DACH-Region und in Mitteleuropa ist die Nachfrage nach Auftausalz stark witterungsabhängig und unterliegt saisonalen Schwankungen; langfristig bleibt die strukturelle Nachfrage durch den hohen Ausbaugrad der Verkehrsnetze jedoch erhalten. Klimatrends mit milderen Wintern können tendenziell zu geringeren Volumina führen, werden jedoch regelmäßig durch Extremwetterphasen mit erhöhtem Bedarf überlagert. Im Industriesalzsegment sind die Absatzmengen stärker an die Entwicklung der chemischen Industrie und der Wasserwirtschaft gekoppelt. In Süddeutschland profitiert das Unternehmen von einer dichten industriellen Basis, einer starken kommunalen Nachfrage und einer guten Verkehrsanbindung per Straße, Schiene und Binnenschiff. Regulatorische Entwicklungen – etwa im Bereich Umweltauflagen, Grundwasserschutz und Bergrecht – beeinflussen die Kostenstruktur, führen aber gleichzeitig zu höheren Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber. Insgesamt bewegt sich die Gesellschaft in einem reifen Markt mit moderatem Wachstum, in dem Effizienz, Liefertreue und regionale Nähe die wesentlichen Differenzierungsfaktoren darstellen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln der Südwestdeutsche Salzwerke AG reichen in die historischen Salzgewinnungsaktivitäten in Süddeutschland zurück, insbesondere in den Regionen Heilbronn und Berchtesgaden, in denen Salzabbau und Soleförderung seit Jahrhunderten eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielen. Im 20. Jahrhundert kam es schrittweise zur Bündelung verschiedener staatlicher und regionaler Salzbetriebe in gemeinschaftlich getragenen Unternehmensstrukturen. Die heutige Südwestdeutsche Salzwerke AG entstand aus der Zusammenführung dieser Aktivitäten zu einem modernen, industriell geführten Salzkonzern mit öffentlicher Mehrheitsbeteiligung. In den vergangenen Jahrzehnten prägten der Ausbau des Heilbronner Steinsalzbergwerks, die Entwicklung neuer Förder- und Abbautechniken sowie die Professionalisierung von Logistik und Vertrieb das Unternehmensbild. Parallel dazu wurden touristische Nutzungen einzelner Bergwerksbereiche – etwa Besucherbergwerke – entwickelt, die das industrielle Kerngeschäft ergänzen und die regionale Verankerung des Unternehmens stärken. Über die Zeit hat sich die Gesellschaft von einer regionalen Saline zu einem bedeutenden Salzproduzenten in Mitteleuropa entwickelt, ohne ihren Fokus auf Süddeutschland als Kernmarkt aufzugeben.

Besonderheiten, Nachhaltigkeit und Tourismus

Eine Besonderheit der Südwestdeutsche Salzwerke AG ist die Verbindung von industriellem Bergbau mit touristischen und kulturellen Aktivitäten. Standorte wie das Salzbergwerk Berchtesgaden fungieren zugleich als Besucherbergwerke und touristische Attraktionen, wodurch das Unternehmen eine hohe regionale Sichtbarkeit und Akzeptanz genießt. Dies ist aus Investorensicht relevant, da gesellschaftliche Akzeptanz bei rohstoffnahen Geschäftsmodellen einen wichtigen immateriellen Vermögenswert darstellt. Im Bereich Nachhaltigkeit setzt das Unternehmen auf eine effiziente Nutzung der Rohstoffreserven, kontinuierliche Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen in der Produktion sowie auf Maßnahmen zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser. Bergbauliche Sicherheitsstandards, Grubensicherheit und der langfristige Umgang mit untertägigen Hohlräumen spielen eine zentrale Rolle im Risikomanagement. Darüber hinaus fungieren Teile der Bergwerke als Untertage-Lagerstätten für verschiedene Zwecke, was zusätzliche Erlösquellen eröffnen kann. Die Kombination aus Rohstoffgewinnung, Verkehrssicherung, touristischer Nutzung und regionaler Infrastrukturverantwortung verleiht der Gesellschaft ein vielschichtiges Profil, das sich von rein renditeorientierten Rohstoffunternehmen unterscheidet.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen eines Investments in die Südwestdeutsche Salzwerke AG in der stabilen Grundnachfrage nach Salz, den hohen Markteintrittsbarrieren und der öffentlichen Eigentümerstruktur. Die breite Verankerung bei Ländern und Kommunen deutet auf eine langfristig orientierte Unternehmensführung mit begrenztem Risiko kurzfristig risikoreicher Strategiewechsel hin. Der Zugang zu großen, gesicherten Lagerstätten, die bestehende Infrastruktur und die starke Marktstellung im süddeutschen Raum begünstigen eine resiliente Cashflow-Generierung über Konjunkturzyklen hinweg. Zusätzliche Chancen können aus Effizienzsteigerungen im Bergbau, einer weiteren Optimierung der Logistik sowie aus einem moderaten Ausbau höhermargiger Spezial- und Speisesalzprodukte resultieren. Auch der fortschreitende Infrastruktur- und Verkehrsnetzausbau sowie eine mögliche Intensivierung internationaler Vermarktungsaktivitäten bieten Potenzial, wenngleich in begrenztem Rahmen. Für Portfolioansätze, die auf substanzstarke, rohstoffnahe Basisinvestments setzen, kann die Gesellschaft als defensiver Baustein mit regionalem Fokus betrachtet werden.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Den Chancen stehen spezifische Risiken gegenüber, die ein konservativer Anleger berücksichtigen sollte. Witterungsrisiken sind wesentlich: Milder verlaufende Winterperioden können zu geringeren Verkäufen von Auftausalz führen und die Ergebnisvolatilität erhöhen. Gleichzeitig kann ein intensiver Preiswettbewerb um öffentliche Ausschreibungen die Margen im Volumengeschäft belasten. Regulatorische Risiken im Bergbau, im Umweltrecht und im Wasserrecht können zu höheren Investitionsanforderungen, Auflagen oder Nutzungseinschränkungen führen. Zudem ist der Salzmarkt strukturell von begrenzter Wachstumsdynamik geprägt, sodass überdurchschnittliche Ertragssteigerungen nur schwer zu realisieren sind. Energiepreis- und Logistikkosten stellen weitere Unsicherheitsfaktoren dar, da sie einen erheblichen Anteil der Kostenstruktur ausmachen. Schließlich kann die dominante öffentliche Eigentümerstruktur zwar Stabilität fördern, gleichzeitig aber die Flexibilität unternehmerischer Entscheidungen begrenzen und Renditeerwartungen institutioneller Minderheitsaktionäre überordnen. Konservative Anleger sollten deshalb die Rolle der öffentlichen Anteilseigner, die langfristige Regulierungsperspektive im Bergbau und die Witterungsabhängigkeit des Kerngeschäfts in ihre Risikoabwägung integrieren, ohne diese Faktoren überzu- oder zu unterschätzen.
Stand: 23.02.2026 12:42 Uhr
Hinweis

SWS Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

SWS Kursziel 2026

  • Die SWS Kurs Performance für 2026 liegt bei +20,83%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 641,11 Mio. €
Aktienanzahl 10,51 Mio.
Streubesitz 2,00%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Nichtzyklischer Konsum
Branche Nahrungsmittel
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+98,00% Weitere
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MrTrillion3
DE0007346603 - Südwestdeutsche Salzwerke

Die Südwestdeutsche Salzwerke AG ist für mich zum Stand 17.4.2026 ein gutes, aber kein billiges Unternehmen. SWS ist kein Wachstumswunder und keine Modestory, sondern ein sehr spezieller deutscher Nischenwert mit realen Vermögenswerten, starker regionaler Verankerung und schwer replizierbaren Assets: Salzbergwerke, Salinen, Entsorgungsinfrastruktur, Logistik und die Marke Bad Reichenhaller. Der Konzern sitzt in Heilbronn, wurde 1971 aus der Fusion von Salzwerk Heilbronn AG und Südwestdeutsche Salz AG gebildet, baut aber auf deutlich älteren Wurzeln auf; in Berchtesgaden wird seit 1517 Salz gewonnen, und das Heilbronner Bergwerk fördert seit über 125 Jahren. (Südwestdeutsche Salzwerke AG)

Genau darin liegt die Stärke des Unternehmens. Wer Salzwerke dieser Qualität, Genehmigungen, Lagerstätten, Marken und Entsorgungsrechte besitzt, hat einen echten Burggraben. Das Heilbronner Salzbergwerk gilt laut Unternehmen als größtes in Westeuropa, die Produktions- und Veredelungsstandorte in Heilbronn, Bad Friedrichshall, Bad Reichenhall und Berchtesgaden bilden eine robuste industrielle Basis. Dazu kommt, dass die Marke Bad Reichenhaller 2025 laut Geschäftsbericht ihren Marktanteil im deutschen Lebensmitteleinzelhandel weiter steigern konnte und intern ausdrücklich als Wachstumstreiber bezeichnet wird. Die Kehrseite ist ebenso klar: Das Auftausalzgeschäft hängt stark vom Wetter ab, Industriesalz von der Konjunktur der chemischen Industrie, und das ganze Geschäft ist energieintensiv, reguliert und kapitalintensiv. Milde Winter können Preise, Umsatz und Ergebnis spürbar drücken. (Südwestdeutsche Salzwerke AG)

Fundamental sieht SWS solide aus. 2025 stieg der Konzernumsatz leicht auf 343,8 Mio. Euro, das EBIT sank auf 37,8 Mio. Euro, bereinigt um Sondereinflüsse lag es bei 45,0 Mio. Euro, und der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich auf 33,8 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei 3,20 Euro. Das Eigenkapital stieg auf 283,3 Mio. Euro, die offizielle Eigenkapitalquote lag bei 49,2 Prozent; bereinigt um SuedLink-Effekte weist SWS 66,7 Prozent aus. Die operative Ertragskraft ist über mehrere Jahre bemerkenswert stabiler, als man es bei einem winterabhängigen Salzgeschäft erwarten würde: Das bereinigte EBIT lag 2023 bei 44,9 Mio. Euro, 2024 bei 49,1 Mio. Euro und 2025 wieder bei 45,0 Mio. Euro. Das spricht für ein robustes Grundgeschäft, auch wenn einzelne Jahre wetter- und zyklusbedingt ausschlagen können.

Wichtig für die nächsten Jahre ist das Projekt SuedLink. SWS errichtet im Salzbergwerk Heilbronn untertägig eine Kabeltrasse samt Schächten und Infrastruktur für TransnetBW. Das ist strategisch interessant, weil es die vorhandene Untertagekompetenz monetarisiert. Gleichzeitig verzerrt es aber die Zwischenjahre: Das Unternehmen selbst schreibt, dass sich SuedLink 2026 weiter spürbar auf Vermögens- und Finanzlage sowie auf den Cashflow auswirken wird, während die wesentlichen Umsätze aus dem Projekt erst nach Abschluss der Errichtungsphase, nach heutigem Stand im Jahr 2028, ergebniswirksam werden. Das heißt übersetzt: Ein Teil der aktuellen Belastung steht schon in den Zahlen, ein Teil des ökonomischen Nutzens noch nicht. Das ist Chance und Risiko zugleich.

Der Ausblick für 2026 ist ordentlich, aber nicht euphorisch. SWS erwartet für 2026 einen Konzernumsatz mindestens auf Vorjahresniveau bis plus 10 Prozent. Das Auftausalzgeschäft profitierte laut Bericht in den ersten Wochen 2026 von sehr winterlichen Bedingungen im gesamten Absatzgebiet, für Speise- und Gewerbesalz erwartet das Unternehmen leicht höhere Umsätze, für Industriesalz Stabilität und für Entsorgung leichte Zuwächse. Trotzdem liegt die offizielle Prognose für das EBIT vor Sondereinflüssen nur bei 35 bis 55 Mio. Euro. Das ist eine breite Spanne und zeigt, dass Wetter, Energie, Transport, Konjunktur und Projektverlauf die kurzfristige Ergebnisqualität weiterhin stark beeinflussen. Positiv ist immerhin, dass das Unternehmen selbst aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken für 2026 sieht.

Die Aktie selbst ist der Knackpunkt. Am 17.4.2026 lag der Kurs je nach Handelsplatz und Datendienst ungefähr bei 67,00 bis 68,75 Euro. Ende 2025 lag der offizielle Schlusskurs laut Geschäftsbericht noch bei 60,00 Euro. Gleichzeitig gibt es nur 10.507.500 Aktien, davon befinden sich 49 Prozent beim Land Baden-Württemberg, 49 Prozent bei der Stadt Heilbronn und nur 2 Prozent im Streubesitz. Das macht die Aktie extrem markteng. Genau deshalb sollte man Kursbewegungen und Bewertungskennzahlen hier nie so glatt interpretieren wie bei liquiden Standardwerten. Auf Basis des 2025er Ergebnisses von 3,20 Euro je Aktie, des Buchwerts von grob 27 Euro je Aktie und der vorgeschlagenen Dividende von 1,90 Euro ist die Aktie auf dem Niveau vom 17.4.2026 mit einem KGV von grob 21, einem KBV von rund 2,5 und einer Dividendenrendite von nur knapp 3 Prozent für mein Empfinden eher fair bis leicht ambitioniert bewertet. Für ein hochwertiges, aber langsam wachsendes, wetterabhängiges und kapitalintensives Unternehmen ist das kein Schnäppchen mehr. (markets.businessinsider.com)

Mein Urteil lautet deshalb: Südwestdeutsche Salzwerke ist operativ eine gute Substanzaktie mit solider Bilanz, ordentlicher Dividende, besonderen Vermögenswerten und einem gewissen Schutz durch knappe Assets und die dominierende Eigentümerstruktur. Aber gerade diese Eigentümerstruktur begrenzt auch die Fantasie. Die Aktie ist kein klassischer Übernahmekandidat, kein Liquiditätsliebling und kein Wert, der ohne Weiteres ein hohes dauerhaftes Bewertungsniveau rechtfertigt. Aus den heutigen Zahlen leite ich deshalb ein 12-Monats-Basiskursziel von 69 Euro ab, mit einem Bärenfall von 55 Euro und einem Bullenfall von 82 Euro. Der Bärenfall wäre für mich plausibel bei erneut mildem Winter, schwacher Chemiekonjunktur und enttäuschender Margenentwicklung; der Bullenfall setzt eine gute Wintersaison, stabile Industrie, weiteres Wachstum in der Entsorgung und Vertrauen in SuedLink voraus. Über 5 Jahre halte ich, nominal und inklusive eines normalen Inflationsumfelds, eher einen Bereich von 80 bis 95 Euro für realistisch; über 10 bis 15 Jahre wären 90 bis 120 Euro möglich, aber eher als stetige Entwicklung mit Dividendenbeitrag als als Kursrakete. Anders gesagt: gutes Unternehmen, mäßig spannende Aktie, auf dem damaligen Kursniveau eher etwas für geduldige Dividenden- und Substanzanleger als für Schnäppchenjäger.

Autor: ChatGPT

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Salzwerke: Mehr Gewinn und satte Prämie – 2300 Euro für jeden Mitarbeiter
Die Südwestdeutsche Salzwerke AG (SWS) mit großem Standort in Bad Reichenhall („Bad Reichenhaller“) hat ihr operatives Ergebnis erneut gesteigert. Während der Konzernumsatz mit 337,3 Millionen Euro auf Vorjahresniveau blieb, stieg der Vorsteuergewinn (EBIT) auf 49,1 Millionen Euro und übertraf den Vo ...
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MrTrillion3
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Guten Tag, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Herzlich willkommen auf unserem YouTube-Kanal, der Südwestdeutsche Salzwerke AG mit Sitz in Heilbronn - einer ...
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Häufig gestellte Fragen zur SWS Aktie und zum SWS Kurs

Der aktuelle Kurs der SWS Aktie liegt bei 72,50 €.

Für 1.000€ kann man sich 13,79 SWS Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der SWS Aktie beträgt aktuell 21,85%.

Die 1 Jahres-Performance der SWS Aktie beträgt aktuell 22,88%.

Der Aktienkurs der SWS Aktie liegt aktuell bei 72,50 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 21,85% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von SWS eine Wertentwicklung von 18,85% aus und über 6 Monate sind es 22,88%.

Das 52-Wochen-Hoch der SWS Aktie liegt bei 72,50 €.

Das 52-Wochen-Tief der SWS Aktie liegt bei 53,50 €.

Das Allzeithoch von SWS liegt bei 106,00 €.

Das Allzeittief von SWS liegt bei 12,74 €.

Die Volatilität der SWS Aktie liegt derzeit bei 48,67%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von SWS in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 641,11 Mio. €

Am 04.12.2000 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Am 04.12.2000 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

SWS hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

SWS gehört zum Sektor Nahrungsmittel.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von SWS betrug 337.310.000 €.

Ja, SWS zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 26.05.2025 eine Dividende in Höhe von 1,90 € gezahlt.

Zuletzt hat SWS am 26.05.2025 eine Dividende in Höhe von 1,90 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 2,92%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von SWS wurde am 26.05.2025 in Höhe von 1,90 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 2,92%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 26.05.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,90 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.