Software-Aktie ServiceNow: Kaufsignal unmittelbar in Reichweite!

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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Leuchtreklame vor US-Flagge (Symbolbild).
© Andrew Ling auf Unsplash.
Die Anteile von ServiceNow haben sich am Freitag stark erholt. Damit rückt ein erstes prozyklisches Kaufsignal jetzt in unmittelbare Reichweite.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Software-Aktie mit Erholungsversuch

Nach wochen- und monatelangen Kursverlusten bemühten sich Titel aus der Software-Branche am vergangenen Freitag einmal mehr an einer Erholung. Die wurde angeführt von Workflow-Automatisierungsspezialist ServiceNow, dessen Aktie um fast 10 Prozent zulegte. Microsoft legte um 5,7 Prozent zu und führte damit den Leitindex Dow Jones an. 

Zu den Kursgewinnen dürfte einerseits beigetragen haben, dass sich das erste Halbjahr und damit auch das zweite Quartal ihrem Ende entgegen neigen, was von Vermögensverwaltern in der Regel für Umschichtungen genutzt wird. Zum anderen dämpften Berichte über die Verschiebung des Börsengangs von OpenAI KI-Sorgen.

Werte aus dem Artikel:
Microsoft Aktie 333,80 € +2,30%
SAP Aktie 136,58 € +1,07%
ServiceNow Aktie 87,56 € +1,32%

ServiceNow unmittelbar vor Kaufsignal

Zwar notiert ServiceNow gegenübBAT baut Stellen aber dem Jahreswechsel noch immer mit einem Minus von fast 36 Prozent, aber die Chancen auf eine dauerhafte Erholung sind nach den starken Kursgewinnen vom Freitag beträchtlich gestiegen, da sich der Chart insgesamt verbessert hat und die Aktie unmittelbar vor einem ersten prozyklischen Kaufsignal steht.

Quelle: TradingView.com | ServiceNow

Der langfristige Abwärtstrend ist in Gefahr ...

Zwar befindet sich ServiceNow übergeordnet in einem langfristigen Aufwärtstrend, doch gegenüber den Rekordnotierungen bei etwa 240 US-Dollar besteht ein Abwärtstrend, welcher die Aktie zwischenzeitlich fast zwei Drittel ihres Wertes gekostet hat – das ist eine Gegenbewegung schlimmer als während des Bärenmarktes 2021/2022, auf dessen Höhepunkt ServiceNow rund die Hälfte verloren hat.

Das Chartbild der vergangenen Monate ist geprägt von zahlreichen Verkaufssignalen. Dazu gehören das Unterschreiten der Durchschnittslinien, ein Death Cross sowie der tiefste Stand seit März 2023. Solche Mehrjahrestiefs gelten als starke Verkaufssignale.

... doch erstmal bestehen gute Erholungschancen

Ungeachtet dessen bemüht sich die Aktie seit einiger Zeit um eine Bodenbildung sowie einen korrektiven Aufwärtstrend. Dieser wurde eingeleitet durch bullishe Divergenzen in den technischen Indikatoren RSI und MACD, welche die zwischenzeitlich starke Erholung von ServiceNow begleitet und bestätigt haben. Ihre Aufwärtstrends sind auch nach dem gescheiterten Ausbruch über den Widerstandsbereich um 135 US-Dollar aktiv, was neue Erholungschancen bietet.

Eine erste dieser Chancen hat ServiceNow am Freitag genutzt. Dadurch konnte der flache Aufwärtstrendkanal verteidigt werden, auch wenn der Trendstärkeindikator MACD gegenwärtig knapp unter der Nulllinie liegt und damit einen (kurzfristigen) Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Die zweistelligen Kursgewinne führten außerdem dazu, dass ServiceNow mit der Option, den Widerstandsbereich zwischen 98 und 100 US-Dollar und damit auch die 50-Tage-Linie zu attackieren, in die neue Woche startet.

Kaufsignal in Reichweite, aber Trendwende lässt auf sich warten

Sollte der Sprung darüber gelingen, wäre das ein neues prozyklisches Kaufsignal. Die erste Anlaufstelle wäre die Aufwärtstrendoberkante bei rund 112 US-Dollar. Anschließend dürften erneut 135 US-Dollar angelaufen werden, wo aufgrund der nachrückenden 200-Tage-Linie die Vorentscheidung darüber fallen dürfte, ob die Erholung erneut nur korrektiv war oder in die Wiederaufnahme des übergeordneten Aufwärtstrends mündet.

Während der Chartverlauf kurzfristig konstruktiv ist, sind die technischen Indikatoren mit Ausnahme der bullishen Divergenzen neutral bis leicht negativ. ServiceNow ist am Montag also auf rasche Anschlusskäufe angewiesen, andernfalls könnte es rasch zu einem erneuten Test des Unterstützungsbereichs zwischen 85 und 90 US-Dollar kommen. Fällt dieser, ist die Chance auf eine Erholung dahin.

28.06.26 - ARIVA.DE Redaktion

Fazit: Moderate Bewertung bietet zusätzliches Erholungspotenzial

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung steht für 2026 ein KGVe von 23,9 zu Buche, das liegt um 61,2 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel von 61,5 und ist unter Berücksichtigung des Kurs-Gewinnwachstumsverhältnisses (PEG) von 0,96 und damit unter dem Wert von 1, der in der Fundamentalanalyse als günstig gilt, ein angemessener Wert und bietet angesichts des anhaltend hohen Umsatzwachstums und der überdurchschnittlich hohen Cashflow-Rendite von ServiceNow Anstiegs- und Nachholpotenzial.

An der Aktie interessierte Anlegerinnen und Anleger können das aktuelle Setup zum Einstieg (in Tranchen) nutzen und dürften mittelfristig auf attraktive Gewinne hoffen. Sollte ServiceNow jedoch auf neue Tiefs sinken, sollten Verluste begrenzt und die Aktie verkauft werden. In diesem Fall wäre ein späterer Neueinstieg dem Halten vorzuziehen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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