Deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Vorjahr
Gegenüber dem Vorjahresquartal erzielte das Unternehmen mit 861,0 Millionen US-Dollar ein Wachstum von 12,7 Prozent. Die Erwartungen des Marktes konnten somit um 14,6 Millionen US-Dollar übertroffen werden.
Beim Gewinn pro Aktie (nach standardisierter Rechnungslegung GAAP) legte Pure Storage 0,14 US-Dollar und damit ein Ergebnis 5 Cent über den Schätzungen vor. Unter Berücksichtigung von Bereinigungen (Non-GAAP) lag der Ertrag je Anteilsschein bei 0,43 US-Dollar gegenüber 0,44 US-Dollar im Jahr zuvor.
Nettogewinn wächst, Speicherverwaltung wird immer wichtiger
Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen einen auf die Anteilseigner entfallenden Nettogewinn in Höhe von 47,1 Millionen US-Dollar nach 35,7 Millionen US-Dollar vor 12 Monaten. Ein wichtiger Wachstumstreiber bleiben Softwarelösungen zur Speicherverwaltung. Hier legten die Erlöse um 15,0 Prozent auf 414,7 Millionen US-Dollar zu. Inzwischen liegen die jährlich wiederkehrenden Erlöse (ARR) bei 1,8 Milliarden US-Dollar und damit um 18,0 Prozent höher als vor einem Jahr.
Ausblick aufgrund starker Nachfrage angehoben
Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage hat das Unternehmen seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Die Umsatzschätzung liegt nun bei 3,6 bis 3,63 Milliarden US-Dollar nach 3,515 Milliarden US-Dollar zuvor. Das entspricht einer erwarteten Wachstumsrate von 13,5 bis 14,5 Prozent.
Auch der operative Ertrag soll deutlich stärker steigen als bislang vermutet. Pure Storage hat hier 8,2 bis 11,7 Prozent in Aussicht gestellt gegenüber den 6,0 Prozent zuvor.
Finanzchef Tarek Robbiati versprach den Anlegerinnen und Anlegern ein Bekenntnis zur Ausführung strategischer Prioritäten und einen Fokus auf profitables Wachstum.

Aktie vor hohen Kursgewinnen, neues ATH in Reichweite
Die Zahlen wurden am Markt hervorragend aufgenommen, noch in der US-Nachbörse verteuerten sich die Anteile deutlich zweistellig. Am Donnerstagvormittag (Stand: 10:30 Uhr MESZ) verzeichnen sie bereits Kursgewinne von 16,9 Prozent.
Behalten diese Zuwächse im regulären Handel ihre Gültigkeit, gerät die Aktie in Schlagdistanz zu ihren Rekordnotierungen bei 73,67 US-Dollar. Ein neues Allzeithoch wäre aus technischer Perspektive ein starkes Kaufsignal. Schon jetzt macht der Chart einen insgesamt guten Eindruck und befürwortet weitere Kursgewinne.
Fazit: Jetzt keine FOMO aufkommen lassen, sondern abwarten!
Mit Blick auf die fortgeschrittene Bewertung sollten Anlegerinnen und Anleger jedoch Vorsicht walten lassen. Der Aktie jetzt noch hinterher zu rennen, könnte sich mittelfristig als teurer Fehler herausstellen. Nach dem Kurssprung sind die Anteile bereits für das kommende Geschäftsjahr mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 30 bewertet.
Das ist selbst für einen KI-Profiteur mit einem Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu viel, wenngleich viele Branchentitel noch deutlich höhere Bewertungen aufweisen. Auch gegenüber der eigenen historischen Norm ist die Aktie bei einigen Kennziffern bereits um ein Drittel bis 40 Prozent überbewertet.
Wer hier zugreifen will, sollte auf eine umfangreiche Korrektur warten. Langfristig sind die Ertragschancen angesichts des profitablen Wachstums aber gut.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross