Die Siemens Energy AG ist aus der Abspaltung der Gas- und Stromsparte von der Siemens AG entstanden.
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Dax-Konzern Siemens Energy plant milliardenschwere Ausschüttungen

Siemens Energy entzündet nach Jahren der Flaute ein Milliardenfeuerwerk für Anleger und treibt die Aktie dank boomender Strommärkte auf neue Höhen.
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Siemens Energy setzt nach Jahren der Unsicherheit ein deutliches Zeichen an den Kapitalmarkt: Bis Ende 2028 will der Energietechnikkonzern bis zu zehn Milliarden Euro an seine Aktionäre zurückgeben. Die Ankündigung fiel am Donnerstag im Rahmen eines Kapitalmarkttags in den USA und löste sofort kräftige Kursreaktionen aus. Die Aktie stieg zeitweise um mehr als acht Prozent und erreichte den höchsten Stand seit der Abspaltung vom Siemens-Konzern im Jahr 2020. Am Freitagfrüh notierte die Aktie bei 112 Euro, ein Plus von 2,89 Prozent.

Der DAX-Konzern profitiert von der weltweit steigenden Nachfrage nach Strom und zuverlässiger Energieinfrastruktur. Besonders die Geschäfte mit Gasturbinen, Stromnetzen und Services treiben das Wachstum. Vorstandschef Christian Bruch erklärte, Siemens Energy habe "Elektrizitäts-DNA seit den Tagen von Werner von Siemens" und werde auch in den kommenden Jahren von den Trends Elektrifizierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung getragen.

Aktienrückkäufe im Milliardenvolumen sollen Bewertungsschub auslösen

Der Großteil der geplanten Ausschüttungen soll über ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm erfolgen. Bis zu sechs Milliarden Euro stellt Siemens Energy dafür bereit. Der Rest soll über Dividenden an die Anteilseigner fließen. Für das laufende Geschäftsjahr hatte der Konzern vergangene Woche eine Ausschüttung von 70 Cent je Aktie angekündigt – die erste Dividende nach vier Jahren Pause.

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Aktienrückkäufe haben das Potenzial, den Kurs weiter anzutreiben, da sich der Unternehmenswert auf eine geringere Anzahl von Aktien verteilt. Analysten der Citi-Bank sehen darin einen möglichen Katalysator für eine Neubewertung des Unternehmens. Siemens Energy werde derzeit mit dem 30-Fachen des Gewinns bewertet, während der US-Konkurrent GE Vernova beim 50-Fachen liege. Ein Teil dieser Lücke sei auf höhere Bewertungsniveaus in Nordamerika zurückzuführen, wo Siemens Energy rund ein Viertel seines Umsatzes erwirtschaftet.

Boom bei Energieinfrastruktur – getrieben auch durch KI-Rechenzentren

Die Nachfrage nach elektrischer Infrastruktur wächst weltweit, und Siemens Energy ist einer der großen Profiteure. Vor allem der Bedarf an Transformatoren, Schaltanlagen und Netztechnik steigt, nicht zuletzt wegen des massiven Ausbaus von Rechenzentren für KI-Anwendungen. Der Konzern plant daher bis 2028 Investitionen von rund sechs Milliarden Euro, von denen etwa ein Drittel in Werke für Transformatoren und Schaltanlagen fließen soll.

Bruch betonte, dass die Mittelfristziele jüngst angehoben wurden und der Konzern weiter an profitabler Expansion arbeite. Große Übernahmen seien zwar nicht geplant, jedoch könnten kleinere Transaktionen entlang der Lieferketten oder im Netzgeschäft sinnvoll sein.

Windgeschäft bleibt Baustelle – Management hält sich zurück

Weniger dynamisch zeigt sich dagegen das Geschäft mit Onshore-Windenergie. Hier kämpft Siemens Energy weiter mit operativen Herausforderungen. Bruch machte klar, dass das Segment zwar strategisch wichtig bleibe, aber derzeit keine schnellen Entscheidungen anstünden. Der Fokus liege weiterhin auf Stabilisierung, Effizienzsteigerung und selektiven Investitionen.

Autor: Ariva-Redkation/pg


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