Sartorius: Wachstum zieht an, Berenberg bleibt bei Kursziel 270 Euro
Julian Schick
Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
Sartorius meldet beschleunigtes Wachstum in Bioprocessing und Laborgeschäft. Berenberg bestätigt Kaufempfehlung mit Kursziel 270 Euro und sieht die Erholung der Life-Science-Endmärkte bestätigt.
Für dich zusammengefasst:
Das bereinigte EBITDA lag ein Prozent über den Erwartungen.
Das organische Umsatzwachstum beschleunigte sich auf 7,4 Prozent.
Für 2026 rechnen Analysten mit 3,73 Milliarden Euro Umsatz.
Das Zahlenwerk war durch zwei Sondereffekte geprägt: eine Rückerstattung von 26 Millionen Euro im Zusammenhang mit US-Einfuhrzöllen (IEEPA), die die Herstellungskosten senkte, sowie geplante Ausgleichszahlungen an Kunden für Zollaufschläge, die wiederum den Umsatz belasteten. Unterm Strich glichen sich beide Effekte auf Gewinnebene aus, das bereinigte EBITDA lag ein Prozent über den Erwartungen. Beim Umsatzwachstum kosteten die Effekte zusammen jedoch rund drei Prozentpunkte.
Bereinigt um diese Sondereinflüsse beschleunigte sich das organische operative Umsatzwachstum laut Berenberg im zweiten Quartal auf 7,4 Prozent nach 7 Prozent im ersten Quartal. Die Bioprocessing-Sparte legte von 8,1 auf 8,4 Prozent zu, das Laborgeschäft von 2,1 auf 3 Prozent. Das Geschäft mit Bioprocessing-Anlagen wuchs im Quartal im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Besonders auffällig fiel die Erholung im Laborbereich aus, das mit 5,8 Prozent deutlich über der Konsensschätzung von 4,3 Prozent lag, wenn auch mit einem spürbaren Beitrag aus Zukäufen. Das Wachstum kam zustande, obwohl Sartorius Lieferungen an zwei große US-Kunden im Bereich fortschrittlicher Therapien verschieben musste, die nun erst 2027 verbucht werden. Teilweise ausgeglichen wurde dies durch Vorratskäufe von Verbrauchsmaterialien in Asien.
Auch bei Wettbewerbern zeichnet sich laut Berenberg eine Erholung der Life-Science-Endmärkte ab: Thermo Fisher meldete ein organisches Wachstum von 5 Prozent und hob seine Prognose an, Repligen übertraf mit 13 Prozent ebenfalls die Erwartungen. Bei Danaher belasteten verschobene Großaufträge das Bioprocessing-Geschäft, was die Analysten jedoch als unternehmensspezifisch einstufen.
Die Analysten passten ihre Schätzungen leicht an: Für 2026 rechnen sie nun mit knapp 3,73 Milliarden Euro Umsatz, für 2027 mit rund 4,12 Milliarden Euro. Das Kursziel leitet sich aus einem Mix aus DCF-Modell und Multiplikatoren ab und entspricht einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 40 für 2027.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB2AK83 , DE000NB3ZUG7 , DE000NB6NQM2 , DE000NB42VE6 , DE000NB67643 , DE000NB67635 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
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