Rheinmetall sorgt sich um deutsch-französisches Panzerprojekt

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BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Aus des geplanten deutsch-französischen Kampfflugzeugs fürchtet der Rüstungskonzern Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) einen Ausstieg der Franzosen auch beim gemeinsamen Panzerprojekt MGCS. "Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der "Welt am Sonntag".

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Nach Informationen des Rheinmetall-Chefs plane Frankreich, das Budget für das MGCS-Projekt drastisch zu kürzen, schreibt die Zeitung. "Wir haben null Entscheidungen über das finale Budget", sagte Papperger. Die Konsequenz wären Verzögerungen: "Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam."

Vorhaben auf Initiative der französischen und deutschen Regierung

Das auf Initiative der französischen und der deutschen Regierung begonnene Vorhaben "Main Ground Combat System" (MGCS, Hauptsystem für den Bodenkampf) ziele darauf ab, bis 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc durch ein plattformübergreifendes Bodenkampfsystem ersetzen zu können, hieß es bei der Gründung der Projektgesellschaft für das Panzervorhaben.

Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Thales -Konzern sowie KNDS. Das Unternehmen war aus der Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter hervorgegangen.

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Rheinmetall Aktie 1.196 € -3,25%
Thales Aktie 233,40 € -2,34%

Bisher eine Zwischenlösung

Als Zwischenlösung bis zum Start des MGCS hatten die von deutscher Seite beteiligten Unternehmen Rheinmetall und KNDS Deutschland bereits die Entwicklung eines neuen Kampfpanzers angeschoben, der von der Militärfachpresse inoffiziell "Leopard 3" betitelt wird.

Die ersten Exemplare sollen Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden, während die Einsatzbereitschaft des MGCS-Panzers erst in den 2040er Jahren erwartet wird. "Das ist eine Wahnsinnszeit. Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird", sagte Papperger der "Welt am Sonntag".

Am Dienstag hatten Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach langen Querelen das Ende des milliardenschweren Kampfjet-Projekts FCAS (Future Combat Air Systems) verkündet. Die Unternehmen Dassault und Airbus konnten sich in den Verhandlungen darüber nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen./kf/DP/he


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