Der tschechische Finanzinvestor PPF hatte ebenfalls eine Offerte gemacht, diese aber im Gegensatz zum Berlusconi-Konzern zuletzt nicht mehr erhöht. Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE hatten Anfang August ihren anfänglichen Widerstand gegen die Italiener aufgegeben und den Aktionären das MFE-Angebot als "angemessen" zur Annahme empfohlen.
Media for Europe gehört den Kindern des 2023 gestorbenen früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi. Der Konzern will eine paneuropäische Sendergruppe aufbauen. Kartellrechtlich gibt es keine Hürden in Deutschland. Die Übernahme wurde 2023 der Europäischen Kommission sowie 2024 der Bundeswettbewerbsbehörde zur Prüfung vorgelegt. Damals hatten die Berlusconis die Grenze von 25 Prozent überschritten.
ProSiebenSat.1 ist neben der RTL-Familie der zweite große private Fernsehkonzern in Deutschland. Neben klassischen Sendern wie ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins gehört unter anderem auch der Streaminganbieter Joyn zu der Firmengruppe. Bekannte Formate sind zum Beispiel die Shows "Germany's Next (Next Aktie) Topmodel", "Joko & Klaas gegen ProSieben", "The Voice of Germany" und "Rosins Restaurants" sowie die Comedyserie "jerks."./bok/DP/he
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